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Bildquelle: NVIDIA
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SLI

SLI, kurz für Scalable Link Interface, ist eine von NVIDIA entwickelte Technik zur Verknüpfung von zwei oder mehr Grafikkarten, um in 3D-Anwendungen eine deutliche Leistungssteigerung zu ermöglichen. Dabei unterscheidet man streng genommen zwischen der SLI Multiview Technik, wobei SLI dazu genutzt wird, bis zu vier Bildschirme anzusteuern, oder das in der Praxis deutlich relevantere SLI Frame Rendering, bei welchem die zusammengeschalteten Grafikchips zum Rendern genutzt werden.

Theoretisch bewirkt das Zusammenschalten der Grafikkarten bei identischen Grafikchips eine Verdopplung der Leistung, in der Praxis sind jedoch Leistungssteigerungen bis maximal 90% möglich, wobei der Performance-Schub je nach Spieltitel auch deutlich geringer ausfallen kann. Voraussetzung für die Nutzung von SLI ist eine entsprechende Hauptplatine, die zwei Grafikkarten sowie explizit auch SLI unterstützt. Darüber hinaus benötigt man mindestens zwei Grafikkarten aus der NVIDIA GeForce-Serie.

Ursprünglich war für die Verbindung der Grafikkarten eine sogenannte SLI-Bridge notwendig, für die beide Grafikkarten entsprechende Anschlüsse an der Oberseite besitzen müssen. Mittlerweile ist SLI auch ohne Bridge möglich, dabei wird der Datenverkehr über den PCI-Express-Port des Mainboards abgewickelt. Die SLI Bridge ist allerdings die deutlich leistungsfähigere Wahl und sollte insbesondere bei relativ leistungsfähigen Grafikkarten der PCI-E-Lösung vorgezogen werden.

Ein bekanntes Problem, das sowohl bei der SLI-Technik von NVIDIA als auch bei der Crossfire-Technik von AMD auftritt, sind die sogenannten Mikroruckler, die dadurch entstehen, dass Frames teilweise unterschiedlich schnell berechnet werden, was den Spielfluss besonders bei niedrigen Frameraten deutlich stören kann. Das Problem ist seit Jahren bekannt und mittlerweile gibt es von NVIDIA optimierte Treiber, die das Problem weitestgehend reduzieren.

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