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Windows 7 & 8.1: NTFS-Bug kann ganzes System lahmlegen (Bild 1 von 1)Bildquelle: Lenovo
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Gefährlicher Dateipfad: Der von Forschern entdeckte Fehler im Windows-Dateisystem NTFS tritt nur unter älteren Windows-Versionen, nicht aber Windows 10 auf.

Russische Forscher haben herausgefunden, dass ein Fehler, der in Windows Vista, 7 und Windows 8.1 enthalten ist, dazu missbraucht werden kann, das gesamte Betriebssystem lahmzulegen. Den vorliegenden Angaben nach reicht es aus, dem OS aufzutragen, einen Dateipfad unterhalb von „$MFT" zu öffnen.

Das größte Dilemma an diesem Dateisystem-Bug ist, dass ein problematischer Dateipfade gar nicht vom Anwender selbst bewusst aufgerufen werden muss. Vielmehr könnte etwa eine Webseite durch einen dort platzierten Link, in dem ein entsprechender Pfad hinterlegt ist, zum simplen System-Killer gemacht werden.

Laut Sicherheitsexperten ist das besagte Problem auf die Art und Weise zurückzuführen, wie einige Windows-Ausgaben mit bestimmten Dateipfaden umgehen. So markieren die Versionen Vista, 7 und 8.1 die im Wurzelverzeichnis jedes NTFS-Dateisystems enthaltene Datei $MFT standardmäßig als „locked“ beziehungsweise „gesperrt“ und heben diese Sperre niemals wieder auf. In der Folge kommt es dazu, dass alle Aufrufe eines Dateipfads unterhalb von $MFT in eine Endlosschleife geraten. Das wiederum resultiert in einem stetig langsamer werdenden oder sogar abstürzenden Betriebssystem.

Laut Ars Technica blockieren bereits einige Web-Browser den Aufruf der problematischen Dateipfade. Der auf den betroffenen Windows-Versionen sehr häufig genutzte Internet Explorer tut dies jedoch nicht. Eine Fehlerkorrektur seitens Microsoft ist derzeit ebenso wenig vorhanden. Unter Windows 10 tritt der Fehler allerdings nicht auf.

Quelle: Arstechnica

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