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Intel und Micron wollen SSDs günstiger und größer machen (Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
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Neue Technik: Werden SSDs in Zukunft noch günstiger und größer? Intel und Micron sagen: Ja!

Wer sich aktuell nach einem neuen PC beziehungsweise Notebook umsieht, der sollte unbedingt darauf achten, dass darin ein Solid State Drive (SSD) steckt. Technikexperten werden wissen um wie viel schneller diese Flash-Speicher-basierten Datenträger im Vergleich zu klassischen Festplatten sind und welch positive Auswirkungen dies auf die gesamte System-Performance haben kann. Allerdings weisen SSDs auch im Jahre 2015 nach wie vor ein Merkmal auf, das es ihnen schwer macht, wirklich am Massenmarkt anzukommen und mechanische Hard Disc Drives (HDDs) ein für alle mal zu verdrängen: Hohe Kosten für vergleichsweise wenig Speicherkapazität. Genau an diesem Punkt kommen nun Intel und Micron mit ihrer neuen 3D-NAND-Technologie ins Spiel. Durch das fortschrittliche Herstellungsverfahren sollen in naher Zukunft SSDs mit bis zu 10 Terabyte Speicherplatz auf dem Markt erhältlich sein. Zugleich können Flash-basierte Laufwerke mit heute üblichen Kapazitäten zu deutlich geringeren Preisen angeboten werden.

Mit ihrer 3D-NAND-Technologie stellen Intel und Micron ein neues Fertigungsverfahren für NAND-Chips vor, das der sogenannten V-NAND-Technologie des südkoreanische Herstellers Samsung ähnelt. Beide Erfindungen nehmen Abstand von der alten, ganz flachen Bauweise für NAND-Chips, bei der die Flash-Zellen nebeneinander angeordnet wurden, was gleichbedeutend war mit einer relativ geringen Speicherdichte pro Chipfläche. Davon abgesehen hielt es die Produktionskosten hoch. Sowohl bei Samsungs als auch Intels beziehungsweise Microns neuer Technologie kommt nun eine neue Fertigungsmethode zum Einsatz, bei der einzelne Flash-Zellen vertikal übereinander gestapelt werden können, um - ohne die einzelnen Flash-Bausteine schrumpfen zu müssen - Chips mit mehr Speicherkapazität zu erzeugen.

Den Angaben von Intel und Micron nach wird es ihre hauseigene 3D-NAND-Technologie ermöglichen, M.2-SSDs, welche häufig in Laptops zum Einsatz kommen, mit einer Kapazität von bis zu 3,5 Terabyte und größere 2,5-Zoll-SSDs sogar mit bis zu 10 Terabyte Speichervolumen herzustellen. Das sind Werte, die sich vor dem Fassungsvermögen moderner Festplatten nicht zu verstecken brauchen beziehungsweise dieses sogar übertreffen. Darüber hinaus bedeutet es, dass die Einzelhandelspreise für SSDs mit derzeit geläufigen Kapazitäten deutlich fallen werden.

Intel und Partner Micron wollen mit der Serienfertigung erster Flash-Speicherchips mit 3D-NAND-Technologie Ende 2015 starten. Samsung produziert bereits SSDs, in denen die V-NAND-Technologie steckt. Wir gehen somit davon aus, dass spätestens in einem Jahr eine Flut neuer SSD-Modelle auf den Markt kommen wird, in denen die beiden konkurrierenden Technologien Verwendung finden.

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