1. Startseite
  2. News
  3. Intel Core i 9000 Reihe: Details zu kommenden CPUs durchgesickert

Intel Core i 9000 Reihe: Details zu kommenden CPUs durchgesickert (Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
Fotogalerie (1)
Core i3, i5, i7 und i9: Als Teil der Core i 8000 Familie bietet Intel erstmals leistungsfähige Mainstream-Prozessoren mit dem Core i9 Label an. In einigen Monaten soll es einen Core i9 mit acht Kernen geben.

Es sind Informationen zu kommenden Intel-Prozessoren für das Mainstream-Segment durchgesickert. Wie unter anderem ein Microcode-Update-Dokument des US-Chipherstellers selbst offenbarte, darf demnächst beispielsweise mit den Desktop-Prozessoren Core i5-9400, Core i5-9500T, Core i5-9500, Core i5-9600 und Core i5-9600K gerechnet werden. Die Markteinführung der Core i 9000 Reihe in wenigen Monaten ist damit so gut wie bestätigt.

Wenngleich seit längerem diverse Gerüchte zu Intels Prozessorplänen durchs Netz schwirren, verdeutlichen die aktuell vorliegenden, verlässlichen Angaben ein weiteres Mal, dass die Chipschmiede nach wie vor keine allzu großen technologischen Sprünge wagen kann. Die Desktop-CPUs der Core i 9000er Familie werden auf derselben Coffee Lake S Architektur basieren wie die aktuell im Handel angebotenen 14 nm Desktop-Chips der Core i 8000er Reihe. Die eingangs erwähnten fünf Core i5 Modelle werden zudem wie gehabt sechs Rechenkerne besitzen.

Dank eines PDF-Dokuments, das Intel mittlerweile wieder offline genommen hat, welches sich aber mitunter bei Videocardz.com noch einsehen lässt, liegen auch Angaben zu den Taktfrequenzen und der Thermal Design Power (TDP) der kommenden Desktop-CPUs vor. So soll das leistungsstärkste Modell unter den genannten Core i5 Vertretern erwartungsgemäß der Core i5 9600K mit offenem Multiplikator sein. Dieser Hexa-Core-Chip wird mit einer Basistaktfrequenz von 3,7 Gigahertz sowie einem maximalen Turbo-Takt von bis zu 4,5 Gigahertz arbeiten und dies bei einer TDP von 95 Watt.

Aufgrund niedrigerer Taktraten sowie fehlender Übertaktungsfunktion begnügen sich alle anderen gelisteten Core i5 Modelle mit einer TDP von 65 Watt, der besonders stromsparende Core i5-9400T sogar mit nur 35 Watt. Darüber hinaus plant Intel im Mainstream-Desktop-Segment die Markteinführung der neuen Quad-Core-Chips Core i3-9100 und Core i3-9000 sowie ergänzenden Berichten nach neuen Core i7 Modellen mit sechs Kernen und Hyper-Threading-Unterstützung. Sogar ein brandneuer Octa-Core-Chip mit Core i9 Label, 8 Kernen und 16 Threads könnte darunter sein. Am grundsätzlichen Chip-Design und dem Fertigungsprozess soll sich aber auch bei diesen zuletzt genannten High-End-Modellen nichts im Vergleich zur aktuellen 8. Generation ändern. Intel bezeichnet diese Chip-Familie intern daher wohl als Coffee Lake Refresh.

Die Markteinführung der Core i 9000 Desktop-Prozessoren wird Intel aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr vornehmen, ein konkreter Marktstarttermin ist bislang aber noch nicht durchgesickert.

Was den Notebook-Markt betrifft, so dürfte Intel dort ganz ähnlich vorgehen wie im Desktop-Bereich und neue Coffee Lake Refresh Prozessoren der H-Serie planen, die den gerade beschriebenen Desktop-Modellen sehr ähnlich sind. Laut der japanischen Webseite PC Watch wird auch hier erstmals ein Chip mit acht Kernen und 16 Threads dabei sein. Es ist allerdings gut möglich, dass die neuen Coffee Lake Refresh CPUs für leistungsstarke Gaming- und Workstation-Notebooks erst etwas später auf den Markt kommen als ihre Desktop-Geschwister, also vermutlich im Frühjahr 2019.

Hinsichtlich der energieeffizienteren U- und Y-Serie CPUs von Intel, die überwiegend in besonders flachen Notebooks, Convertibles und Tablets zum Einsatz kommen, stehen ebenfalls Neuerungen an. Wie publik gewordene Datenbankeinträge verraten, wird der Chipriese schon bald sowohl für die aktuellen U-Serie Vierkerner (Kaby Lake Refresh) als auch Y-Serie Zweikerner (Kaby Lake) Nachfolger einführen, die sich technisch aber wohl nur gering vom derzeit etablierten Stand unterscheiden. Sogenannte Whiskey Lake-U Prozessoren sollen in das TDP-Budget von rund 15 Watt und Amber Lake-Y Chips in ein TPD-Budget von rund 5 Watt passen. Unter anderem dank einer optimierten Fertigung im 14 nm++ Verfahren dürfen immerhin höhere Taktraten und eine höhere Energieeffizienz erwartet werden. Um das Namenschaos bei Intel – mal wieder - perfekt zu machen, werden diese Prozessoren aber allem Anschein nach zunächst als Teil der Core i 8000er Familie an den Start gehen.

Quelle: Videocardz.com #1, #2, PC Watch, Computerbase