1. Startseite
  2. News
  3. Hintertüren in iOS - Apple dementiert heimliche Zugänge für Sicherheitsdienste

Das kommende iOS 8 auf iPhone und iPad.Bildquelle: Apple
Fotogalerie (1)
Dementi von Apple: Laut Apple sind die Schnittstellen in iOS nicht versteckt und dienen lediglich zur Diagnose durch das eigene Unternehmen.

Das Thema Datensicherheit ist auch weiterhin in aller Munde, angefacht durch die Spionageaffäre, Doppelagenten und die Abhöraktion des Mobiltelefons der Bundeskanzlerin. Viele Bürger fühlen sich inzwischen zu stark überwacht und natürlich liegt es beim Thema Abhöraktionen und Überwachung nahe, sich der Daten zu bemächtigen die in einem Smartphone schlummern. Die meisten von uns nutzen ein Smartphone, auf diesen finden sich diverse Daten in gesammelter Form, werden doch Mails damit abgerufen, Social Networks genutzt, Fotos geschossen oder man nutzt das Handy direkt als Navi. Entsprechend viele GPS-Daten, persönliche Informationen und vieles mehr findet sich auf den kleinen Geräten wieder.

Im Rahmen der HOPE (Hackers on Planet Earth) Konferenz hatte der Sicherheitsforscher Jonathan Zdziarski einen ausführlichen Vortrag zum Thema Hintertüren in iOS gehalten, dem mobilen Betriebssystem von Apple für das iPad, den iPod Touch und das iPhone. Die komplette Präsentation zum Thema lässt sich auch auf der Webseite des Erstellers einsehen, die PDF-Datei umfasst dabei satte 58 Seiten zum Thema Sicherheit unter iOS. Im Grunde geht es darum, dass es relativ einfach möglich sei diverse Sicherheitsrelevante Daten aus dem Smartphone auszulesen, dazu zählen etwa GPS-Logdateien, Adressbücher, Fotos, Tastatureingaben und vieles mehr.

Dies hat Apple nun direkt dementiert und klar gestellt, dass man niemals mit einem Geheimdienst irgendeines Landes zusammengearbeitet habe, um eine Hintertür in einem Produkt oder Dienst zu implementieren. Die vorhandenen und angesprochenen Dienste seien dafür gedacht, dass Apple, Entwickler und große IT-Behörden die Möglichkeit hätten einen entsprechenden Support zur Verfügung stellen zu können. Ebenso weist Apple darauf hin, dass es dazu nötig ist, dass Gerät zu entsperren und einem verbundenen Computer zu vertrauen, bevor der Zugriff auf diese Daten überhaupt möglich sei.

Das Statement wurde inzwischen auch vom Sicherheitsforscher erneut kommentiert, dort gibt er an, dass Apple diese Funktion nicht dokumentiert hätte und das diese Funktion vom Benutzer auch manuell deaktivierbar sein müsse.

Quelle: Golem

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.