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Google I/O 2018: Android P detailliert & Public Beta veröffentlicht (Bild 1 von 2)Bildquelle: Google
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Homescreen Refresh: Google verzichtet unter Android P auf die drei seit Jahren etablierten Android-Navigationstasten und führt stattdessen eine gestenbasierte Bedienung ein.

Google hat im Zuge seiner aktuell stattfindenden Entwicklerkonferenz Google I/O 2018 ausführlicher über die nächste Android-Hauptversion - derzeit schlicht und einfach Android P genannt - gesprochen. Allerdings müssen Endanwender nicht mit den Worten und Versprechungen von Google vorliebnehmen, sondern alle Interessierten, die eines von mehreren unterstützten Smartphones besitzen, können sich ab sofort selbst einen Eindruck von den Neuerungen der kommenden Betriebssystemausgabe verschaffen. Google hat die erste Public Beta von Android P zum Download freigegeben.

Wie erwähnt, ist es möglich, die Android P Beta auf mehreren unterschiedlichen Geräten zu installieren. Damit sind in diesem Jahr nicht nur Nexus- beziehungsweise Pixel-Modelle von Google selbst gemeint, sondern auch einige Smartphones anderer Hersteller. Googles Angaben nach werden das Pixel (XL) und Pixel 2 (XL), das Essential Phone, das Oppo’s R15 Pro, das Nokia 7 Plus, Sonys Xperia XZ2, Xiaomis Mi Mix 2S, das Vivo X21 sowie das noch gar nicht offiziell vorgestellte OnePlus 6.

Abhängig von dem Smartphone, welches ein Anwender zum Ausprobieren der Android P Beta nutzen möchte, müssen unterschiedliche Schritte für die Installation der neuen Betriebssystemversion unternommen werden. Google beschreibt diese auf seinem Entwicklerportal. Am einfachsten lassen sich die Pixel-Phones auf die Beta updaten, da es in diesen Fällen reicht, wenn Anwender sich mit ihrem für die Smartphone-Nutzung vorgesehen Google-Konto auf der offiziellen Android Beta Webseite registrieren. Android P wird in der Folge wie ein gewöhnliches OS-Update über die Android-Softwareaktualisierung aufgespielt.

Bei aller Vorfreude auf eine brandneue Android-Hauptversion ist jedoch zu beachten, dass die Installation der Android P Beta auf allen genannten Geräten eine Einbahnstraße darstellt. Wer mit seinem Smartphone also am Beta-Programm teilnimmt, kommt nicht so ohne Weiteres wieder auf eine der stabilen Android 8 Oreo Ausgaben zurück. Sollte jemand von zu vielen Fehlern und Problemen in der Beta abgeschreckt werden, muss das Smartphone erst formatiert und dann manuell mit einer passenden Oreo-Version bespielt werden. Es ist also für die allermeisten Privatnutzer ratsam, die Beta nicht auf einem Smartphone zu installieren, das tagtäglich zuverlässig funktionieren muss.

Android P kommt laut Google unter anderem mit einer ganzen Reihe neuer Features, die gemeinsam dazu beitragen sollen, dass die Nutzererfahrung mit einem Smartphones im Alltag weniger aufdringlich, dafür aber intelligenter ausfällt. So können Anwender beispielsweise ganz einfach alle Benachrichtigung deaktivieren, um im Urlaub, zur Schlafenszeit oder wann immer nötig nicht permanent gestört zu werden. Sie können zudem die Zeit, die in einer App verbracht werden darf, limitieren oder auch die Systemoberfläche bei Nacht automatisch in Grautönen darstellen lassen. Darüber hinaus wartet die Android P Benutzeroberfläche mit einem überarbeiteten Bedienkonzept auf, das sich einiges von dem abgeschaut hat, was sich Apple unter iOS 11 speziell für das iPhone X hat einfallen lassen. Es gibt also beispielsweise auf dem Homescreen die drei seit Jahren bekannten Navigationstasten „Zurück“, „Home“ und „Multitasking“ nicht mehr. Ersetzt werden sie durch eine kleine horizontale Line am unteren Bildschirmrand, von der aus mehrere neue Wischgesten unterschiedliche neue Aktionen auslösen.

Quelle: Google #1, #2