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  3. Windows 8.1 Finale Version steht zum Download bereit


"Wir haben zugehört"

Microsoft hat das Feedback zu dem Windows 8 Betriebssystem aufgenommen und stellt nun rund ein Jahr nach dessen Verfügbarkeit mit Windows 8.1 ein großes Update vor. Wer ein Notebook oder einen PC mit Windows 8 besitzt, kann das Update, je nach Version 2,4 bis 3,6 GB, im Windows Store herunterladen. Der wahrscheinlich vehementeste Ruf der Nutzer war der nach dem Startbutton von Windows 7. Dieser ist nun an den angestammten Platz zurückkehrt. Ein Klick oder Tippen führt in die Modern UI Kacheloberfläche, ein Rechtsklick öffnet das traditionelle Menu, wie man es von Windows 7 kennt. Der Schritt war anscheinend notwendig, genauso wie die Bootoption für den Desktop, doch Microsoft will die Menschen am die Kacheln als Informationsgeber gewöhnen. Diese wurden um zwei Größen erweitert, ganz klein und ganz groß.Die Wetter-Kachel kann beispielsweise mehrere Städte anzeigen, Termine werden direkt dargestellt. Windows 8.1 hält die Daten und Apps auf allen Geräten eines Accounts synchron. Bestimmte Kacheln, deren Apps noch nicht heruntergeladen wurden, sind mit einem Pfeil markiert. Mit einem Fingerwisch nach oben gelangt man in die Übersicht mit allen Apps.

Mit Windows 8.1 hält der traditionelle Startbutton wieder EinkehrBildquelle: notebookinfo | rk
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Windows 8.1: Booten in den Desktop möglich, Rückkehr des Startmenüs

Überarbeitete Mail-App, Kontakte stärker verlinkt

Die Email Anwendung hat Microsoft radikal überarbeitet. Häufige Kommunikation landet automatisch im Favoriten Ordner, das Programm erkennt auch Newsletter und sortiert diese in einen extra Ordner aus. Ebenso können sämtliche Facebook Benachrichtigungen oder die Mails anderer Netzwerke gesondert gesammelt werden. Die Mail-App ist laut Microsoft "schneller, fingerfreundlicher und aufgeräumter".

Auch die Kontakte wurden angepasst. "Wir haben ja ständig mit Menschen zu tun", erklärt Microsoft Manager Boris Schneider-Johne. Die vielen einzelnen Kontakte und Adressen von ein und derselben Person werden nun automatisch verknüpft zu einer Kontaktdatei. Wichtige Personen kann man sich nach wie vor als Kachel auf den Startbildschirm pinnen.

Neue Suche, Hohe Auflösungen und die Skydrive Integration

Noch vor der Anmeldung erlaubt Windows 8.1 nun die Annahme von Skype anrufen, auch die Kamera App kann direkt gestartet werden. "Die Windows 8 Suche war clever - hat nur dummerweise keiner genutzt", gibt Microsoft bei der Vorstellung von Windows 8.1 offen zu. Die Suche funktioniert nun grundsätzlich überall: In Dokumenten, Fotos, Dateien, Apps, Kontakten und auch im Internet über die hauseigenen Suchmaschine Bing. Eine Suche ist nun aktionsorientierter geworden: Gibt man beispielsweise einen Bandnamen oder Musiker ein, kann man sich ohne viel Herumklicken auch Musikstücke anhören - sofern der Xbox Musikdienst diese führt. Der App-Store wurde umgestaltet und bietet nun intelligente Vorschläge für neue Apps, ausgesucht nach den Vorlieben anderer Nutzer oder aber passend zum eigenen Verhalten. Apps selber lassen sich nun im Splitscreen Modus selbst dimensionieren. Je nach Bildschirmgröße passen bis zu vier Apps nebeneinander.

Mit der Unterstützung für hochauflösende Displays, bei Notebooks gibt es derzeit schon Panels mit 3.200 x 1.800 Pixel, erhält Windows 8.1 auch ein Bewusstsein für die Pixeldichte. Diese "DPI-Awareness" skaliert Text, Symbole und Fenster so, dass Sie optimal dargestellt werden, da Windows die physikalische Bildschirmgröße und die Pixelanzahl berücksichtigt. Ein und dieselbe App kann mehrfach nebeneinander aufgerufen werden, es gibt nun eine Kachel für Lesezeichen im Web und Microsoft integriert einen Handsfree-Modus. Man kann im Kochbuch dank der Webkamera so durch das Rezept blättern, ohne Bildschirm und Maus zu berühren.

Eine weitere große Neuerung ist die tiefere Integration vom Microsoft Clouddienst Skydrive. Der Skydrive-Speicher wird dabei behandelt wie lokaler Platz. In der App kann man zwischen einer On- und Offline Ansicht umschalten. Dabei agiert der Speicher durchaus bandbreiten- und platzbewusst. Wer große Mengen an Fotos in der Cloud speichert, muss diese nicht immer zur Gänze lokal verfügbar haben. Microsoft errechnet sogenannte Thumbnails, platzsparende Vorschaubilder so dass in einem gezeigten Beispiel 15,6 GB Fotos in der Cloud nur 191 MB auf dem Rechner belegten. Die Sychronisation lässt sich für alle Inhalte anpassen oder auch deaktivieren. Ist man mit dem Tablet über eine Mobilfunkverbindung im Internet, so erkennt Skydrive auch das und synchronisiert nur auf Wunsch.

All die neuen Features und auch grundlegende Basisfunktionen erklärt Microsoft in einem komplett neuen digitalen Handbuch.

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