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  3. Vaio PCs feiern im Oktober ihr internationales Comeback

Vaio Canvas ZBildquelle: Vaio
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Ohne Sony: Das Tablet Canvas Z wird der erste Vaio-PC sein, den die noch junge Vaio Corp. in Übersee verkauft.

Notebooks, Tablets und PCs, die den bekannten Markennamen Vaio tragen, werden im kommenden Oktober wieder auf die internationale Bühne zurückkehren, vorerst aber noch beschränkt auf den US-amerikanischen und brasilianischen Markt. Das gab die nun unabhängige Vaio Corporation beziehungsweise deren Eigentümer (Japan Industrial Partners, kurz JIP), jetzt bekannt.

Der Name Vaio erlangte in vergangenen Jahrzehnten als Sonys Computer-Marke weltweit Bekanntheit. Aufgrund anhaltend unprofitabler Geschäfte im PC-Markt entschied sich der in einer wirtschaftlichen Krise steckende japanische Elektronikriese aber im Februar 2014 dazu, seine gesamte Vaio-Sparte inklusive Namensrechten an die erwähnte Investorengruppe zu verkaufen. Nach Abschluss des Deals wurde der internationale Verkauf aller Vaio-Produkte gestoppt und der neue Eigentümer legte den Fokus zunächst ausschließlich auf den japanischen Markt. Nun ist laut offiziellen Angaben die Zeit reif für die Marke Vaio, um Schritt für Schritt wieder international anzugreifen.

Der CEO (Chief Executive Officer) der noch jungen Vaio Corp., Yoshimi Ota, gab in einem Interview mit dem Wall Street Journal im Zuge der anstehenden US-Expansion zu verstehen, dass man sich als PC-Hersteller auf kleinere beziehungsweise ganz spezielle Marktnischen konzentrieren werde. Sony habe mit seinen Vaio-Computern zu sehr versucht, Marktanteile um jeden Preis zu gewinnen, anstelle Profitabilität als oberste Priorität auszugeben. Ota nach wird es von Vaio künftig keine günstigen Geräte mehr für den Massenmarkt geben, stattdessen seien unter anderem Profis in der Kreativbranche wie Fotografen oder Designer eine erklärte Zielgruppe. Für wen sich das jetzt wie eine Kopie der Marktstrategie hinter Apples Mac-Geschäft anhört, der liegt genau richtig. Ota spricht sogar offen an, dass kreative Profis weg vom Mac und hin zu einem Vaio-Rechner gelockt werden sollen.

Als erstes neues Produkt mit dem Vaio-Logo soll in den USA das Vaio Canvas Z an den Start gehen. Dabei handelt es sich um ein leistungsstarkes Tablet mit andockbarer Tastatur, Intel Core i7 Prozessor, bis zu 16 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte großer SSD. Das Canvas Z wird ab Anfang Oktober auf dem US-Markt zu Preisen ab 2199 US-Dollar verkauft werden und sowohl in Microsoft Stores als auch online über Vaios US-Webseite erhältlich sein. Für den brasilianischen Markt liegen bislang weder Preis noch Verfügbarkeitsdatum des Geräts vor.

Vaio will mittelfristig allerdings nicht nur als PC-Hersteller, sondern auch als Unternehmen mit weitreichenden Ambitionen in der Technologiebranche erfolgreich sein. Zu den neuen Entwicklungen sollen beispielsweise Kommunikationsgeräte, Automatisierungsanlagen oder Roboter zählen.

Quelle: The Wall Street Journal

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