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Samsung Exynos 8 OctaBildquelle: Samsung
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Exynos 8 Octa: Samsungs neuester Mobil-Prozessor wird wieder im fortschrittlichen 14-Nanometer FinFET Prozess gefertigt.

Samsung hat für viele Branchenkenner überraschend frühzeitig sein nächstes Flaggschiff-SoC für Mobilgeräte angekündigt, den Exynos 8 Octa. Der Exynos 8890 - um genau zu sein - ist der Nachfolger des Exynos 7420, der als Chipsatz in allen aktuellen High-End-Galaxy-Smartphones, darunter das Galaxy S6 und das Note 5, bestens bekannt ist. Es erfordert folglich keine hellseherischen Fähigkeiten, um zu prophezeien, dass der Exynos 8890 sehr wahrscheinlich die nächste Generation der Galaxy-S-Reihe antreiben wird.

Auf den ersten Blick hat der neue Exynos 8890 einiges mit dem Vorgänger gemein. Samsung verwendet wieder das bekannte 4 + 4 big.LITTLE Design von ARM, bei dem vier Cortex A53 Cores als das kleinere und energiesparendere Kern-Cluster zum Einsatz kommen. Bei Inspektion der vier großen Kerne enden dann aber auch schon die Gemeinsamkeiten mit dem Exynos 7420. Samsung verwendet für diese nämlich erstmals eine in Eigenregie entwickelte CPU-Architektur, die das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeiten ist. Der Name eines solchen Kerns lautet Exynos M1. Allzu viel hat Samsung allerdings speziell über den Exynos M1 nicht verraten, klar ist aber, dass er noch immer eng mit ARMs großen CPU-Kernen wie dem Cortex A72 verwandt ist.

Das neue CPU-Design wird dem Exynos 8890 laut Samsung dazu verhelfen, bis zu 30 Prozent mehr Prozessor-Leistung und eine um bis zu 10 Prozent höhere Energieeffizienz als der Exynos 7420 abzuliefern. Damit ist aber natürlich nicht genug. Im kommenden Exynos-Flaggschiff kommt natürlich auch eine neue Grafikeinheit zum Einsatz. Samsung verwendet hier die ARM Mali T880 GPU. Mit wie vielen Recheneinheiten und mit welchen Frequenzen diese aufwarten kann, ist aber noch unbekannt. Samsung verspricht jedenfalls, dass das SoC ein Display mit 4K-Auflösung befeuern kann.

Das letzte Detail, welches Samsung vom Exynos 8890 schließlich noch bekannt gab, ist, dass der Chipsatz mit einem integrierten LTE-Modem daherkommen wird. Dieses neue Modem unterstützt LTE Cat. 12 und 13, was theoretische Download-Geschwindigkeiten von bis zu 600 Mbps und Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbps bedeutet. Interessant ist, dass Qualcomms ebenfalls kürzlich offiziell vorgestelltes High-End-SoC Snapdragon 820 ein LTE-Modem mit derselben Funktionalität mitbringt. Sowohl in Sachen Performance als auch Features dürften sich die beiden Chipsätze also in ein paar Monaten einen spannenden Schlagabtausch liefern.

Wie Samsung bekannt gab, wird der Exynos 8890 bereits ab Ende 2015 in Serie produziert werden. Somit ist klar, dass das SoC schon seit längeren intensiv getestet wurde. Dem Einsatz des neuen Exynos-Achtkerners im für das Frühjahr 2016 erwarteten Galaxy S7 (oder wie auch immer die Südkoreaner ihr nächstes Flaggschiff-Smartphone nennen) sollte demzufolge nichts im Wege stehen.

Quelle: Samsung

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