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Das 14 Zoll-Modell der Latitude-Serie, ab sofort mit der Modellnummer E6410 ist das meistgewählte Businessnotebook bei Dell und macht einen Großteil der verkauften Einheiten aus.

An zweiter Stelle folgt der 15-Zöller E6510 und für den etwas härteren Außeneinsatz gibt es das staub-, wasser- und stoßgeschützte E6410 ATG. Klar, dass sich Dell bei drei so verkaufsstarken Modellen besondere Mühe beim Relaunch gibt. [img:1 center]
An was man alles denken muss...

Nicht aufspringende Laptopdeckel, zu nachgiebige Lautsprechergitter,... Was wir in unseren Tests höchstens als Randnotiz erwähnen würden und was den alltäglichen Betrieb eines Laptops kaum beeinträchtigt, waren für Dell hochernste Themen beim Design der zweiten Generation der Latitude E-Serie. Denn wenn hier die Kunden nicht zufrieden sind, geht den Amerikanern nicht die Möglichkeit durch die Lappen einen, sondern gleich tausende von Laptops zu verkaufen. Die Latitude-Serie richtet sich an Firmenkunden und die kaufen zwar große Stückzahlen, sind aber nun mal anspruchsvoll.

Also springen die Laptopdeckel nun einen Zentimeter auf, wenn man die Verriegelung öffnet und die Lautsprechergitter sind ab sofort aus Aluminium. Neben diesen Detailverbesserungen führt Dell mit seiner neuen Latitude-Generation auch die neuen Intel Core i-Prozessoren ein. Warum das etwas länger gedauert hat, erklärt Frank Dostal, Field Product Manager bei Dell damit, dass Businesskunden gar nicht begeistert davon sind, wenn ein Hersteller ständig seine Produkte austauscht. Wer gerade tausend neue Laptops gekauft hat, will schließlich nachkaufen können, wenn etwas kaputt geht und die allerneueste Hardware brauchen Außendienstmitarbeiter meistens ja auch nicht.

Der globalisierte Laptop

Also hat es 21 Monate gedauert, bevor man die Latitude E-Serie überarbeitet hat. Dabei hat man nicht nur das Äußere leicht angepasst und von der Standardfarbe Schwarz, die vielen Kunden zu anfällig für Fingerabdrücke war, auf Grau gewechselt. Rot und Blau gibt es auf Wunsch ebenfalls. Die Farbwahl verändert allerdings nur den Displaydeckel, Innen bleibt alles beim klassischen Schwarz. Metall ist der Hauptwerkstoff der Latitude Modelle, drei verschiedene Metalle, um genau zu sein. Diese garantieren eine recht dünne und doch sehr stabile Bauweise, wovon wir uns beim ersten Anfassen überzeugen konnten.

Standardisierung ist ebenfalls ein wichtiges Stichwort für Business-Kunden, so wird Dells Latitude E-Serie weltweit in der selben Form angeboten, so dass in multinationalen Firmen jedes Land mit der selben Hardware arbeiten kann. Andererseits fördert Dell auch die Standardisierung innerhalb der Latitude-Familie: Selbst bei unterschiedlichen Produkten aus der Latitude-Familie lassen sich beispielsweise die Netzteile untereinander tauschen. Das kann zwar dazu führen, dass die Akkuladung recht lang dauert, oder das System nicht mit voller Power läuft, wenn man ein schwächeres Netzteil verwendet, aber immerhin kann man überhaupt arbeiten.

Laufzeit und Datenschutz

Neben verbesserten Akkulaufzeiten bietet Dell ab sofort auch spezielle Akkus mit extrem langer Lebenszeit an. Diese haben zwar etwas weniger Kapazität als ihre gewöhnlichen Pendants, dafür nimmt die Laufzeit, die der Akku bei voller Ladung bietet, nur sehr langsam ab. Dell gibt darauf sogar eine Garantie von drei Jahren und garantiert innerhalb dieser Zeit einen Akkutausch. Für Geschäftsleute, die sich gerne von Steckdosen fernhalten und die kräftige Arme haben, gibt es ein Battery-Slice, dass nochmal die volle Größe des Laptops besitzt, an der Unterseite angebracht werden kann und die Laufzeiten natürlich dramatisch verlängert.

Natürlich müssen auch die sensiblen Firmendaten geschützt werden. Dazu integriert Dell einen Freifallsensor, der erkennt, wenn das Gerät sich im Fall befindet und den Lesekopf von der Festplatte entfernt, um Beschädigungen zu vermeiden. Den gibt es zwar auch schon in Notebooks für Privatanwender, allerdings verlegt Dell den Sensor von der Festplatte auf die Hauptplatine. Das hat den Vorteil, dass nicht mehr länger ein spezielles Programm und damit das Betriebssystem gestartet sein muss, bevor der Sensor seine Wirkung entfalten kann. Wer möchte bekommt auch eine vollständig verschlüsselte Festplatte von Dell, damit es Datendieben noch schwerer fällt, sensible Informationen auszulesen.

Komfort und Service

Auch neu, zumindest bei diesen Modellen: Per schnell startendem Linux-Betriebssystem und die spezielle „Latitude On“-Taste lässt sich schnell auf grundlegende Funktionen wie Internetbrowser, Emailprogramm, Kalender oder DVD-Player zurückgreifen. Ob das Betriebssystem im Endeffekt wirklich viel schneller startet, als ein im Ruhezustand befindliches Windows, muss der Test zeigen.

Neben allen Hardwareneuerungen hat Dell auch einige Neuerungen beim Service eingeführt, die es Businesskunden zum Beispiel ermöglichen, ein Datenträgerabbild ihrer gewünschten Softwarekonfiguration auf Dells Homepage hochzuladen, um es dann gleich im Werk auf alle Geräte zu installieren. Administratoren werden sich über Dells umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für das BIOS freuen, sogar das eigene Firmenlogo kann beim Systemstart eingeblendet werden.

Weiterhin gilt: Wer eine ausreichende Stückzahl an Geräten bestellt, der darf gerne auch von den vorgefertigten Ausstattungsvarianten abweichen und bekommt ein Gerät ganz nach seinen Wünschen zusammengebaut. Natürlich gibt es aber für alle Modelle auch vorgefertigte Konfigurationen, die man auf Dells Homepage zusätzlich nach seinen Wünschen kombinieren kann. Die einzige Option, die dabei nicht auftaucht ist USB 3.0, das Dell noch nicht als wichtig ansieht. Intel hat den Standard ebenfalls nicht in seine aktuellen Chipsätze übernommen, vielleicht hat sich Dell davon beeinflussen lassen. Andere Hersteller, beispielsweise HP, bieten den Standard per Zusatzchip trotzdem in aktuellen Business-Notebooks an. Die Zeit wird zeigen, ob das für Dell die nächsten Jahre zu einem Nachteil wird.

Der Liebling der Geschäftsleute - Das Dell Latitude E6410

Das meistverkauftes Business-Notebook bei Dell wird ab sofort mit Zweikernprozessoren der Core i5 und Core i7-Serie angeboten. Bis zu 8 GB RAM und auf Wunsch eine dezidierte NVidia-Grafikkarte NVS 3100M mit 512 GB Speicher lassen sich einbauen. Als Bildschirme stehen zwei entspiegelte 16:9-Displays mit Auflösungen von 1280 mal 800 Pixeln oder 1440 mal 900 Pixeln zur Verfügung.
Wer möchte bekommt eine 500 GB-Festplatte, bis zu 256 GB Speicherplatz auf einer SSD oder eine vollverschlüsselte 250 GB-Platte.
Von der 4 Zellen- bis zur 9 Zellen-Batterie reicht die Spannweite an Akkus, die Dell anbietet. 4 USB 2.0-Anschlüsse, ein 6-in-1-Kartenleser, ein Expresskarten-Slot, ein USB/eSATA-Combo-Anschluss sowie eine Firewirebuchse befinden sich unter anderem im Gehäuse. Mobiles Internet per HSPA inklusive GPS und Bluetooth 3.0 sowie auf Wunsch ein Blu-ray-Laufwerk sind ebenfalls erhältlich.

Darf's ein bisschen mehr sein? - Das Dell Latitude E6510

Mehr Bildschirm und schnellere Prozessoren, das sind die beiden Hauptvorteile des etwas größeren und schwereren 15 Zoll-Modells Latitude E6510. Die Optionen für Grafikkarte, Festplatte und Arbeitsspeicher sind die gleichen wie beim kleineren Schwestermodell.

Beim E6510 bekommt man aber auf Wunsch auch die 4-Kern-Prozessoren der Core i7-Reihe und kann Bildinhalte in höherer Auflösung genießen: Drei verschiedene, entspiegelte Displays mit 1366 mal 768, 1600 mal 900 oder der FullHD-Auflösung 1920 mal 1080 Pixeln stehen zur Verfügung.

Beide Modelle sind, das wird sparsame Manager freuen, nach EPEAT Gold und Energy Star 5.0 zertifiziert.

Wenn's mal zur Sache geht – Das Dell Latitude E6410 ATG

Wer viel im Freien unterwegs ist und dabei seinen Laptop dabei hat, der wird sich über ein gegen Umwelteinflüsse geschütztes Gehäuse ebenso freuen, wie über ein gut lesbares Display. Beides bietet Dell mit dem Latitude E6410 ATG an, das im Hinblick auf die Belastbarkeit sogar den Ansprüchen von militärischen Standards genügt.

Die Hardwareausstattung ist grundsätzlich die selbe wie beim E6410, lediglich die dedizierte Grafikkarte ist nicht erhältlich und die Displays sind andere: 1280 mal 800 Pixel zeigen sie an, sind besonders gut unter hellem Licht lesbar und sind auf Wunsch sogar berührungsempfindlich.

Unser Eindruck

Dell wird mit den Kernmodellen seiner Latitude-Reihe wohl weiterhin auf Erfolgskurs bleiben, dafür sorgt schon die bei Dell von Haus aus hohe Skalierbarkeit der Modelle. Dass die Amerikaner selbst im kleinsten Detail auf die Wünsche ihrer Kunden eingehen, wird wohl ebenfalls viele Unternehmen überzeugen und die neue Ausstattung mit Core i-Prozessoren, Long-Life-Batterien und aktuellen Grafikkarten sichert den Unternehmen die Zukunftsfähigkeit ihrer Investition. Ob Dell einen Fehler macht, indem man kein USB 3.0 integriert, wie es beispielsweise HP in seinen neuen Business-Modellen tut, wird sich zeigen.

Insgesamt baut Dell stabile, schlicht und doch zeitgemäß designte Business-Laptops zusammen, die durch ihre hohe Konfigurierbarkeit wohl die meisten Kunden zufriedenstellen sollten. Wir sind schon mal gespannt, welche Kleinigkeiten Dell bei seiner nächsten Generation von Business-Laptops auf Kundenwunsch verbessert. Die Retro-Fans unter den IT-Managern kommen jedenfalls schon jetzt auf ihre Kosten: Immer noch im Angebot ist die bei Privatkunden kaum mehr bekannte, aber bei Behörden nach wie vor sehr beliebte parallele Schnittstelle.

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