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  3. Notebook aufrüsten Teil 2: Festplatte austauschen

In praktisch allen Notebooks normaler Größe sind Festplatten mit Formfaktor 2,5 Zoll verbaut. Meist nur in Sub-Notebooks und kleinen Netbooks kommen auch Festplatten mit dem Formfaktor 1,8 Zoll zum Einsatz. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist außerdem der Anschlusstyp: Moderne Notebooks verwenden fast immer Festplatten mit S-ATA-Anschluss. Bei älteren Geräten findet man hingegen häufig noch Festplatten mit EIDE-Schnittstelle (auch P-ATA genannt). Wenn das Handbuch Ihres Notebooks und die Informationen auf der Hersteller-Website sich zu Formfaktor und Anschlusstyp ausschweigen, sehen Sie vor der Anschaffung einer Ersatzfestplatte am besten selbst nach – öffnen müssen Sie das Notebook später ohnehin. Bauen Sie die Festplatte komplett aus, und sehen Sie sich die Anschlusspins genau an: Bei zwei Pin-Reihen mit je 20 Stiften über die gesamte Breite handelt es sich um eine EIDE (P-ATA)-Platte, anderenfalls um S-ATA.

Bei dieser Gelegenheit sollten Sie auch die Bauhöhe prüfen: Zwar kommen meist 2,5-Zoll-Festplatten mit einer Bauhöhe von 9,5 Millimetern zum Einsatz, einige besonders kompakte Notebooks benötigen jedoch Festplatten mit einer Bauhöhe von 6,35 Millimetern. Mit den Informationen über Formfaktor, Bauhöhe und Anschlusstyp können Sie nun eine neue, passende Festplatte anschaffen und gegen die ursprüngliche austauschen. Eine Alternative zu herkömmlichen Festplatten stellen Solid State Drives (SSD) dar. Da in SSDs keine mechanischen Teile, wie ein Schreib-Lesekopf,zum Einsatz kommen, arbeiten diese Laufwerke geräuschlos. Aus demselben Grund sind die Laufwerke auch extrem unempfindlich gegen Erschütterungen und Stöße. Die Akkulaufzeit des Rechners wird zusätzlich verlängert, weil Solid State Drives einen geringeren Strombedarf als herkömmliche Festplatten haben. Nachteile sind die – im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten - begrenzte Speicherkapazität und der relativ hohe Preis pro MB Speicher. Lesen Sie dazu unserem Hintergrundartikel Festplatte vs. SSD.

Derzeit existieren zwei Versionen der S-ATA-Schnittstelle, wobei der theoretisch mögliche Datendurchsatz bei der neueren, oft als S-ATA II bezeichneten Schnittstelle doppelt so hoch ist wie bei der ursprünglichen. Eine Festplatte des neueren Standards arbeitet aber auch - dann eben mit halber Geschwindigkeit - an einem S-ATA-Anschluss der ersten Generation.

Alternative: USB-Festplatte
In vielen Fällen muss aber nicht gleich die interne Festplatte des Rechners ausgetauscht werden. Dass ist besonders dann der Fall, wenn diese für die Speicherung von Betriebssystem und Programmen genügend Kapazität bietet. Häufig sind es Daten, wie die MP3-Sammlung, Videos aus dem Internet oder Bilder von der Digitalkamera, die viel Speicherplatz benötigen. Diese lassen sich aber auch bequem auf einer externen Festplatte abspeichern, die dann einfach an den USB-Port des Rechners angeschlossen wird.

Externe Platten im Formfaktor 2,5 Zoll benötigen dabei in der Regel nicht einmal ein Netzteil. Sie beziehen den Strom direkt über den USB-Anschluss des Rechners. So erweitern Sie die Speicherkapazität Ihres Rechners unkompliziert und vor allem ohne Garantieverlust. Sollten die USB-Anschlüsse an Ihrem Notebook knapp werden, empfiehlt sich die Anschaffung eines USB-Adapters. Der wird an einen USB-Port angeschlossen und bietet dann wie ein Mehrfachstecker an der Steckdose weitere USB-Anschlüsse.

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