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  3. MWC 2016: High-End-Smartphone Xiaomi Mi 5 kostet rund 300 Euro

Auf dem Mobile World Congress 2016 hat in dieser Woche Xiaomi mit der Vorstellung des Mi 5 für großes Aufsehen gesorgt. Das Smartphone bietet absolute High-End-Hardware gepaart mit exzellentem Industriedesign.Bildquelle: Xiaomi
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Preisbrecher: Xiaomis Mi 5 wird deutlich günstiger sein als vergleichbare Flaggschiff-Smartphones der Konkurrenz.

Das chinesische Unternehmen Xiaomi hat auf dem Mobile World Congress (MWC) 2016 in Barcelona mit der Vorstellung seines neuesten Flaggschiff-Smartphones Mi 5 für Furore gesorgt. Das Mi 5 ist ein echtes High-End-Gerät, das sich weder in Sachen Design noch Leistungsfähigkeit vor einem der anderen während der Messe angekündigten Topmodelle zu verstecken braucht. Ganz besonders interessant ist das Smartphone aber letztendlich vor allem wegen des Preises: Das Android 6.0 Gerät wird in China ab umgerechnet nicht ganz 310 US-Dollar erhältlich sein.

Xiaomi strebt auf die internationalen Märkte, ist aber noch nicht ganz so weit, um dort tatsächlich andere asiatische Herstellern wie Huawei, LG oder Samsung anzugreifen. Die Präsentation des Mi 5 auf dem MWC war also in erster Linie eine groß angelegte PR-Aktion der Chinesen, um ein internationales Publikum auf die Marke Xiaomi aufmerksam zu machen. Etwas, das als durchaus gelungen bezeichnet werden kann.

Das Xiaomi Mi 5 wird zum Marktstart in drei Speicher- und Farbvarianten erscheinen, wobei die teuerste Ausführung mit 128 Gigabyte Flash-Speicher und - anders als die Modelle mit 32 beziehungsweise 64 Gigabyte Flash-Speicher - einer Rückseite aus Keramik anstelle von Glas aufwartet. Nicht zuletzt deshalb soll es auch als Mi 5 Pro vermarktet werden.

Bei allen Mi 5 Varianten besteht das Gehäuse neben den erwähnten Materialien Glas und Keramik aus Metall. Das Industriedesign ist schlicht, elegant und aufgrund der zu den Seiten hin etwas abgerundeten Rückseite sehr ergonomisch. Unterhalb des 5,15 Zoll großen Full HD Displays (1920 x 1080 Pixel) sitzt wie beim Samsung Galaxy S7 eine mechanische Home-Taste, in der ein Fingerabdruckscanner integriert ist. Aufgeladen wird das Smartphone über einen USB Typ-C Port.

Genau wie das LG G5 wird das Mi 5 von Qualcomms neuem High-End-Chipsatz Snapdragon 820 angetrieben, der allerdings bei der 32 Gigabyte Version nur mit 1,8 Gigahertz taktet, während die maximale Taktfrequenz bei der 64 Gigabyte Ausführung und beim Mi 5 Pro bei 2,15 Gigahertz liegt. Direkt im Snapdragon 820 integriert finden sich eine Adreno 430 Grafikeinheit sowie ein LTE Cat. 12 Modem, neben dem Prozessor stecken 4 Gigabyte LPDDR4-RAM und ein 3000-mAh-Akku im Gehäuse. Zur drahtlosen Kommunikation unterstützt das Gerät Dual-Band-WLAN nach 802.11ac, Bluetooth 4.2, GPS und NFC.

Bei der rückseitigen Hauptkamera des Xiaomi-Flaggschiffs kommt ein Sony-Sensor vom Typ IMX298 zum Einsatz, der mit 16 Megapixel auflöst, eine f/2.0-Blende bietet und von einem fortschrittlichen optischen Bildstabilisator unterstützt wird. Die Frontkamera löst auf dem Papier zwar nur mit 4 Megapixel auf, soll aber von der Verwendung besonders großer Pixel (2,0 µm) profitieren und so auch unter schlechten Lichtverhältnissen ansehnliche Selfies produzieren.

Xiaomi wird das Mi 5 ab März 2016 auf dem Heimatmarkt China in den Farben Schwarz, Weiß und Gold anbieten. Wie eingangs erwähnt liegt der Preis für die 32 Gigabyte Version dort bei bemerkenswerten (in Relation zur gebotenen Hardware) gut 300 US-Dollar, die 64 Gigabyte Ausführung soll nur rund 50 US-Dollar mehr kosten und das Mi 5 Pro mit 128 Gigabyte Speicher gut 410 US-Dollar. Als Betriebssystem läuft auf dem Smartphone Android 6.0 Marshmallow, das vom Hersteller mit der hauseigenen MIUI 7 kräftig angepasst wurde.

Die Chancen, dass das Mi 5 beziehungsweise Mi 5 Pro später auch einmal offiziell nach Nordamerika oder Europa kommt, gehen den Aussagen Xiaomis nach leider gegen Null. Für ihre internationale Expansion brauchen die Chinesen also noch ein wenig Zeit. Das Mobilfunkmodem des Smartphones ist jedoch bereit für den Einsatz in allen wichtigen Netzen der Welt, wodurch ein Import des Mi 5 angesichts des Preises auch hierzulande für den ein oder anderen zu einer interessanten Option werden könnte.

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