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  3. Microsoft: Zwickmühle durch Netbooks

Wie das Wirtschafts-Magazin aus den USA berichtet, hat Microsoft Probleme, weil das Unternehmen die XP-Lizenzen für etwa 15 US-Dollar an die Hersteller abgeben muss. Schließlich kostet ein durchschnittliches Netbook gerade mal zwischen 300 und 400 US-Dollar. Da darf das Betriebssystem nicht zu teuer sein. Auf der anderen Seite müssen PC- oder Notebook-Hersteller pro XP-Lizenz 50 bis 60 US-Dollar an den Gates-Konzern abführen.

Natürlich gibt Microsoft die Lizenzen nicht nur so günstig ab, um die kleinen Rechner billig zu halten. Schwierigkeiten macht vielmehr der Wettbewerb. Schließlich stehen Netbook-Herstellern auch Linux und Googles Android als alternative, günstige Betriebssysteme zur Verfügung.

Auch die zu erwartenden zukünftigen Verkaufszahlen von Netbooks erlauben Microsoft kaum den Rückzug aus diesem lukrativen Geschäft. Die Marktanalysten von Gartner haben gerade vorhergesagt, dass die Anzahl der verkauften Netbooks im laufenden Jahr um 80 Prozent auf 21 Millionen Geräte steigen wird, während die PC-Verkäufe voraussichtlich um 11,9 Prozent zurückgehen werden.

Vom kommenden Betriebssystem Windows 7 plant Microsoft jetzt eine spezielle Starter Edition. Die soll in sofern eingeschränkt sein, dass der Nutzer nur drei Anwendungen gleichzeitig starten kann (Multitasking). Auch grafische Effekte sollen in der Starter Edition stark zurückgenommen werden. Kunden können zusätzliche Funktionen aber gegen Gebühr freischalten und so den Umfang des Betriebssystems selbst bestimmen. Vertreter von Acer und Intel äußerten sich kritisch zu dieser Upgrade-Politik von Microsoft.

Quelle: Wall Street Journal

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