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  3. Microsoft Windows 10: Funktionen, Installation und Preise im Überblick

Microsoft Windows 10 DevicesBildquelle: Microsoft
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Microsoft: Windows 10 ist ab sofort für Desktop-PCs, Notebooks und Tablets erhältlich. Das Upgrade von Windows 7 und 8.1 aus ist kostenlos.

Windows 10 ist endlich da. Die finale Version von Microsofts neuem Desktop-Betriebssystem kann nun auf euren PCs installiert werden. Ebenso stehen bereits Notebooks und PCs zur Verfügung, die ab Werk mit Windows 10 ausgeliefert werden.

Die neuen Produkte: Alle Windows 10 Notebooks im Preisvergleich

Microsoft hat seit Oktober 2014 fleißig Vorschauversionen des neuen Betriebssystems an Teilnehmer des sogenannten Windows Insider Programms verteilt. Was in Sache Design und Funktionen erwartet werden darf, ist also bestens bekannt. Das für Privatanwender wohl Wichtigste bei der Markteinführung von Windows 10 dürfte sein, dass Besitzer einer gültigen Lizenz von Windows 7 oder Windows 8 / 8.1 das Upgrade ein Jahr lang kostenlos erhalten. Was das Betriebssystem an sich betrifft, lässt es sich gut und gerne als die größte Neuerung für PC-Software seit knapp drei Jahren beschreiben. Der Redmonder Softwareriese hat sich zudem dafür entschieden Windows ab sofort als Service zu betrachten, der kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden soll. Im Licht einer turbulenten Entwicklungszeit und angesichts dieser Mammutaufgabe, die sich Microsoft da mit der Kreation eines Betriebssystems, das zugleich für Desktop-PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones geeignet sein soll, selbst gestellt hat, stehen auch jetzt noch diverse Fragen bezüglich Windows 10 im Raum, die wohl erst in den nächsten Wochen vollständig beantwortet werden können.

Microsoft Windows 10: Alle Infos zum Gratis-Update

Windows 10 - Wer bekommt es kostenlos? Wie viel kostet eine Lizenz?

Aber erst mal der Reihe nach. Wie kommt man in Kürze überhaut an Windows 10 ran? Microsoft wird den Download der finalen Version des Betriebssystems als erstes für Windows Insider freigeben. Danach sollen all die bedient werden, die für ein kostenloses Upgrade berechtigt sind und sich dafür angemeldet haben. Die Verteilung an die zweitgenannte Nutzerfraktion wird allerdings in mehreren Wellen erfolgen, weshalb es in diesem Fall unter Umständen bis zu mehrere Tagen dauern kann bis das Herunterladen beziehungsweise Installieren des neuen Betriebssystems auch tatsächlich funktioniert. Microsoft hat sich für diese Veröffentlichungsstrategie entschieden, um einen möglichst problemfreien Start sicherstellen und auf eventuell unerwartet auftretende Probleme kurzfristig reagieren zu können.

Eine große Stärke von Windows 10 kommt allerdings bereits beim Upgrade-Prozess zu tragen. Das Betriebssystem wurde vom Entwicklerteam so konzipiert, dass der Schritt von einer älteren auf die neueste Windows-Version wirklich reibungslos und wie eine unspektakuläre Softwareaktualisierung verlaufen sollte, so lange der dafür verwendete PC die Systemvoraussetzungen von Windows 10 erfüllt. Das kostenlose Upgrade-Angebot kann von allen dazu Berechtigten bis in das nächste Jahr hinein angenommen werden. Zu beachten ist allerdings, dass bevor die Windows 10-Installation möglich wird Windows-7-Nutzer zunächst das Service Pack 1 installiert haben und Windows-8-Nutzer auf Windows 8.1 upgraden müssen. Alles Wissenswerte rund um den Umstieg auf Windows 10 beschreibt Microsoft ausführlich auf dieser Webseite. Wer eine Lizenz des Betriebssystems kaufen muss, der bezahlt für die normale Retail-Version von Windows 10 Home 135 Euro und von Windows 10 Pro 279 Euro.

Microsoft Windows 10 Home: Nutzer werden zu Updates gezwungen

Windows 10 Home und Pro sind auch die beiden für Endverbraucher relevanten Windows 10 Editionen. Insgesamt wird Microsoft von dem Betriebssystem jedoch im Laufe der kommenden Wochen und Monate sieben Editionen veröffentlichen. Windows 10 Home und Pro mache also nur den Anfang, gefolgt von Windows 10 Enterprise und Education ab 1. August sowie den noch nicht mit einem konkreten Veröffentlichungstermin versehenen Ausgaben Windows 10 Mobile, Windows 10 Mobile Enterprise und Windows 10 IoT Core.

Alle Windows 10 Editionen im Überblick

Windows 10 Home für Desktop-PCs, Notebooks, 2-in-1s und Tablets >= 8 Zoll
Windows 10 Pro für Desktop-PCs, Notebooks, 2-in-1s und Tablets >= 7 Zoll
Windows 10 Enterprise für Desktop-PCs, Notebooks, 2-in-1s und Tablets >= 7 Zoll
Windows 10 Education für Desktop-PCs, Notebooks, 2-in-1s und Tablets >= 8 Zoll
Windows 10 Mobile für Smartphones, Tablets < 7 Zoll
Windows 10 Mobile Enterprise für Smartphones, Tablets < 7 Zoll
Windows 10 IoT Core für Embedded Systems

Kommen wir nun aber zu einem deutlich interessanteren Thema, nämlich den Neuerungen von Windows 10. Das Betriebssystem bringt eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche mit, die nach Microsofts Angaben das Beste aus Windows 7 und Windows 8 in sich vereint, sowie mit Hilfe brandneuer Funktionen einen Weg in die Zukunft der PC-Nutzung bereiten soll. Werfen wir also vor dem anstehenden Lauch noch einmal einen Blick auf die vom Softwareriesen am intensivsten beworbenen Features des Betriebssystems.

Die auffälligsten Neuerung von Windows 10


Startmenü:
Nach der von vielen Nutzern ungeliebten Kombination aus Start-Screen und Desktop in Windows 8.1 feiert Microsoft bei Windows 10 die Rückkehr des Startmenüs. Dieses neue Startmenü unterscheidet zwar in einigen Punkten entschieden von dem aus Windows 7 bekannten, in der linken unteren Ecke des Desktops finden sich nun aber wieder alle wichtigen Funktionen und häufig genutzte Programme mit einem einzigen Klick. Ein weiterer Klick auf "Alle Apps" öffnet eine alphabetisch sortierte Programmliste.

Die rechte Seite des Startmenüs setzt sich aus den von Windows 8 her bekannten Live Tiles (oder Kacheln) zusammen, animierten App-Symbolen also. Diese sind wieder in vier Größen einstellbar und können ganz nach Vorliebe des Nutzers angeordnet oder auch entfernt werden. 
Für alle die überhaupt nichts mit den App-Kacheln anfangen können, gibt es auch die Möglichkeit, alle jene zu löschen und das Startmenü auf eine einspaltige Darstellung zusammenzuschieben. Beim Umstieg von Windows 7 auf Windows 10 werden laut Microsoft alle Startmenü-Einstellungen übernommen.

Mehr Übersicht auf dem Desktop:
Wie seine Vorgängerversionen wartet Windows 10 neben dem Startmenü mit dem klassischen Desktop und einer Taskleiste auf. Microsoft hat allerdings eine neue, sehr schlichte Designsprache entwickelt, die nun das gesamte System durchzieht und von der wenig kapriziösen Oberfläche von Windows Phone inspiriert zu sein scheint. Passend dazu gibt es im neuen Microsoft-Betriebssystem nun auch ein aus der Smartphone-Welt bekanntes Info-Center, das per Mausklick auf ein Icon ganz rechts in der Taskleiste oder per Wischgeste vom rechten Bildschirmrand geöffnet werden kann und dem Anwender wichtige Systeminformationen anzeigt oder den Schnellzugriff auf häufig genutzte Funktionen erlaubt.

Komplett umgekrempelt hat Microsoft in Windows 10 auch die Taskansicht. Per Klick auf das extra dafür prominent auf der Taskleiste platzierte Symbol oder via Wischgeste mit drei Fingern werden alle geöffneten Programme nebeneinander angezeigt. Ein schneller Wechsel zwischen unterschiedlichen Apps wird so zum Kinderspiel. Brandneu ist darüber hinaus die Unterstützung sogenannter virtueller Desktops. Mit einem Klick auf "Neuer Desktop" in der Taskansicht können sich Nutzer auf Wunsch einen neuen Arbeitsbereich generieren lassen. Das soll vor allem für mehr Übersicht sorgen. In dieselbe Kerbe schlägt auch das Feature "Snap Assist", mit dem sich Programmfenster schnell und umkompliziert auf dem Schirm anordnen und fixieren lassen.

Microsoft Edge, der neue Browser:
Mit Windows 10 geht auch die langjährige Geschichte des Internet Explorer zu Ende. Microsoft liefert das Betriebsystem mit einem von Grund auf neu entwickelten Browser namens Edge aus. Edge ist deutlich schlanker und flotter als der in die Jahre gekommene, überfrachtete Internet Explorer und bringt ein paar Features mit, die ihn auf Augenhöhe mit anderen modernen Browsern auf dem Markt stehen lassen.


Neben der Geschwindigkeit beim Surfen durchs Netzt die wohl wichtigsten Funktionen des neuen Edge-Browsers sind der Lesemodus, Cortana-Integration und die Möglichkeit, Webseiten mit einem Digitalisierstift oder per Finger mit Markierungen oder Kommentaren zu versehen und diese mit anderen zu teilen.

Hi, ich bin Cortana:
Nach Windows Phone hat Microsoft die digitale Assistentin Cortana auch tief in Windows 10 implementiert. Mit Cortana lässt sich entweder durch Texteingabe in das Suchfeld auf der Taskleiste oder schlicht und einfach durch Sprachbefehle interagieren. Die Software legt Termine an, sucht im Internet oder öffnet Programmen, gibt den Wetterbericht aus und erledigt sogar Rechenaufgaben. In der aktuellen Fassung gibt es aber noch einige Wermutstropfen bei der Interaktion mit Cortana. So werden viele Anfragen beispielsweise nur mit Bing-Suchergebnissen beantwortet.


Um die Sprachassistentin überhaupt nutzen zu können, muss ein Microsoft-Konto zur Anmeldung an Windows 10 verwendet werden. Die von Cortana gesammelten Nutzerdaten werden dort gespeichert und können online vom Anwender verwaltet werden.

Windows Hello soll Passwörter obsolet machen:
Ein besonders wichtiger, aber in der Berichterstattung häufig etwas zu kurz kommender Bestandteil von Windows 10 sind die neuen Sicherheitsfunktionen. An erster Stelle ist diesbezüglich ein Feature mit der Bezeichnung Windows Hello zu nennen. Windows Hello erlaubt Windows 10 die biometrische Identifikation des Nutzers, was beispielsweise durch Gesichtserkennung oder einen Fingerabdruckscan geschehen kann.


Microsofts neues Betriebssystem unterstützt aus diesem Grund ab Werk biometrische Sensoren und 3D-Kameras. Um Windows Hello allerdings auch tatsächlich in gewünschter Form und komplettem Umfang nutzen zu können, wird natürlich entsprechende Hardware benötigt. Mit dem Gesichtserkennungsfeature sind etwa Intels RealSense 3D-Kameras kompatibel. Auf einige Geräte, die mit dieser Technologie ausgestattet und somit schon heute mit Windows Hello kompatibel sind, machte Intel kürzlich aufmerksam.

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