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Microsoft will LinkedIn kaufen. Der US-Softwareriese bietet über 26 Milliarden US-Dollar für das Karriere-Netzwerk und der Deal soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.Bildquelle: Microsoft
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Übernahme-Deal: Microsoft will tief in die eigenen Taschen greifen, um sich das Karriere-Netzwerk LinkedIn zu sicher.

Microsoft hat heute angekündigt, das Karriere-Netzwerk LinkedIn für 26,2 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Vergleichbar mit dem in Deutschland bekannteren Sozialen Netzwerk Xing bietet LinkedIn seinen Nutzern die Möglichkeit, in einem persönlichen Profil über die eigenen Qualifikationen und den beruflichen Werdegang zu informieren, nach neuen Jobs beziehungsweise beruflichen Optionen zu suchen oder mit anderen zu kommunizieren. Die Verwaltungsräte von Microsoft und LinkedIn haben dem Deal offiziellen Angaben nach bereits zugestimmt. Es fehlt allerdings noch das grüne Licht der LinkedIn-Aktionäre und der zuständigen Aufsichtsbehörden.

Mit dem Gebot jenseits der 26 Milliarden US-Dollar Marke wird Microsoft schlussendlich wohl um einiges mehr für das Karriere-Netzwerk bezahlen als dieses an der Börse wert ist - vorausgesetzt die Übernahme geht wie geplant bis Ende des Jahres über die Bühne. Der Schlusskurs von LinkedIn am vergangenen Freitag lag bei 131,08 US-Dollar pro Aktie, Microsoft bietet 196 US-Dollar.

Welche Erwartungen und Ziele Microsoft mit der Übernahme von LinkedIn detailliert verbindet und wie die Dienste der beiden Unternehmen zukünftig miteinander verwoben werden sollen, ist im Moment noch nicht spruchreif. Sowohl Microsoft-CEO Satya Nadella als auch LinkeIn-Chef Jeff Weiner sprachen aber von großem Wachstumspotential, welches sich aus der Zusammenführung von Microsofts Cloud- und Office-Angeboten und den Möglichkeiten des sozialen Netzwerk ergebe. Nadella deutete außerdem neue Monetarisierungsoptionen durch Abo-Angebote für Nutzer und Organisationen oder individualisierte Werbung an.

LinkedIn ging 2003 an den Start und ist seit 2011 an der Börse notiert. Laut vorliegender Informationen soll das Karriere-Netzwerk auch nach der abgeschlossenen Übernahme durch Microsoft weiter unabhängig operieren und von Jeff Weiner geführt werden, der dann aber natürlich Nadella direkt unterstellt sein wird.

Quelle: Microsoft

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