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  3. Microsoft: Neuartiges Bedienkonzept für Smartphones vorgestellt

Microsofts Forschungsabteilung hat jüngst in einem Video ein innovatives Bedienkonzept für Mobilgeräte gezeigt. Der Softwareriese bezeichnet die Technologie als Pre-Touch Sensing und verfolgt damit ein ähnliches Ziel wie Apple mit 3D Touch.Bildquelle: Microsoft
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Neue Interaktionsmöglichkeiten: Künftige Microsoft-Smartphones könnten sich dank Pre-Touch Sensing auch kontaktlos bedienen lassen.

In Microsofts Tüftelwerkstatt wird an einem neuartigen Bedienkonzept für Smartphones namens „Pre-Touch Sensing“ gearbeitet. Die Technologie, die Interaktion mit einem Touchscreen im dreidimensionalen Raum ermöglicht, sollte schon einmal in ähnlicher Form zusammen mit einem Lumia Smartphone, das in der Gerüchteküche nur unter dem Codenamen „McLaren“ bekannt war, zur Marktreife kommen, allerdings wurde das Gerät noch vor der Veröffentlichung eingestampft. In einem Video demonstriert Microsoft nun, was mit Pre-Touch Sensing möglich ist.


Von so manchem mag das, an dem Microsoft da arbeitet, etwas vorschnell mit Apples 3D Touch Technologie verglichen werden, welche beim iPhone 6s und iPhone 6s Plus zum Einsatz kommt. 3D Touch eröffnet für Anwender durch die Verwendung von drucksensitiven Sensoren ebenfalls neue Interaktionsmöglichkeiten mit einem Touchscreen. Jedoch demonstriert das Microsoft-Video deutlich, dass Pre-Touch Sensing – wenn es denn schlussendlich so funktioniert wie gezeigt - weit über das hinausgeht, was aktuell mit 3D Touch erreicht werden kann.

Zunächst einmal ist zu sagen, dass Microsofts Technologie ganz ohne direkten Kontakt zwischen Finger und Touchscreen diverse Interaktionsmöglichkeiten bietet. Außerdem werden verschiedene Anwendungsszenarien automatisch durch Sensoren erkannt, also beispielsweise, ob der Anwender das Gerät einhändig bedient oder es mit zwei Händen hält, und wie weit entfernt vom Display sich ein Finger befindet.

All diese Features führen dazu, dass die Pre-Touch Sensing Technologie mehrere Vorteile gegenüber herkömmlicher Interaktion mit einem Touchscreen bietet. Das Interface kann sich etwa automatisch so anpassen, dass es einmal besser für Einhand- und einmal besser für Zweihand-Bedienung geeignet ist, oder aber Bedienelemente werden nur dann angezeigt, wenn sich ein Finger in bestimmter Entfernung zum Bildschirm befindet.

Die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten, mit denen Microsofts Research Lab bislang experimentiert hat, lässt sich in dem Video recht gut nachvollziehen. Für die Microsoft-Ingenieure ist das Ganze allerdings derzeit noch nicht mehr als ein Experiment. Ob und, wenn ja, wann ein Gerät mit dieser Technologie tatsächlich auf den Markt kommen wird, ist im Moment noch völlig unklar.

Quelle: Microsoft (Research Blog)

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