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  3. Hands On: Das LG G3 mit Laserfokus und QHD-Display ausprobiert

Wir haben uns das LG G3 vor Ort in London angesehen.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
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Vor Ort: Wir waren in London uns haben uns nach der Präsentation das neue LG G3 genauer angesehen.

LG hatte es während der Präsentation bereits deutlich gesagt, dass auch bei Displays der typischen Größe eines Smartphones die Unterschiede zwischen Full HD und Quad HD ersichtlich sind. Ebenso hatte das Unternehmen wert darauf gelegt, dass durch den extrem schmalen Rahmen das 5,5-Zoll Modell dennoch gut bedienbar bleiben soll. Unsere ersten Eindrücke bestätigen dies, denn das G3 liegt sehr gut in der Hand und lässt sich trotz des großen Bildschirms noch sehr bequem und einfach bedienen. Es lässt sich sicher darüber streiten, ob ein Smartphone wirklich ein QHD-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel benötigt, klar ist aber das die Auflösung eine echte Wucht ist und das Display obendrein sehr farbenfrohe Darstellungen erlaubt. Bezüglich der Helligkeit und Akkulaufzeit können wir uns aber erst ein endgültiges Bild machen, sobald wir ein Testgerät in unserer Redaktion zur Verfügung haben werden. Bis dahin müssen wir also hoffen, dass die Softwareanpassungen von LG und der 3.000 mAh große und austauschbare Akku ausreichen.

Das Gehäuse, die Frage rund um Metall oder Metallic-Optik und das neue Quick Circle Case

Im Voraus gab es viele Spekulationen darum, ob die Rückseite des G3 aus Metall sein würde oder nicht. Die Präsentationen und das Hands-On haben aber endgültig gezeigt, dass die Rückseite aus klassischem Kunststoff gehalten ist. Die Rückseite ist dabei aber durchaus sehenswert und das in allen drei in Europa erhältlichen Farbvariationen. Das spezielle Finish in Metallic Optik hat uns zumindest sehr gut gefallen. Die Wertigkeit stimmte dadurch und auch hässliche Fingerabdrücke waren bei der schwarzen Version nach Benutzung nicht zu sehen.

Der berühmte rückseitige Taster (Rear Key) steht nun weniger weit heraus, als dies noch beim G2 der Fall war, außerdem wurde die Oberfläche und Form leicht verändert, was den Bedienkomfort weiter verbessert. Eine weitere Besonderheit ist das spezielle Cover (Quick Circle Case) für das G3 mit seinem runden Sichtfenster. Klappt man dieses zu wird etwa das Wetter dargestellt und die Uhrzeit. Für die Darstellungsoptionen in diesem Bereich lassen sich auch diverse Anpassungen vornehmen, selbst Fotos können so schneller aufgenommen werden, dabei wird der Bildausschnitt direkt in dem kleinen runden Fenster dargestellt.

Software Extras und Sicherheit beim G3

Auf dem G3 findet sich selbstverständlich die aktuellste Android Version 4.4.2 KitKat vorinstalliert wieder. LG hat diese aber erneut mit der eigenen Oberfläche optisch und auch funktionstechnisch angepasst bzw. erweitert. Anders als beim G2 ist die Oberfläche des G3 weniger bunt und verspielt und orientiert sich mit seinem flachen Design eher an iOS 7. Beim ersten Blick auf die Oberfläche haben uns die Änderungen in jedem Fall zugesagt. Einen extremen Stromsparmodus a la HTC One M8 findet sich im LG G3 nicht wieder, dafür passt der normale Stromsparmodus allerdings Displayhelligkeit, Bildwiederholungsrate, CPU-Leistung und andere Aspekte an das laufende Geschehen an. Bei der Software-Tastatur hat LG ebenfalls ein paar Neuerungen eingebaut. So können Tippfehler durch eine Wischgeste auf die Leertaste schneller ausgebessert werden. Wer sich vertippt muss also lediglich über die Leertaste streichen und kann so den Cursor schnell an die richtige Stelle für die Korrektur bewegen, somit entfällt das lästige und häufig unpräzise Verschieben des Cursors mit dem Finger. Die intelligenten Notizen sollen außerdem das Leben erleichtern, den wirklichen Praxisnutzen können wir aber erst testen, wenn wir das Smartphone auch für längere Zeit im Einsatz hatten. Als Beispiel gibt es hier etwa die Info an den Nutzer dafür, dass es demnächst anfangen soll zu regnen, wodurch dieser an einen Regenschirm erinnert werden soll.

Beim Thema Sicherheit will LG ebenfalls punkten, sei es mit mehr Variationen für die Knock Codes zum entsperren des Bildschirms oder dem komplett neuen Kill Switch, welcher nicht nur die Daten, sondern das Gerät für den Dieb unbrauchbar machen soll und das via Fernzugriff. Dateien lassen sich außerdem verschlüsseln, um so den Zugriff durch Fremde oder auch nur Gäste oder Freunde zu unterbinden die etwa mit dem Smartphone telefonieren möchten. Inwiefern diese Funktionen aber praxistauglich sind, lässt sich an dieser Stelle noch nicht beurteilen, hierfür müssen wir das Gerät erst unter Testbedingungen genauer unter die Lupe nehmen.

Kamera mit verbesserten Bildstabilisator und Laserautofokus

Gespannt sind wir auch auf echte Testfotos mit der 13 Megapixel Kamera samt dem neuen Laserautofokus. Somit muss der Nutzer nun nicht mehr erst fokussieren und dann erst den Auslöser drücken, sondern sofort nach dem Fokussieren schießt die Kamera im G3 direkt das Bild. Der neue Laserfokus und der verbesserte Bildstabilisator sollen dabei helfen die Aufnahmen weniger zu verwackeln und auch bei ungünstigen Lichtbedingungen bessere Ergebnisse zu erzielen. Die ersten Fotos vor Ort in der Testumgebungen haben uns zwar auf dem QHD-Display des Smartphones selbst gut gefallen, dies alleine ist aber noch nicht gut genug, um die endgültige Qualität der Aufnahmen beurteilen zu können. Gleiches gilt für Videoaufnahmen in QHD und die Soundqualität des neuen Mono-Lautsprechers mit 1 Watt.

Das LG G3 kommt in Südkorea am 28. Mai in den Handel, dort wird es auch noch weitere Farbvarianten neben Mettalic Schwarz, Weiß und Gold geben. In Europa können wir wohl im Juli mit dem G3 rechnen, der Preis sollte dabei bei rund 549 Euro für die 16 GB Variante mit 2 GB RAM und bei 599 Euro für die 32 GB Version mit 3 GB RAM liegen. Weitere Infos zu den genauen technischen Details findet ihr auch in unser gestrigen News.

Der erste Eindruck des LG G3 ist in jedem Fall sehr positiv, auch wenn weder das vermutete Gehäuse aus Metall noch der Snapdragon 805 verbaut wurden. Die Wertigkeit stimmt auch so, dass Smartphone dürfte von der Performance her auf Augenhöhe mit der neuesten Konkurrenz von Sony, HTC und Samsung sein und die Software-, sowie Kameraverbesserungen und das QHD-Display sind in jedem Fall schon jetzt nach den ersten kurzen Eindrücken potenzielle Highlights.

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