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Google I/O 2017: Erste Android O Beta im Anmarsch (Bild 1 von 1)Bildquelle: Google
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Android O: Google hat zwar den Beginn der Beta-Phase für die neue Android-Hauptversion ausgerufen, verzichtet aber weiter darauf, die offizielle Bezeichnung zu verkünden.

Zum heutigen Auftakt seiner Entwicklerkonferenz I/O 2017 hat Google neue Einzelheiten zur nächsten Android-Hauptversion verraten. Das weiterhin nur unter dem Arbeitstitel Android O bekannte Betriebssystem für Smartphones und Tablets soll bis zum Ende dieses Sommers fertiggestellt werden. Ab sofort befindet sich Android O außerdem offiziell in der Beta-Phase.

Eine lange Liste der neuen Features von Android O hatte Google bereits Ende März dieses Jahres vorgelegt als auch die erste Developer Preview Version für die Entwicklergemeinde zum Download freigegeben wurde. Nun hat der Internetriese die I/O-Keynote genutzt, um sowohl bislang unbekannte Details zum Betriebssystem zu nennen als auch eine erste Beta-Version anzukündigen. Diese wird nicht nur von Entwicklern sondern auch von Privatnutzern mit einem aktuellen Nexus- oder Pixel-Gerät über die bekannte Webseite des Android Beta Programms zu beziehen sein.

Die während der Keynote gezeigten Neuerungen von Android O wurden in zwei Themenbereiche mit den Überschriften „Fluid Experiences“ und „Vitals“ eingeteilt. Zur ersten Kategorie gehören Anpassungen an der Benutzeroberfläche, die für ein komfortableres Nutzererlebnis sorgen sollen, zur zweiten hingegen Optimierungen unter der Oberfläche, von denen sich Google mitunter sowohl bessere Performance als auch Akkulaufzeit verspricht.

Einer der neuen visuellen Akzente, die Android O dem Nutzer präsentiert, ist etwa die Unterstützung von sogenannten App-Badges, die seit langem von Apples iOS her bekannt sind. Allerdings wird unter Android O über der rechten oberen Ecke eines App-Symbols nicht die Anzahl der für eine App eingegangen Benachrichtigung angezeigt, sondern lediglich ein kleiner grauer Punkt. Um zu erfahren, wie viele Benachrichtigungen vorliegen, muss die App also geöffnet werden. Der Nutzer hat aber ebenso die Möglichkeit, das Icon etwas länger anzutippen, um so direkt mit der zuletzt eingegangenen Benachrichtigung zu interagieren.

Weitere Komfort-Features der nächsten Android-Version sind die aus Chrome bekannte Funktion zum automatischen Ausfüllen von Textelementen (beispielsweise die eigene Adresse) für alle Apps und eine intelligentere Textauswahl. Außerdem gezeigt wurde heute der Bild-in-Bild-Modus von O, der beispielsweise während dem Lesen einer Webseite das Abspielen eines Videos in einem kleinen Fenster erlaubt.

Noch wichtiger als diese kleinen Anpassungen an der Oberfläche werden für Nutzer aber wohl die „unsichtbaren“ Neuerungen der Vitals-Kategorie sein. Google verspricht hierdurch bessere Akkulaufzeit, höhere Sicherheit und Stabilität sowie eine kürzere Boot-Zeit. Letztere soll beispielsweise durch die am Android-Kernel vorgenommen Anpassungen nur noch rund halb so lange ausfallen wie noch unter Android 7 Nougat.

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