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  3. Google: Chrome Browser in finaler Version 22 veröffentlicht

Vier Jahre nachdem der Google Chrome Browser das Licht der Welt erblickte, geht er nun in die 22. Runde. Die finale Version schließt insgesamt 15 kritische Sicherheitslücken. Google zahlt jedem, der eine Sicherheitslücke meldet zwischen 500 und 10.000 US-Dollar. Eine neue PPAPI-Schnittstelle soll für mehr Sicherheit und Stabilität sorgen. Dabei wird die Einbindung von Flash komplett umgekrempelt. Ab sofort läuft Adobes Software zur Darstellung von Multimedia-Inhalten in einer eigenen, abgesicherten Sandbox-Umgebung. Sollte es zu einem Fehler kommen, läuft der Browser weiter und hängt sich nicht an dem abgestürzten Flash auf. Auch der Grafikkartenchip wird nun zur Darstellung von Flash-Inhalten genutzt, was einen schnelleren Seitenaufbau zur Folge hat.

Für Computerspieler interessant ist eine neue Schnittstelle, die den Browser in eine Spiele-Plattform umwandelt. Mit Pointer Lock API ergibt sich die Möglichkeit innerhalb eines First-Person-Shooter-Szenarios mit der Maus zu spielen. Dafür wird die Maus „eingefangen“ und funktioniert auch wenn der Zeiger den Browser-Bereich verlässt. Mozilla hat eine Demo namens „BananaBread“ entwickelt, die allein durch den Einsatz von JavaScript, HTML und WebGL realisiert wurde. Sie läuft ohne zusätzlich zu installierende Plug-Ins. Spiele-Entwickler werden in Kürze neue Gamer-Apps realisieren können die direkt im Browser laufen. Auch optisch wurden einige Änderungen in der neuen Chrome Version realisiert. Der neue Browser bietet eine Anpassung an Apples Retina-Display und Flash-Inhalte werden auch unter der neuen Microsoft Windows 8 Oberfläche wiedergegeben. Anstelle des bisher vertrauen Schraubenschlüssel-Icons für das Einstellungsmenü erscheinen nun drei horizontale Balken und ein „Über Google Chrome“ Fenster, welches einem auf einen Blick in einem neuen Tab die installierte Chrome Versionsnummer anzeigt.

Von den Neuerungen ausgeschlossen sind nun aber Besitzer des Apple Betriebssystems Leopard (Mac OS X 10.5). Google stellt die Unterstützung des mittlerweile fünf Jahre alten Systems mit der Chrome Version 22 endgültig ein. Je nach den ausgewählten Einstellungen wird das Update automatisch eingespielt. Es kann aber auch auf der Google Seite per manuellen Download bezogen werden.

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