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  3. Geburtstag: Das Notebook wird 30

Der Osborne 1 gilt als Vorläufer moderner Note- und Netbooks. Er war der erste Computer, der sich verstauen und transportieren ließ. Allerdings brauchte es dafür mehr als nur ein bisschen Kraft. Denn mit 10,7 Kilogramm war der Computer kein Leichtgewicht. Wie ein Notebook sah der transportable Computer allerdings kaum aus. Zusammengeklappt glich er mehr einem Nähmaschinenkoffer. Geöffnet sah er aus wie ein Messgerät. In der Mitte steckte ein kleiner 5-Zoll-Röhrenmonitor. Rechts und links daneben befanden sich Floppylaufwerke. Sämtliche Erweiterungsanschlüsse befanden sich vorne unter dem Monitor und den Laufwerken. Damit waren sie zwar leicht zugänglich, doch müssen die Kabel beim Tippen sehr gestört haben.

Als Prozessor rechnete ein Zilog Z80 mit vier Megahertz Arbeitstakt. Der Arbeitsspeicher fasste 64 Kilobyte. Das Betriebssystem CP/M war plattformunabhängig, seinerzeit ebenfalls ein Novum.

Den Osborne 1 kostete 1.795 US-Dollar. Er war zwei Jahre erhältlich. Danach ging die Firma bankrott. Der Grund soll darin gelegen haben, dass Firmengründer Adam Osborne den Nachfolger lange bevor dieser lieferbar war, intensiv angepriesen hat. Daraufhin warteten die Kunden ab, ohne das alte Gerät weiter zu kaufen. Folge: Der Firma ging das Geld aus. Die Computerbranche nennt dieses Verhalten heute noch Osborne-Effekt.

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