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Wiko Fever Dual SIM Einschätzung – Preishammer mit leuchtendem Rahmen

Das Wiko Fever Dual SIM bietet auf den ersten Blick ein unschlagbares Paket für den Preis von derzeit unter 200 Euro. Octa-Core-Prozessor, drei Gigabyte Arbeitsspeicher, eine 13-Megapixel-Kamera und LTE sind nur einige der Features des Preisleistungs-Hammers. Doch zeigt das Gerät auch Schwächen?

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Wiko Fever Dual SIM 4G schwarz/Champagner

Das Gehäuse des Wiko Fever Dual SIM besteht aus weißem bzw. schwarzem Kunststoff und wiegt 143 Gramm. Der glatte Kunststoff macht das Smartphone etwas rutschig, so dass man es besser fest hält. Der schicke Metallrahmen hinterlässt einen wertigen Eindruck. Darüber hinaus leuchtet der Rahmen auch im Dunkeln und ohne Strom, weil er fluoreszierende Materialien enthält. Ob das der Gesundheit zuträglich ist, ist wohl fraglich, der Effekt jedenfalls ist nett anzusehen, aber eher als Spielerei abzutun. Die Display-Diagonale von 5,2 Zoll liegt im Trend, das Display löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf und entspricht damit dem Full-HD-Standard. Die Pixeldichte von 423 ppi liefert dabei eine detailreiche und treppchenfreie Anzeige, die man in dieser Preisklasse so sonst nicht erwartet. Ein IPS-Panel sorgt für ein blickwinkelstabiles Anzeigebild, die Helligkeit könnte allerdings etwas höher sein. Die Farbabweichungen fallen insbesondere bei Graustufen auf. Geschützt wird der Bildschirm von besonders kratzfestem Gorilla Glass 3.

Mit dem Wiko Fever Dual SIM besinnt sich Wiko wieder auf alte Tugenden und verwendet einen Chipsatz von Mediatek. Dessen Prozessoreinheit besitzt gleich acht Cortex-A53-Kerne, die mit einer Taktfrequenz von jeweils 1,3 GHz betrieben werden. Damit erreicht das Wiko Fever Dual SIM im Alltag eine gute Leistung,Ruckler und Hänger sind nicht auszumachen, selbst beim Wechsel zwischen größeren Apps. Das liegt sicherlich auch an dem verhältnismäßig großen Arbeitsspeicher, der mit drei Gigabyte mehr Kapazität liefert als teilweise deutlich teurere Smartphones der Konkurrenz. Der Grafikchip vom Typ ARM Mali-T720 mit drei Grafikkernen hingegen kann mit dem flotten Prozessorgespann nicht mithalten, was sich an niedrigen Frameraten in anspruchsvollen Spielen wie Asphalt 8 bemerkbar macht. Gelegenheitsspiele wie Angry Birds hingegen laufen ohne Probleme. Der integrierte Akku hat eine Kapazität von 2.900 mAh. Doch wegen des stromhungrigen Displays und des kaum weniger akkuzehrenden Octa-Core-Prozessors erreicht das Wiko Fever Dual SIM nur eine unterdurchschnittliche Laufzeit.

Die Kamera des Wiko Fever Dual SIM bietet mit 13 Megapixeln eine verhältnismäßig hohe Auflösung für ein so günstiges Smartphone. Die Aufnahmen sind besonders tagsüber natürlich und detailreich, auch wenn die Schärfe etwas höher liegen könnte. Das Bildrauschen hält sich angenehm im Hintergrund, es sei denn das Umgebungslicht ist nicht ausreichend. Mit dem integrierten LED-Blitz können Personen bei nächtlichen Nahaufnahmen ausgeleuchtet werden, doch reichen die Qualitäten der kleinen Lampe nicht an die eines echten Blitzes heran. Die Selfie-Cam bietet eine Auflösung von fünf Megapixeln. Videos zeichnet die Hauptkamera auf der Rückseite in FullHD und mit 30 Bildern pro Sekunde auf.

Als Betriebssystem kommt Google Android 5.1 alias Lollipop zum Einsatz. Wiko hat die Standardoberfläche von Google nur dezent angepasst, so dass weniger Ressourcen gebunden werden als bei ausladenden Nutzeroberflächen wie TouchWiz von Samsung oder EmotionUI von Huawei. Der integrierte Speicher ist 16 Gigabyte groß und kann um bis zu 64 Gigabyte erweitert werden. Damit stehen dem Nutzer insgesamt bis zu 80 Gigabyte zur Verfügung, abzüglich dem Speicherplatz für das Betriebssystem sowie vorinstallierte Programme. Im Internet ist man dank LTE-Unterstützung mit bis zu 150 Mbit/s unterwegs.

Im Fazit betrachtet hat derzeit kaum ein anderes Smartphone mehr Features pro Euro zu bieten, wie das Wiko Fever Dual SIM. Überzeugen können insbesondere die hohe Leistung, das knackscharfe Display und zum Teilen auch die Kamera. Schwächen hingegen gibt es in Punkto Akkulaufzeit und bei der Materialwahl: Das glatte Plastik rutscht leicht aus der Hand. Der zweite SIM-Slot und der leuchtende Rahmen sind nette Dreingaben, doch selbst ohne diese Features ist das Wiko Fever Dual SIM ein interessantes Smartphone, nicht nur für Sparfüchse.

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