1. Startseite
  2. News
  3. Lenovo E31-80 Einschätzung - Wo neu drauf steht, ist nicht immer neu drin

Lenovo E31-80 Einschätzung - Wo neu drauf steht, ist nicht immer neu drin

Die Lenovo E31-80 Notebook-Serie folgt dem Lenovo E31-70, das vorwiegend positive Resonanz erfuhr, als preiswertes, stabil gebautes und zuverlässiges Ultrabook, das sich problemlos für die Arbeit unterwegs eignet. Das Lenovo E31-80 knüpft an, man könnte sagen, macht alles genau so, arbeitet nun jedoch mit Prozessoren der Skylake-Serie von Intel. Ob das als Kaufargument reicht?

Lenovo E31-80 Einschätzung - Wo neu drauf steht, ist nicht immer neu drinNotebookinfo.de

Lenovo E31-80 80MX0095GE

Das Lenovo E31-80 kommt als 1,59 kg leichtes Ultrabook im 13,3-Zoll-Format daher und ist daher als besonders kompakt zu bezeichnen. Sicherlich gibt es Geräte, die noch wesentlich dünner sind, als das Lenovo E31-80, doch leicht zu transportieren ist das Notebook allemal. Das Gehäuse des besteht praktisch vollständig aus Kunststoff, der Deckel weist eine leichte Gummierung auf. Das Notebook fühlt sich robust an, wenn auch weit weniger hochwertig als Ultrabooks mit Metallgehäuse. Im Vergleich zu den ThinkPad Notebooks ist das Lenovo E31-80 deutlich schlanker. Das Display-Scharnier des Lenovo E31-80kann um 180° gedreht werden, so dass sich der Bildschirm besonders flexibel nutzen lässt. Das 13,3-Zoll-Panel des Notebooks löst bei den meisten Modellen mit 1.366 x 768 Bildpunkten auf, es sind jedoch auch Versionen mit Full-HD-Display erhältlich. Der spiegelnde Bildschirm führt zu starken Reflexionen bei einfallendem Licht, was die Ablesbarkeit im Freien deutlich schwieriger macht. Pulse-width modulation (PWA) wird zur Hintergrundbeleuchtung des Displays genutzt bei fast allen Helligkeitsstufen, außer maximaler Helligkeit. Dabei wird die Hintergrundbeleuchtung bei sehr hoher Frequenz abwechselnd an- und ausgeschaltet. Aufgrund der hohen Frequenz bekommt man als Betrachter aber kein Flackern mit. An den Seiten des Gehäuses befinden sich die meisten Anschlüsse des Notebooks. Ein optisches Laufwerk gibt es hingegen nicht. Eingaben nehmen die Chiclet-Tastatur und das Trackpad entgegen. Damit keine unbefugten Finger sich am Lenovo E31-80 vergreifen, gibt es einen Fingerprint-Reader, mittels dessen sich die Anmeldevorgänge unter Windows vornehmen lassen.

Die Intel-Core-i-Prozessoren der fünften Generation wurden bei den Lenovo E31-80Notebooks durch Skylake-Prozessoren ersetzt, die einen etwas höheren Takt bei gleichzeitig verringerter Energieaufnahme bieten. In der Regel kommen Intel Core-i5-Prozessoren wie etwa der Core i5-6200U zum Einsatz, dessen zwei Kerne mit jeweils 2,3 GHz arbeiten. Die Prozessoren der Lenovo E31-80Notebooks sind auf einen niedrigen Energieverbrauch ausgerichtet und sind daher nicht ganz so schnell, wie 35-Watt-Prozessoren. Um die Grafik kümmert sich ein integrierter Grafikchip von Intel, der Intel HD Graphics 520. Dieser unterstützt DirectX 11 und OpenGL, ist für anspruchsvolle Spiele aber nicht schnell genug. Lediglich einfache Titel wie etwa League of Legends oder Fifa lassen sich mit dem Grafikchip problemlos ruckelfrei spielen. Der Arbeitsspeicher besitzt mit bis zu acht Gigabyte eine ausreichend hohe Kapazität, um auch ressourcenhungrigen Programmen genügend Reserven zur Verfügung stellen zu können. Um die Stromversorgung kümmert sich ein Akku mit lediglich zwei Zellen. Damit soll eine Laufzeit von insgesamt fünf Stunden möglich sein, was für ein schmales Ultrabook mit Niedrigspannungsprozessor allerdings nicht wirklich viel ist.

Wahlweise sind die Lenovo E31-80 Notebooks entweder mit SSD oder gewöhnlicher Festplatte erhältlich. Die Version mit SSD bietet dabei das höhere Arbeitstempo und eine etwas längere Akkulaufzeit, da Flash-Datenträger weniger Strom verbrauchen als Datenträger auf Basis von rotierenden Magnetplatten. Auch Bluetooth und WLAN gehören zur Ausstattung. Für den Fingerabdruckleser spendiert Lenovo dem Notebook eine entsprechende Software, die leicht zu bedienen ist und in etwa ermöglicht, jedem Finger eine bestimmte Anwendung zuzuweisen, die dann sofort geöffnet wird. Ein externer Bildschirm lässt sich wahlweise per VGA oder HDMI anschließen, wobei HDMI die bessre Bildqualität verspricht. Für externe Peripherie stehen lediglich zwei USB-3.0-Slots zur Verfügung. Wer mehr möchte, muss sich zunächst einen entsprechenden Hub besorgen.

Unterm Strich ist das Lenovo E31-80 ein recht preiswertes, ordentlich ausgestattetes Ultrabook, das sich auch für die Arbeit eignet und leicht genug ist, auch in der Bahn oder im Park genutzt zu werden. Die niedrige Auflösung, die Spiegelungen und der kleine Akku sind Nachteile, die man zunächst einmal zu schlucken bereit sein muss, liebäugelt man mit dem Lenovo E31-80. Seine Stärken zeigt das Notebook eher allgemein in der Verarbeitungsqualität, der sparsamen Hardware und den Sicherheitsfeatures wie etwa dem Fingerprint-Reader. Damit ist der Kauf des Lenovo E31-80 keine Fehlentscheidung, teilweise gibt es aber auch mehr fürs Geld, zumal es bei Lenovos Neuauflage nur wenig Neues gibt.

Kommentare (1)
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.