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  3. Diablo 3 Game-Check: Wie läuft das Action-Rollenspiel auf meinem Notebook?

Diablo 3 gehört zu den am meisterwarteten Spielen im Jahr 2011. Nach dem großen Erfolg der Serie, die mit Diablo 2 im Jahr 2000 den bisherigen Höhepunkt fand, will Publisher Activision-Blizzard nach elf Jahren Entwicklungszeit einen weiteren Meilenstein setzen.

Ein Grund mehr für uns das Action-Rollenspiel mit Hack & Slay Prinzip genauer unter die Lupe zu nehmen. Die große Frage, die sich Diablo-Fans stellen werden ist – Wie viel Geld muss ich für ein Notebook ausgeben, um auch Diablo 3 problemlos spielen zu können? In einem ersten Schritt haben wir uns folgende Geräte zur Brust genommen.

Dell Alienware M17xR3

  • Intel Core i7-2630QM, Nvidia Geforce GTX 580M, 4 GB Arbeitsspeicher


Sony VAIO VPC-SE1Z9E

  • Intel Core i7-2640M, AMD Radeon HD 6630M, 6 GB Arbeitsspeicher


Medion Erazer X6815

  • Intel Core i7-2630QM, Nvidia Geforce GT 555M, 4 GB Arbeitsspeicher


Medion Erazer X6817

  • Intel Core i7-2670QM, Nvidia Geforce GTX 560M, 4 GB Arbeitsspeicher


ASUS U36SD-RX114V

  • Intel Core i5-2510M, Nvidia Geforce GT 520M, 8 GB Arbeitsspeicher


ASUS K53TA-SX078V

  • AMD A4-3300M, AMD Radeon HD 6650M, 4 GB Arbeitsspeicher


Samsung 305V5A-S03DE

  • AMD A6-3410MX, AMD Radeon HD 6540G2, 4 GB Arbeitsspeicher


Testszenario & Benchmark-Ergebnisse
Die Beta-Version von Diablo 3 bietet keinen automatisierten Benchmark. Daher haben wir uns entschieden unterschiedliche Szenarien in die Messung der durchschnittlichen Framerate einzubeziehen. Zum einen testen wir den harmlosen Start des ersten Akts, bei dem wenige Gegner auf unseren Helden treffen. Außerdem lassen wir uns von vielen Skeletten umzingeln und besiegen den Endgegner der Diablo 3 Beta im Einzelspieler-Modus sowie Online mit vier weiteren Mitspielern.

Beta ohne Full-Scene Antialiasing (FSAA / Kantenglättung)
In den Grafikeinstellungen der Diablo 3 Beta lassen sich zwar Textur-, Schatten-, und Physik-Qualität in den Stufen Niedrig, Mittel und Hoch regeln, für das FSAA Level steht diese Funktion jedoch noch nicht zur Verfügung. Diese Art der Kantenglättung ist eine der einfachsten Methoden, bei der Bilder in hoher Auflösung gerendert und danach heruntergerechnet werden. Wenn ihr die Grafik von Diablo 3 schon vor dem Release verbessern möchtet, müsst ihr eine entsprechende Antialiasing-Funktion über die Benutzeroberfläche des jeweiligen Grafikkarten-Treibers aktivieren.

Todesfalle „Umschaltbare Grafik“?
Wer ein Notebook mit umschaltbaren Grafikoptionen von Nvidia oder AMD besitzt, muss auf die Einstellungen achten. Für Diablo 3 wird definitiv eine dedizierte Grafikeinheit benötigt. Selbst starke onboard-Lösungen der AMD Llano Plattform können das Spiel nicht bewältigen. In einem solchen Fall fällt die Frame-Rate ständig unter die 25 FPS Grenze. Ab diesem Punkt beginnen Ruckler auch für das Auge sichtbar zu werden. Während die Nvidia Optimus Technologie in Kombination mit Intel Prozessoren problemlos funktioniert, muss sich AMD mit seiner Hybrid-Lösung auf die stille Treppe begeben. Im Samsung 305V5A wird die dedizierte Radeon HD 6470M nicht einmal angesprochen. Die Radeon HD 6650M des ASUS K53TA beginnt erst nach 30 Sekunden im Spiel zu arbeiten, bringt aber die FPS-Zahl im Durchschnitt nicht über 20. Der Flaschenhals ist hier der AMD A4-3300M Prozessor, denn das Sony VAIO VPC-SE1Z9E beweist, dass die Kombination aus Intel CPU und AMD Grafik durchaus in der Lage ist Diablo 3 zu bewältigen.

AMD-Fans können nur hoffen, dass kommende Treiber-Updates dieses Problem lösen und zum Launch von Diablo 3 zur Verfügung stehen.

Wie viel Geld muss ich für ein Notebook ausgeben?
Notebooks mit genügend Leistung für Diablo 3 müssen im Zweifelsfall nicht aus dem Gaming-Segment stammen. Auch stärkere Multimedia-Geräte können mit ein wenig Optimierung bei den Grafikdetails in den Genuss des neuen Rollenspiels kommen. Euer Wunschgerät sollte mindestens über einen Intel Core i5 Prozessor und eine Nvidia Geforce GT 540M verfügen. Um in der finalen Version auch die Kantenglättung nutzen zu können, müsst ihr euch im GTX-Regal von Nvidia umsehen oder zu einer Radeon HD 6870M bzw. HD 6970M greifen. Somit liegt ein passendes Notebook-System bei einem aktuellen Startpreis von 550 Euro – zum Beispiel das ASUS K53SV-SX146V.

Notebooks mit der neuen AMD Llano Plattform und deren A-Serien CPUs können wir derzeit nicht empfehlen. Für Diablo 3 ist nicht nur eine Steigerung der Prozessor-Leistung erforderlich, auch in Sachen Grafiksteuerung muss AMD Einiges nachschieben.

Fazit
Die grafischen Eigenschaften von Diablo 3 stellen zwar keine neuen Rekorde auf, können sich aber durchaus sehen lassen. Eine weniger aufwändige Engine ist zugleich ein Vorteil für den Geldbeutel. Selbst auf günstigen Notebooks ist die Beta-Version des kommenden Hack & Slay Rollenspiels durchaus spielbar. Mit geringem Aufwand könnt ihr Diablo 3 an euer System anpassen. Blizzard scheint großen Wert darauf zu legen, dass die Weiterführung der Serie auch auf älteren und leistungsschwächeren Systemen eine gute Figur macht. Immerhin ist die klassische Diablo-Generation schon in die Jahre gekommen und der Mittelpunkt des Lebens liegt vielleicht nicht mehr bei Spielen und teuren Gaming-Notebooks.

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