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  3. Deutsche Telekom: Landgericht Köln untersagt die Drosselung von DSL-Anschlüssen

Das LG Köln stoppte vorerst die Pläne der Deutschen Telekom, die DSL-Nutzung ab einer bestimmten Datenmenge einzuschränkenBildquelle: Deutsche Telekom
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Ausgebremst: Das Kölner Landgericht gab der Klage des Verbraucherschutzes NRW recht und stoppte vorerst die geplante DSL-Drosselung.

Die so genannte Drosselcom-Affaire der Deutschen Telekom zog seinerzeit weite Kreise und brachte sogar einen gleichnamigen Twitter-Kanal hervor. So veröffentlichte die Deutsche Telekom weitreichende Pläne, die DSL-Leistung ab einer bestimmten Datenmenge zu reduzieren. Und zwar ursprünglich auf 384 kbit/s, was einem faktischen Datenstau gleichgekommen wäre. Nach heftigen Protesten wurde diese Grenze auf 2 Megabit angehoben, was vielen Anwendern aber immer noch wenig war. Und nicht nur denen, denn jetzt zog das Kölner Landgericht die Notbremse: Weder 384 Kilobit noch 2 Megabit, sondern die volle DSL-Geschwindigkeit solle die Deutsche Telekom auch weiterhin ihren Kunden bereitstellen.

Schließlich erwarte man als DSL-Anwender, dass die zugesicherte Vertragsleistung namens Flatrate während der gesamten Laufzeit zu 100 Prozent zugesichert wird. Zudem konnten und wollten die Kölner Richter der Argumentationslinie der Telekom nicht folgen, dass vor allem die sogenannten Power-User dafür sorgen, dass für den Normalverbraucher nicht mehr genug Bandbreite übrig bleibt. Denn angesichts eines stetig anwachsenden Angebotes an Video- und Musikinhalten im Web zählen auch viele Normalanwender zu den Power-Anwendern. Die Telekom hat das Urteil erwartungsgemäß mit Unverständnis kommentiert und wird wohl gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil Berufung einlegen.

Quelle: LG Köln

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