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Computex 2017: Nvidia Max-Q macht Gaming-Notebooks flach und leicht (Bild 1 von 1)Bildquelle: Nvidia
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Max-Q: Nvidia hat sich die Begrifflichkeit von der Raumfahrt geborgt, die dort den Punkt definiert, an dem die aerodynamische Belastung auf ein Flugobjekt ihr Maximum erreicht.

Für viele PC-Spieler, die häufig unterwegs sind, ist es ein seit langem gehegter Traum: Ein schickes Notebook, das zwar besonders flach und leicht ist wie ein Ultrabook, aber dennoch die Performance eines deutlich klobigeren Gaming-Notebooks bietet. Dank der zunehmenden Verbreitung der Thunderbolt 3 Schnittstelle und dazu passender externer GPU-Docking-Stationen sowie den Bemühungen einiger Hersteller wie etwa Razer ist die Branche dem Ziel, diesen Traum zur Wirklichkeit zu machen, in den letzten Jahren näher denn je gekommen. Nun will Nvidia mit einem in Eigenregie entwickelten Konzept, das kurz und knapp als Max-Q bezeichnet wird, endlich die fehlenden Bausteine für Notebook-OEMs bieten, um auch noch die letzten Hürden vor dem besagten Ziel überwinden zu können. Das neue Konzept wird bereits von ersten Herstellern umgesetzt.

Bei Nvidias Max-Q spielen selbstverständlich die energieeffizient arbeitenden Pascal-Grafikchips des Unternehmens, die etwa in der aktuellen GeForce GTX 10 Serie zum Einsatz kommen, eine zentrale Rolle. Dank diesen sowie bestimmten vordefinierten Richtlinien, an die sich Notebook-Hersteller im Rahmen des gesamten Produktkonzepts zu halten haben, verspricht der US-Grafikspezialist für die nahe Zukunft super-flache, leichte Premium-Notebooks mit ultimativer Gaming-Power. Zu diesen Geräten sollen beispielsweise Modelle zählen, die mit leistungsstarker GeForce GTX 1080 bestückt sind, jedoch lediglich 18 Millimeter Bauhöhe aufweisen. Zum Vergleich: Apples beliebtes MacBook Air ist maximal 17 Millimeter dick, kann aber natürlich nicht mit High-End-Komponenten, sondern lediglich einem Intel Dual-Core-Chip der U-Serie und einer integrierten Intel-GPU aufwarten.

Wie ist es aber für Nvidia möglich, ein bislang in dieser Form nicht umsetzbares Notebook-Design Realität werden zu lassen? Die Chipschmiede beschreibt Max-Q als eine komplexes Konzept, bei dem gewissermaßen jeder Bereich der Notebook-Konstruktion unter die Lupe genommen und analysiert wurde. Herstellern erhalten aufgrund der Erkenntnisse von Nvidia verschiedene Vorgaben zu Design-Aspekten, was bei der Bauhöhe des Notebook-Chassis beginnt und über verwendbare Materialien sowie Komponenten bis hin zu Kühllösungen und geeigneten Chips reicht.

Darüber hinaus - und das ist sehr wichtig - gehen mit den Max-Q-Spezifikationen zahlreiche Optimierungen für das Temperatur-Management und die Spannungsversorgung der Pascal-Grafiklösungen von Nvidia einher. Diese erlauben es den leistungsstarken GPUs überhaupt erst, in einem flachen Notebook-Chassis ausreichend kühl und mit hoher Performance zu arbeiten. Nvidia verspricht trotz deutlich reduziertem Strombedarf vergleichbare Performance zu deutlich klobigeren Notebooks.

All das soll schlussendlich also ganz konkret darin gipfeln, dass kommende Max-Q-Notebooks genug Leistung bieten können, um PC-Spiele in hoher Qualität mit 4K-Auflösung darzustellen, dabei aber kaum größer, schwerer und dicker ausfallen als Apples bekanntes MacBook Air.

Wie eingangs erwähnt arbeitet Nvidia bereits mit ersten Herstellern zusammen, um nach den Max-Q Richtlinien designte Laptops auf den den Markt zu bringen. Unter anderem bauen Alienware, Asus, Acer und HP entsprechende Geräte. Erste Vertreter dieser neuen Art von Gaming-Laptops, die mit einer GeForce GTX 1080, 1070 oder 1060 ausgerüstet sind, sollen am 27. Juni 2017 offiziell auf dem internationalen Markt eingeführt werden.

Quelle: Nvidia

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