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Coffee Lake: Intel wird CPUs der 8. Core-Generation noch 2017 auf den Markt bringen(Bild 1 von 1)Bildquelle: Intel
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Optimierungsarbeit: Intel wird eigenen Angaben nach in diesem Jahr mit Coffee Lake die vierte Core-CPU-Generation veröffentlichen, die im 14-Nanometer-Prozess gefertigt wird.

Intel wird die 8. Core-Prozessor-Generation, Codename „Coffee Lake“, früher als von der Gerüchteküche prognostiziert im Endkundensegment einführen können. Anstelle des über eine vor ein paar Monaten durchgesickerte Roadmap ins Spiel gebrachten „Kaby Lake Refreshes“ wird es die verbesserten x86-CPUs nicht erst 2018, sondern bereits in der zweiten Jahreshälfte 2017 zu kaufen geben. Das jedenfalls ging aus einem in der vergangenen Woche von Intel abgehaltenen Investoren-Event hervor.

Analog zur 5. (Broadwell), 6. (Skylake) und 7. (Kaby Lake) Core-Prozessor-Generation wird Intel allerdings bei Coffee Lake zum vierten Mal hintereinander auf die Fertigung im 14-Nanometer-Prozess setzen. Damit sprengt Coffee Lake bereits wieder die erst Anfang 2016 von Intel vorgestellte neue, dreistufige Veröffentlichungsstrategie für die Core-CPUs. Auf Broadwell (neuer Fertigungsprozess), Skylake (neue Mikroarchitektur mit unverändertem Fertigungsprozess) und Kaby Lake (Optimierungen für bestehende Mikroarchitektur und Fertigungstechnologie) müsste nun eigentlich ein brandneuer Herstellungsprozess (10 Nanometer) folgen. Soweit ist die Chipschmiede aber nicht.

Ungeachtet dieser Irritationen um die Veröffentlichungsstrategie soll Coffee Lake im Vergleich zu Kaby Lake ein Leistungsplus von gut 15 Prozent aufbieten. Es ist allerdings derzeit unklar, ob sich diese Angabe auf CPUs der Desktop- oder der Mobilgeräte-Klasse bezieht und ob sie Modellreihen-übergreifend zu betrachten ist. Schon beim Wechsel von Skylake auf Kaby Lake hatte Intel einen ähnlichen Leistungszuwachs versprochen, der sich aber, wie wir nun wissen, allein durch höhere Basistaktraten bei den Desktop-Chips errechnen ließ.

Intel spricht derzeit nicht darüber, wie genau es noch mehr Leistung aus einem weitgehend bekannten CPU-Design im 14-Nanometer-Prozess herausquetschen kann, und auch nicht, wie die für später in diesem Jahr geplante Line-up aussehen wird. Seit einigen Monaten kursiert allerdings eine Meldung, wonach sich unter den „gewöhnlichen“ Core-i7-Modellen erstmals auch Modelle (Desktop und Notebook) mit sechs CPU-Kernen befinden sollen. Im Moment verkauft Intel CPUs mit mehr als vier Rechenkernen lediglich innerhalb der teuren High-End-Serien Xeon und Extreme Edition.

Intel dürfte großes Interesse daran haben, Coffee Lake so bald wie nur möglich zu veröffentlichen, zumal der langjährige Konkurrent AMD im März 2017 erstmals seit vielen Jahren den Marktstart einer brandneuen, leistungsstarken CPU-Familie feiern wird. Die Ryzen-Prozessoren sollen vom High-End-Desktop bis hin zum Notebook in einem breiten Spektrum von PCs zum Einsatz kommen und in der Top-Ausführung mit acht CPU-Kernen und 16 Threads aufwarten. AMD plant außerdem mit energieeffizienteren Hexa- und Quad-Core-Chips. Näheres zu einzelnen Ryzen-Modellvarianten und deren Einzelhandelspreise sowie unabhängige Tests der neuen CPU-Familie wird es im März geben.

Eine Anmerkung noch zum Schluss: Der Codename für Intels erste im 10-Nanometer-Verfahren produzierte CPU-Generation ist bereits bekannt. Cannon Lake wird Coffee Lake nachfolgen. Allerdings gibt es im Augenblick keinerlei Hinweise auf einen Veröffentlichungszeitraum für derartige CPUs. Intel hat bislang lediglich zu verstehen gegeben, dass Cannon Lake voraussichtlich zuerst an Enterprise-Kunden für die Nutzung in Datenzentren ausgeliefert werden wird. Es könnte also durchaus noch eine ganze Weile dauern bis die ersten x86-Chips in 10-Nanometer-Fertigung einen Heimanwender-PCs antreiben. Im ARM-Lager wird es hingegen schon in diesem Jahr die ersten 10-Nanometer-Chips geben. Samsung produziert bereits Qualcomms Snapdragon-835-SoC, das unter anderem im Galaxy S8 zum Einsatz kommen dürfte.

Quelle: Arstechnica

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