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  3. Build 2016: Windows 10 Anniversary Update zeigt Android-Benachrichtigungen an

Microsoft hat während eines Vortrages auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Build 2016 letzte Woche eine interessante neue Funktion des kommenden Windows 10 Anniversary Updates demonstriert. Das OS wird demnächst eng mit Android-Geräten zusammenarbeiten können.Bildquelle: notebookinfo.de
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Cross Platform: Microsoft wird Windows 10 mit Hilfe von Cortana schon bald eng mit Android zusammenarbeiten lassen.

Microsoft hat im Rahmen der Entwicklerkonferenz Build 2016 in der vergangenen Woche das Windows 10 Anniversary Update angekündigt, das im kommenden Sommer diverse Neuerungen für die Microsoft-Plattform mitbringen wird. Ein wichtiges Thema bei der Vorstellung des großen Updates war die Offenheit gegenüber anderen Plattformen, die Microsoft bei der Entwicklung an den Tag legt. Neben der Implementierung eines vollwertigen Linux-Subsystems plus Unix Bash Shell baut Microsoft auch Android-spezifische Funktionen in Windows 10 ein.

Da Android die erfolgreichste Mobil-Plattform der Welt und Windows das am häufigsten genutzte Desktop-Betriebssystem ist, macht Microsofts "Cross Platform"-Initiative durchaus Sinn. Android-Nutzer können sich nach Erscheinen des Anniversary Updates beispielsweise alle auf dem Smartphone eingehende Benachrichtigung auf Wunsch auch auf ihrem Windows 10 PC anzeigen lassen. Außerdem wird es möglich sein, direkt unter Windows 10 mit den Android-Benachrichtigung zu interagieren - diese also etwa zu verwerfen -, und die Interaktion wird umgehend auf das Smartphone weitergeleitet. Ein abermaliges Verwerfen derselben Benachrichtigung auf dem Smartphone ist also dann nicht mehr nötig.

Das beschriebene Zusammenspiel zwischen Android-Geräten und der kommenden Windows 10 Version wird unter anderem durch Modifikationen am Action Center ermöglicht. Microsoft spendiert dem Action Center nämlich eine Cloud-Anbindung, was unter anderem bedeutet, dass sich künftig Einstellungen und Benachrichtigungen des Action Centers über mehrere Windows 10 Geräte hinweg synchronisieren lassen. Vergleichbares bietet Microsoft bereits für mehrere andere Bereiche der Windows 10 Oberfläche, darunter etwa das Startmenü, das gewählte Farbschema oder das Hintergrundbild.

Auf dem Android-Smartphone muss der Nutzer die Cortana-App installieren, um die Synchronisation mit einem Windows 10 PC zu erlauben. Zudem muss in der App dasselbe Microsoft-Account hinterlegt werden, das auch unter Windows 10 genutzt wird. Ist auch dieser Schritt geschafft, wird die Cortana-App unter anderem in der Lage sein, das Weiterleiten der Benachrichtigungen zu übernehmen. Auf einem Windows 10 PC werden diese Benachrichtigungen dann nicht nur angezeigt, sondern Nutzer können laut Microsofts Build-Vortrag (wirklich interessant wird es im Video ab 16:30) sogar direkt aus dem Windows 10 Action Center heraus auf eingehende SMS antworten.

Die Ankündigung dieser neuen "Cross Platform"-Funktionalität von Windows 10 ist im Kontext der Build 2016 nur einer von diversen Hinweisen, die zeigen, wie sehr Microsoft mittlerweile daran interessiert ist, Windows-Nutzern Möglichkeiten an die Hand zu geben, die es erlauben, mit alternativen Mobil-Plattformen wie Android und iOS bestmöglich zu interagieren. Parallel dazu gab es während der Entwicklerkonferenz praktisch keine nennenswerten News zu Windows 10 Mobile, was aber nicht bedeutet, dass die Redmonder ihre eigene Mobil-Plattform aufgegeben haben. Microsoft will aber erst in Zukunft wieder verstärkt den Fokus auf diesen bislang wenig erfolgreichen Windows 10 Ableger legen.

Quelle: Arstechnica, Channel 9 (Microsoft)

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