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Bloomberg: Apple arbeitet an ARM-Chip für MacBooks, der Intel-CPU entlastet (Bild 1 von 1)Bildquelle: Apple
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MacBook Pro mit Touch Bar: Die im Herbst 2016 erschienen Apple-Notebooks sind die ersten Macs mit ARM-Chip. Dieser steuert allein die Touch Bar.

Apple will zumindest etwas unabhängiger von Intels Prozessor-Roadmap werden und entwickelt daher einen speziellen ARM-basierten Chip, der künftige MacBook- und MacBook Pro-Generationen energieeffizienter machen könnte. Das geht aus einem heute erschienen Artikel von Bloomberg hervor. Als eine bevorstehende vollständige Abkehr von Intel- beziehungsweise x86-CPUs muss dies aber offenbar nicht verstanden werden.

Aus dem Bericht lässt sich schlussfolgern, dass Apple großes Interesse daran hat, die Akkulaufzeit seiner Notebooks deutlich zu verbessern, insbesondere die Standby-Zeit. Dies soll nicht allein durch größere, moderne Akkus oder kommende Intel-Prozessoren realisiert werden, sondern ganz spezifisch durch einen neuartigen Coprozessor, der laut Bloomberg intern als „T310“ bezeichnet wird. Wichtig in diesem Zusammenhang zu erwähnen ist offenbar, dass die Kalifornier in den Ende 2016 erschienenen MacBook Pro-Modellen mit Touch Bar (zu unserem Test geht's hier) bereits den ARM-basierten T1-Chip verbauen, der sich allein um die Funktionalität der Touch Bar - inklusive Touch ID - kümmert.

Relevant ist die Erwähnung des T1 deshalb, da der neue T310 diesem nicht unähnlich zu sein scheint. Apple entwickelt den neuen Chip allerdings für einen anderen Einsatzzweck oder aber mit erweitertem Funktionsspektrum. So soll der T310 in der Lage sein, Aufgaben des Intel-Prozessors zu übernehmen, wenn sich ein damit ausgestattetes Apple-Notebook im Ruhezustand befindet. Es könnten also dann bestimmte Hintergrundprozesse unter macOS von dem ARM-Chip noch stromsparender abgearbeitet werden als dies mit einer Intel-CPU möglich ist.

Der Artikel von Bloomberg wirft natürlich auch wieder die Frage auf, ob Apple eventuell in nicht allzu ferner Zukunft ganz auf Intel-Prozessoren verzichten, und stattdessen voll und ganz auf selbstentwickelte ARM-Chips für seine Notebooks setzen könnte. Aufgrund der rasanten Evolution der ARM-basierten A-Serie-Prozessoren, die Apple in iPhones und iPads verbaut, erschien dies vielen Experten über die letzten Jahre hinweg immer wahrscheinlich. Den vorliegenden Infos nach steht dieser radikale Schritt in Cupertino aber zumindest auf absehbare Zeit nicht an. Es läuft also zunächst einmal auf die oben beschriebene Dual-Strategie - sowohl Intel- als auch ARM-Prozessor- für kommende Apple-Laptops hinaus.

Gemäß dem Bericht könnten die ersten Notebooks mit dem besonders energieeffizienten ARM-Chip bereits in diesem Jahr auf den Markt kommen. Wann genau, das ist aber unklar. Apple soll für 2017 jedenfalls neue 12 Zoll MacBooks und neue MacBook Pro-Modelle in der Pipeline haben. Darüber hinaus darf auch mit neuen iMacs gerechnet werden. Ob ARM-Prozessoren bei Apples Desktop-Macs ebenfalls in irgendeiner Form eine Rolle spielen werden, könnte sich also auch in diesem Jahr herausstellen.

Quelle: Bloomberg

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