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Bericht: Microsoft will Google Chrome auf Windows 10 für ARM (Bild 1 von 1)Bildquelle: Asus
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Windows 10 on ARM: Das Asus NovaGo war eines der ersten Notebooks mit ARM-basiertem Qualcomm Snapdragon Prozessor und Windows OS auf dem Markt.

Microsoft arbeitet einem Bericht nach offenbar mit Google zusammen, um eine Version des Google-Browsers Chrome auf Windows 10 für ARM zu bringen. Laut den Informationen der Publikation 9to5Google haben Microsoft-Angestellte auf der Webseite des Chromium-Projekts entsprechende Hinweise hinterlassen.

Eine native ARM-Version von Chrome für Windows würde sowohl aus Sicht von Microsoft als auch Google eine Menge Sinn machen. Chrome ist aktuell eine der populärsten Desktop-Anwendungen unter Windows 10 und um ARM-basierte Windows 10 Notebooks beziehungsweise Convertibles tatsächlich erfolgreich am Markt zu etablieren, müssten derartige Programme selbstverständlich auch auf der noch sehr jungen Microsoft-Plattform verfügbar sein.

Eine Hürde für Chrome auf Windows 10 für ARM stellen allerdings Microsofts eigene Store-Richtlinien dar. Diese besagen nämlich unter anderem, dass Store-Apps wie Browser, die das Surfen im Web ermöglichen, auf HTML und JavaScript Engines zurückgreifen müssen, die von derWindows-Plattform bereitgestellt werden. Im konkreten Fall würde dies also bedeuten, dass Chrome für Windows 10 für ARM Microsofts eigene Edge Rendering-Engine nutzen müsste, um als Store-App von Microsoft akzeptiert zu werden.

Google hat kein Interesse daran, diesen Vorgaben von Microsoft Folge zu leisten und will stattdessen auf die eigene Rendering Engine setzen. Sofern Microsoft seine Store-Regeln nicht ändert, wird die native Chrome-Version für Windows 10 für ARM also nicht im Windows Store landen können. Aber es gibt Hoffnungsschimmer: Nicht nur, dass die Beteiligung Microsofts am Chromium-Projekt ganz allgemein für einige Drittanbieter-Apps wie Slack von Nutzen sein könnte, auch dass Google und Microsoft zuletzt kooperierten, um eine Windows 10 Dual-Boot-Option auf Chromebooks zu bringen. Für den Endanwender könnten die Resultate derartiger Kommunikation zwischen den beiden IT-Giganten Gutes bedeuten.

Quelle: 9to5Google, The Verge