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  3. Apple: iPhone-Verkäufe erstmals im Jahresvergleich rückläufig

Apple hat erstmals seit der Markteinführung des iPhones im Jahr 2007 einen Rückgang der Smartphone-Verkäufe im Jahresvergleich hinnehmen müssen. Daraus resultierte ein deutlicher Umsatz- und Gewinneinbruch im letzten Geschäftsquartal.Bildquelle: Apple
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Abhängigkeiten: Der große Erfolg der letzten Jahre hat Apples eigene Strahlkraft eng mit der des iPhones verknüpft.

Apple hat gestern am späten Abend deutscher Zeit den Geschäftsbericht für den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März 2016 vorgelegt. Nach wie vor sind die Verkaufszahlen der iPhone-Familie sehr hoch, doch erstmals seit der Markteinführung des ursprünglichen iPhones im Jahr 2007 gingen Apples Smartphone-Absätze im Jahresvergleich zurück. Resultat sind sinkende Umsatz- und Gewinnzahlen sowie ein deutliches Abrutschen der Apple-Aktie.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres verkaufte Apple 51,2 Millionen iPhones. Das entspricht einem Absatzrückgang von 16 Prozent im Vergleich zu den 61 Millionen Geräten, die von Januar bis März 2015 an den Mann oder die Frau gebracht werden konnten. Allerdings handelte es sich bei diesen 61 Millionen Stück um einen Rekordwert für ein März-Quartal von Apple, der vor allem aufgrund der extrem hohen Nachfrage nach dem iPhone 6 und der daraus resultierenden Lieferknappheit in den ersten Verkaufsmonaten erreicht wurde.

Apple selbst nennt außerdem die allgemein schwache Konjunktur in vielen Regionen der Welt als Grund für den Umsatz- und Gewinneinbruch. Im März-Quartal fielen die Erlöse um 13 Prozent auf 50,56 Milliarden US-Dollar und der Gewinn um 20 Prozent auf 10,5 Milliarden US-Dollar. Das iPhone-Geschäft generiert nach wie vor rund zwei Drittel der Gesamtumsätze des Unternehmens. Beachtenswert ist zudem, dass es für Apple der erste Umsatzrückgang im Vergleich zu einem Vorjahresquartal seit dem Jahr 2003 war.

Neben der sinkenden Nachfrage nach iPhones hat zu dieser Entwicklung auch beigetragen, dass die Verkaufszahlen für iPads und Macs ebenfalls rückläufig waren. So setzte Apple von seinen Tablets 10,2 Millionen (rund 20 Prozent weniger), von MacBooks und anderen Personal Computern 4 Millionen (rund 12 Prozent weniger) Einheiten ab.

Die Börse hätte Apple trotz all der "Enttäuschung" wenigstens zugutehalten können, dass die vorgelegten Zahlen ziemlich genau dem entsprachen, was das Unternehmen zuvor prognostiziert hatte. Dem war aber nicht so, auch da Analysten im Vorfeld mit einem besseren Ergebnis rechneten. Die Apple-Aktie sackte folglich deutliche um mehrere Prozentpunkte ab. Für das aktuell laufende Geschäftsquartal rechnet Apple nun mit Umsätzen zwischen 41 und 43 Milliarden US-Dollar, was von Anlegern und Experten erneut als sehr konservativ bewertet wird.

Quelle: Apple

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