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  3. App Store 2.0: Apple kündigte wichtige Änderungen an

Apple hat einige bedeutende Änderungen für den App Store angekündigt. Nur wenige Tage vor dem Start der World Wide Developers Conference (WWDC) 2016 legte Apples Phil Schiller die Neuerungen dar.Bildquelle: Apple
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Apple App Store: Dank mehrerer Anpassungen und neuer Ideen soll der App-Vertrieb für Entwickler lukrativer werden.

Apple wird einige signifikante Änderungen an seinem App Store - beziehungsweise an der Art und Weise wie dieser organisiert ist - vornehmen. Einige Tage vor dem Beginn der World Wide Developers Conference (WWDC) 2016 erläuterte Apples Marketing- und App Store-Chef, Phil Schiller, die Neuerungen gegenüber einigen ausgewählten Publikationen, darunter auch The Verge. Zu diesen gehören Verbesserungen für die Suchfunktion des App Stores, die Möglichkeit für alle Entwickler, ihre Apps mit einem Abo-Modell zu vertreiben, Werbeeinblendungen im App Store sowie mehrere kleinere Anpassungen, die es in ihrer Gesamtheit Nutzern erleichtern sollen, zügiger gute Apps aufzuspüren.

Abo-Modell für alle App-Kategorien
Apple wird den Vertrieb via Abo-Modell für alle App-Kategorien öffnen. Somit werden Entwickler künftig mehr Optionen haben, ihre Apps zu verkaufen. Außerdem sollte diese Änderung vielen Entwicklern dabei helfen, für gute, nützliche Apps über einen deutlich längeren Zeitraum kontinuierlich Einnahmen zu erzielen. Ergänzend plant Apple, über diverse Regionen und Währungen hinweg bis zu 200 neue Preisoptionen für App-Abos einzuführen.

Ein ganz entscheidender Aspekt bei dieser Neuerung ist, dass es auch Anpassungen bei den Gebühren, die von Apple für derlei App Store Abonnements kassiert werden, gibt. Bislang strich Apple stets 30 Prozent der vom Nutzer bezahlten Abo-Kosten selbst ein - ganz unabhängig von der Laufzeit des Abonnements. Das wird sich nun dahingehend ändern, dass Apple bei Abonnements, die länger als ein Jahr laufen, nur noch einen Abschlag von 15 Prozent einfordern wird. Entwickler können also in solchen Fällen nicht mehr nur 70, sondern immerhin 85 Prozent der Einnahmen behalten.

Werbung in Suchergebnissen
Eine ganz andere Neuerungen, die sich in den letzten Monaten schon abzeichnete und mehrmals kontrovers diskutiert wurde, ist, dass demnächst Werbeeinblendungen unter den App Store Suchergebnissen zu sehen sein werden. Das bedeutet nun konkret, Werbung wird im App Store nur dann auftauchen, wenn vom Nutzer eine Suche durchgeführt wird sowie der Nutzer mindestens 13 Jahre alt ist, und Apple wird nur von Entwicklern derartige Werbung akzeptieren. Den vorliegenden Informationen nach soll außerdem nur exakt ein Werbebanner in den Suchergebnissen angezeigt werden und dieses muss einen Inhalt promoten, der im App Store erhältlich ist. Unternehmen beziehungsweise Entwickler werden folglich durch die Werbeeinblendungen in der Lage sein, gegen Bares besser auf Apps aufmerksam zu machen.

Weitere Neuerungen
Zusätzlich zu den beiden genannten großen Änderungen, gibt es auch kleinere, aber dennoch wichtige Anpassungen, von denen der App Store und damit auch sowohl Entwickler als auch Nutzer profitieren sollten. Apple fügt beispielsweise allen Apps auf Geräten mit 3D Touch Unterstützung (bislang nur iPhone 6s und iPhone 6s Plus) eine neue Quick Action hinzu, durch die Nutzer untereinander schnell und unkompliziert App-Empfehlungen austauschen können, ohne dafür extra den App Store öffnen zu müssen. Eine andere durchaus bedeutende Verbesserung betrifft die Suchfunktion im App Store an sich. Diese soll in Zukunft deutlich zuverlässiger und akkurater arbeiten, um wirklich exakt die Ergebnisse zu liefern, die zur Suchanfrage passen.

Phil Schiller hatte die Verantwortlichkeiten für den Apple App Store Ende 2015 übernommen und er und sein Team waren in der ersten Jahreshälfte 2016 nicht untätig. Neben den jetzt angekündigten Änderungen für den App Store wurden daher in den vergangenen Monaten bereits einige Verbesserungen implementiert. Laut Schiller braucht das App Store Team beispielsweise nur noch rund zwei Tage für die Überprüfung einer neuen App, und die auf der Store-Hauptseite besonders hervorgehobenen Apps werden häufiger und regelmäßig aktualisiert, um die Aufmerksamkeit der Nutzer auf insgesamt deutlich mehr Apps zu richten.

Apple will die oben aufgeführten Neuerungen für den App Store im Laufe der nächsten Monate implementieren. Werbung für die App Store Suchergebnisse wird Entwicklern als Beta-Programm ab kommendem Montag zur Verfügung stehen. Von dem erweiterten Abo-Modell für Apps sollen Entwickler ab Herbst profitieren können, wobei Apple allerdings die niedrigeren Gebühren für Apps, die schon seit einer ganzen Weile mit einem Abonnement bezahlt werden können, ebenfalls ab 13. Juni einführen will.

Quelle: The Verge

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