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Die erst kürzlich vorgestellten Gaming-Notebooks Alienware 15 und Alienware 17 werden eine überraschende Ausstattungsoption zu bieten haben. Laut offiziellen Angaben werden sich beide Modelle nicht nur mit einer Nvidia-, sondern auch einer neuen AMD-GPU ordern lassen.Bildquelle: Dell
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Alienware 15: AMDs Polaris-10-Grafiklösung Radeon RX 470 sollte dem Notebook gute Full-HD-Performance bescheren.

Nach der Markteinführung von Nivdias GeForce GTX 10 Serie für Notebooks bereitet AMD ebenso den Launch einer Mobil-Grafiklösung vor, die mit ihrem Desktop-Pendant identisch ist. Konkret handelt es sich dabei um die Radeon RX 470, die scheinbar als zusätzliche Ausstattungsoption für die kürzlich vorgestellten Dell-Notebooks Alienware 15 und Alienware 17 angeboten werden wird. Der Computerhersteller selbst erwähnte bei der Ankündigung nur Nvidia-GPUs, aber auf der offiziellen AMD-Webseite radeon.com ist ein Artikel mit den entsprechenden Infos zu finden.

Dank der Umstellung auf das 14 beziehungsweise 16 Nanometer Herstellungsverfahren und gezielte Optimierungen für höhere Energieeffizienz sind sowohl AMD als auch Nvidia mit ihren neuen Grafikchips nun erstmals in der Lage, die zuvor klar definierten Unterschiede zwischen der potentiellen GPU-Leistung im Desktop- und im Notebook-Segment zu egalisieren. Nvidia machte es mit den auf der Pascal-Architektur basierenden Grafiklösungen GeForce GTX 1060, GTX 1070 und GTX 1080 für Notebooks bereits vor, nun ist AMD mit einer Polaris-10-GPU in Form der Radeon RX 470 an der Reihe. Gemäß den offiziellen Angaben entspricht die Notebook-Version dieser Grafikeinheit exakt der Desktop-Ausführung. Die vor kurzem ebenfalls ohne großes Tamtam angekündigte Radeon RX 460 hat sehr viel mit der Desktop-Schwester gemein, soll aber nicht ganz an deren Leistung herankommen.

Die Radeon RX 470 bietet AMD in der Desktop-Variante zwar nicht als Referenzdesign an, jedoch nennt der Chiphersteller die grundlegenden Spezifikationen der Grafikeinheit, die dann in Sachen Taktraten von Partnerkarte zu Partnerkarte etwas abweichen können. In jedem Fall verfügt die GPU über 2048 Stream-Prozessoren, 128 Textur-Einheiten, 32 Compute-Einheiten, ein 256 Bit breites Speicher-Interface und Unterstützung für 4 Gigabyte GDDR5 Videospeicher. Der Basistakt beträgt mindestens 926 Megahertz, der Turbo-Takt mindestens 1206 Megahertz.

Mit diesen Eigenschaften ist AMDs Radeon RX 470 in einem Desktop-PC in der Lage, die allermeisten aktuellen Spiele in Full-HD-Auflösung mit maximalen Details und flüssigen Bildwiederholraten wiederzugeben. Dies sollte dem derzeitigen Informationsstand nach also auch für entsprechend ausgestattete Notebooks wie die beiden neuen Alienware-Geräte gelten. Laut AMD lassen sich das Alienware 15 und 17 in den USA ab Ende September mit der neuen Radeon-Grafiklösung ordern. In Deutschland beziehungsweise anderen europäischen Ländern müssen sich Kunden aber wohl ein paar Wochen länger gedulden.

Sollten die Angaben von AMD ausnahmslos korrekt sein, sind das sehr gute Nachrichten für das Geschäft mit Gaming-Notebooks, da Nvidia speziell in diesem Marktsegment in den letzten Jahren aufgrund mangelnder Alternativen ein Quasi-Monopol hatte. Falls AMD es dann auch noch schafft, mehrere verschiedene Grafiklösungen für unterschiedliche Notebook-Preisklassen in angemessener Stückzahl auszuliefern, dann könnte das die Wiederkehr eines echten Konkurrenzkampfes in diesem Feld bedeuten.

Quelle: AMD

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