Acer: Unternehmen verklagt Ex-Chef Gianfranco Lanci
Nach dem überraschenden Rücktritt des ehemaligen Acer-CEO Gianfranco Lanci vor einem Jahr, wandte sich dieser Lenovo zu um dort als Berater in Sachen Marketing zu arbeiten. Nun ernannte die Firma ihn zum EMEA-Chef und tritt Acer damit auf dem falschen Fuß. Diese sehen eine getroffene Wettbewerbsvereinbarung mit Lanci verletzt und haben in Mailand Klage eingereicht.
Ende März 2011 trat Gianfranco Lanci, CEO und Präsident des taiwanischen Elektronikkonzern Acer, überraschend zurück. Nach zahlreichen Spekulationen über dessen Zukunft landete er bei Lenovo, wo er diese als Berater in Sachen Marketing und Marktpräsenz unterstützt. Im Zuge des Weggangs erklärte er sich zu einer einjährigen Wettbewerbsvereinbarung bereit, die bis zum 31. März 2012 gültig ist.
Diese untersagt ihm bis zum Ablauf der Frist bei einem direkten Konkurrenten zu arbeiten. Trotzdem ernannten Lenovo Lanci in der ersten Januarwoche des neuen Jahres zum EMEA-Chef (Europa, Mittler Osten und Afrika). Acer wertete dies als Verstoß gegen die getroffene Vereinbarung und hat in Mailand Klage gegen Lanci eingereicht.
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Kai Schmidt, 08.02.2012