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  3. WWDC 2016: Apple zeigt macOS 10.12 Sierra mit Siri-Integration

Apple hat im Zuge der Eröffnungs-Keynote zur WWDC 2016 neben OS 10 auch einen Nachfolger für OS X 10.11 El Capitan präsentiert. Wie im Vorfeld gemunkelt heißt das neue Mac-Betriebssystem macOS 10.12.Bildquelle: Apple
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OS X no more: Apple hat den WWDC 2016 Auftakt dazu genutzt, sein Mac-Betriebssystem in macOS umzubenennen.

Apple hat während der Eröffnungs-Keynote zur WWDC 2016 neben iOS 10 auch einen Nachfolger für OS X 10.11 El Capitan vorgestellt. Wie es sich im Vorfeld bereits abgezeichnet hatte, nimmt der kalifornische Konzern dabei eine Namensänderung vor: OS X heißt ab sofort macOS, was für eine gewisse Konsistenz mit Blick auf die Bezeichnungen der drei anderen Software-Plattformen - iOS, watchOS und tvOS - sorgen soll. Die volle offizielle Bezeichnung für das neueste Mac-Betriebssystem lautet macOS 10.12 „Sierra“.

Zu den größten Neuerungen von macOS 10.12 zählen zweifellos die systemweite Integration des digitalen Sprachassistenten Siri, neue Continuity-Features, dezente Design-Anpassungen und mehrere umfassende App-Updates. Für Siri findet sich in der Menüleiste des neuen Mac-Betriebssystems ein passendes Symbol direkt neben der Schaltfläche für die Mitteilungszentrale rechts oben. Der Assistent kann unter anderem kontextsensitive Suchoperationen nach Dokumenten, Fotos und irgendwelchen anderen Dateien durchführen oder aber einfach nur das Web nach einem bestimmten Begriff durchforsten. Ergebnisse einer Websuche lassen sich bei Bedarf sogar in der Mitteilungszentrale anheften. Davon abgesehen kann Siri für den Mac natürlich auch genau wie Siri für iOS Apps öffnen, Musiktitel abspielen oder eine Textnachricht versenden.

Neben der Siri-Integration hat Apple macOS Sierra eine neue Funktion verpasst, die dafür sorgt, dass sämtliche Dateien, die auf dem Schreibtisch oder im Dokumente-Ordner abgelegt werden, auch auf anderen Macs, iOS-Geräten und sogar PCs geöffnet werden können. Das gelingt entweder mit Hilfe der iCloud Drive App auf iOS-Geräten oder über iCloud.com beziehungsweise die iCloud für Windows Applikation auf PCs. Auf einem zweiten Mac muss sich ein Nutzer nur mit seiner Apple ID einloggen und schon erscheinen die Dateien genau so auf dem Schreibtisch oder im Dokumente-Ordner wie sie ursprünglich gespeichert wurden.

Ein weiteres sogenanntes Continuity-Feature ist das „Universal Clipboard“. Hinter diesem Begriff verbirgt sich im Grunde eine Zwischenablage, die via iCloud Geräte-übergreifend synchronisiert wird. Es ist also beispielsweise möglich, bei ausgewähltem Text auf einem iPhone die Kopieren-Schaltfläche zu betätigen und eben diesen Text nahezu ohne Verzögerung auf einem Mac einzufügen.

Neu ist auch das Sicherheitsfeature „Auto Unlock“ des neuen macOS. Dank diesem werden Nutzer die Apple Watch verwenden können, um sich sicher und ohne Passworteingabe an ihrem Mac anzumelden. Nach der Einrichtung ist dafür nichts weiter nötig als sich dem Mac auf eine bestimmte Distanz zu nähern.

Ebenfalls neu ist, dass Apple bei deutlich mehr Apps das Erstellen von Tabs gestatten wird. Kennen Mac-Nutzer das Feature bislang lediglich von Browser- oder Finder-Fenstern, wird es unter Sierra die Möglichkeit geben, Tabs unter anderem in der Karten-App, in Mail, Pages, Numbers, Keynote und TextEdit zu öffnen.

Die nächsten Neuerungen in macOS 10.12 sind die von iOS 9.3 her bekannte Picture-in-Picture Ansicht für Videos, die in Safari oder iTunes laufen, sowie eine analog zu ihrem iOS 10 Pendant deutlich aufgebohrte Fotos-App. Letztere wird unter Sierra dieselben Deep Learning Features bieten wie auf einem iPhone, also ebenso in der Lage sein, Fotos zu analysieren und nach bestimmten Kriterien zu sortieren beziehungsweise unter Memories automatisch ein Highlight-Album von einem speziellen Ereignis zu kreieren.

Einige weitere Verbesserungen von macOS Sierra, die Apple kurz angeschnitten hat, sind ebenso von iOS 10 her bekannt. Der Apple Musik Bereich in der iTunes Anwendung wurde kräftig überarbeitet und die runderneute Nachrichten-App bietet deutlich mehr Funktionen. Außerdem verspricht Apple, dass macOS jetzt automatisch erkennt, wenn der Speicherplatz auf einem Mac recht knapp wird, und wenig benutzte Dateien sodann in iCloud auslagert um auf dem Datenträger wieder etwas mehr freizuschaufeln.

Wie von iOS 10 können Entwickler auch von macOS 10.12 Sierra ab sofort eine erste Developer Preview herunterladen. Im Juli soll dann eine erste Public Preview veröffentlicht werden, auf die dann im Herbst die finale Version folgen wird.

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