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Bildquelle: AMD
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AMD Bobcat (Mikroarchitektur)

AMD Bobcat ist eine Mikroarchitektur, die erstmals 2007 von AMD vorgestellt wurde und letztlich im Jahr 2011 auf den Markt kam. AMD Bobcat zielte damals auf das völlig neue Segment der Ultra-Low-Power-Geräte, Notebooks, Netbooks, Tablets und Convertibles mit einer maximalen Prozessorverlustleistung zwischen 1 und 10 Watt. Der Nachfolger von AMD Bobcat ist die AMD Jaguar Mikroarchitektur.

Alle AMD Bobcat Prozessoren besitzen neben den einzelnen Prozessorkernen auch eine integrierte Grafikeinheit der Radeon-Serie. Zusammen werden diese kombinierten Recheneinheiten als APUs bzw. „Fusion“ vermarktet. Die Architektur unterstützt 64 Bit und Out-of-order execution, was sie von einigen Atom-Prozessorserien unterscheidet. Es gibt eine 64-Bit-Integer-Einheit sowie eine 64-Bit-Gleitkommaeinheit. Der L2-Cache hat eine Kapazität zwischen 512 KB und 1 MB. AMD Bobcat unterstützt die Instruktions-Sets MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3 und SSE4A. Die integrierte Grafikeinheit nutzt die TeraScale-2-Architektur.

Es gibt drei verschiedene Prozessor-Familien, die auf der AMD Bobcat Architektur basieren. Dabei handelt es sich um „Desna“, „Ontario“ und „Zacate“. Desna empfiehlt sich dabei vor allem für Tablets mit einer maximalen Verlustleistung von 5,9 Watt, jedoch nur einer sehr niedrigen Rechen- und Grafikleistung und zwei Kernen. Ontario soll vor allem in Netbooks und Convertibles eingesetzt werden und hat eine maximale Verlustleistung von 9 Watt. Die Zacate-Prozessorfamilie hingegen soll vor allem in Subnotebooks und sparsamen Allround-Notebooks eingesetzt werden. Die maximale Verlustleistung beträgt 18 Watt.

Die integrierten Radeon-Grafikeinheiten besitzen bei allen Prozessorfamilien innerhalb der AMD Bobcat-Architektur 80 Stream-Prozessoren und unterstützen DirectX 11 vollständig. Der Grafik-Chiptakt liegt zwischen 27 und 508 MHz. Teilweise unterstützen die Chips einen Turbo-Modus.

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