1. Startseite
  2. News
  3. Windows 10: Microsoft will häufiger automatische Updates liefern

Windows 10: Microsoft will häufiger automatische Updates liefern (Bild 1 von 1)Bildquelle: Microsoft
Fotogalerie (1)
Nicht immer reibungslos: Microsoft muss aktuell die Verteilung des Windows 10 Creators Updates für einige PCs aussetzen, da dort ein Bluetooth-Chip Probleme bereitet.

Microsoft will zukünftig Aktualisierungen für Windows 10 PCs nicht mehr nur exakt nach Plan am sogenannten „Patch Tuesday“ eines Monats veröffentlichen, sondern zusätzlich mindestens ein kumulatives Update (bei Bedarf auch mehr) im Monatsrhythmus für alle Nutzer ausliefern. Wie der Softwareriese jüngst angekündigt hat, sind davon allerdings Sicherheitspatches explizit ausgenommen.

Der Hintergrund von Microsofts Entscheidung, derlei Funktionsupdates für Windows 10 vom Patch beziehungsweise Update Tuesday zu entkoppeln und häufiger beziehungsweise oftmals auch je nach Bedarf auszuliefern, ist natürlich, dass die Arbeiten an dem Desktop-Betriebssystem im Großen und Ganzen betrachtet so rasch und intensiv vorangetrieben werden. Davon abgesehen konnte das Windows Team zusammen mit der vor wenigen Wochen erfolgten Fertigstellung des Creators Updates einige signifikante Aspekte des Aktualisierungsprozesses von Windows 10 verändert, so dass sich nun auch größere OS-Updates schneller einspielen lassen, Nutzer aber zugleich selbst mehr Kontrolle über den Zeitpunkt einer Update-Installation haben.

Etwas fragwürdig ist allerdings Microsofts Strategie hinsichtlich wichtiger Sicherheitsfixes. Wieso werden ausgerechnet diese weiterhin nur strikt nach Plan an einem bestimmten Tag des Monats ausgeliefert, obwohl es doch erwiesenermaßen so wichtig ist, kritische Lücken im Programmcode des Betriebssystems so schnell wie nur irgendwie möglich zu stopfen?

Als aktueller kleiner Seitenhieb darauf, welche Tücken es auch bergen kann, das Windows-OS so häufig wie inzwischen üblich zu überarbeiten, darf im Übrigen das Bekanntwerden des folgenden Problems mit dem Creators Update verbucht werden: Laut einem Blogbeitrag von Microsoft musste der Verteilungsprozess der neuen Hauptversion für eine kleine Zahl von Geräten ausgesetzt werden, weil eine Fehlfunktion im Zusammenhang mit bestimmten Bluetooth-Chips entdeckt wurde.

Gemäß der vorliegenden Angaben handelt es sich um eine Problematik, die nur bei Geräten mit bestimmten Funkmodulen von Broadcom und installiertem Creators Update auftreten kann. In diesen Fällen soll es zu Bluetooth-Verbindungsstörungen und/oder -abbrüchen kommen, so dass beispielsweise Bluetooth-Mäuse oder -Tastaturen nicht mehr wie gewohnt verwendet werden können.

Microsoft hat den Fehler mittlerweile offenbar identifiziert und daher für alle PCs mit den fraglichen Chips die Verteilung des Creators Updates gestoppt. Das US-Unternehmen will sich nun erst einmal ganz auf die Behebung des Fehlers fokussieren und erst zu einem noch ungewissen späteren Zeitpunkt wieder den Rollout der neuen OS-Version fortsetzen.

Interessanter Weise rät Microsoft in dem diese Thematik beleuchtenden Blog-Beitrag allen Nutzern schließlich noch dazu, das Creators Update nicht manuell zu installieren, sondern abzuwarten bis die Aktualisierung über Windows Update automatisch für das Betriebssystem eingespielt wird. Nur so könnten Probleme wie das beschriebene zuverlässig umschifft werden. Zugegeben etwas zugespitzt formuliert heißt dies aber auch: Anwender, die das umfassende Update schon längst via offiziell bereitgestellten Hilfsmitteln manuell installiert haben, wurden und werden von Microsoft als willkommene Probanden benutzt.

Quelle: Microsoft #1, #2

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.