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  3. Sony: PS4 Pro verzichtet auf 4K Blu-ray zugunsten von Streaming-Apps

nfolge von Sonys offizieller Enthüllung der PlayStation 4 Pro am vergangenen Mittwoch kommen nach und nach immer mehr technische Details und Hintergrundinfos zutage. So wurde jetzt von offizieller Seite bestätigt, dass die Konsole keine 4K Blu-rays wiedergeben kann.Bildquelle: Sony
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PS4 Pro: Sonys neue High-End-Konsole für 4K-Inhalte verfügt über kein 4K Blu-ray Laufwerk, unterstützt aber 4K-Streaming-Apps.

Sony hat am vergangenen Mittwochabend im Schatten der iPhone 7 Vorstellung sowohl eine neu designte, kompaktere PlayStation 4 (PS4) „Slim“ als auch die leistungsfähigere PlayStation 4 Pro angekündigt. Insbesondere das zweitgenannte Modell sorgt seither für jede Menge Schlagzeilen, ist die Existenz der PS4 Pro doch gleichbedeutenden mit dem Ende der altbewährten Konsolenzyklen. Eine brandneue Box nach nur rund drei Jahren Verkaufszeit für die alte, das traute sich bislang kein Konsolenhersteller. Sony spricht nicht zuletzt aus diesem Grund gezielt von keiner neuen PlayStation-Generation, sondern von einem simplen Upgrade, das sich an Hardcore-Spieler und Multimedia-Enthusiasten richtet, die bereits dabei oder zumindest im Begriff sind, mit einem 4K- beziehungsweise HDR-(High Dynamic Range)-Fernseher zu experimentieren. Angesichts dieser Marketingstrategie ist es allerdings verwunderlich, dass die PS4 Pro kein optisches Laufwerk besitzt, das 4K Blu-rays abspielen kann, wie jüngst PlayStation-Boss Andrew House gegenüber dem britischen Guardian bestätigte.

Die PS4 Pro verwendet gemäß den vorliegenden technischen Daten dasselbe Blu-ray-Laufwerk wie die Standard-PS4 beziehungsweise die neue PS4 Slim. Den Worten von House nach liegt dies insbesondere im Trend hin zu Video-Streaming-Angeboten begründet. Während im Spielemarkt zwar weiterhin physikalische Medien wie Blu-rays sehr wichtig seien, spielten sie für das Betrachten von Filmen eine immer geringere Rolle. Speziell auf der PlayStation 4 verbringen Nutzer laut House nach dem Spielen die meiste Zeit damit, Filme mit Hilfe unterschiedlicher Dienste auf den heimischen Fernseher zu streamen. Daher liege der Fokus von Sony auch exakt auf diesem Bereich.

Erwähnenswert im Hinblick auf diese Äußerungen ist, dass Microsoft erst vor kurzem die Xbox One S auf den Markt brachte, welche mit einem 4K Blu-ray Laufwerk ausgestattet ist und Medieninhalte in 4K und HDR ausgeben kann.

Während die PS4 Pro keine 4K Blu-rays abspielt, wird die neue Sony-Konsole jedoch 4K-fähige Streaming-Apps wie Netflix und Youtube zu bieten haben und natürlich deutlich leistungsfähiger bei Spielen sein als die Standard-PS4 – und die Xbox One S. Für die Pro-Konsole angepasste Spiele können mit 4K-Auflösung und HDR ausgeben werden, wobei hier zu beachten ist, dass viele dieser Titel nicht wirklich in nativer 4K-Auflösung dargestellt, sondern zunächst intern in einer vom Entwickler festgelegten niedrigeren Auflösung berechnet und dann auf 4K hochskaliert werden. Wenn bedacht wird, wie herausfordernd Spiele in 4K selbst für moderne High-End-PCs sein können, dann ist das auch nicht weiter verwunderlich. Zudem sollen die Skalier-Techniken, die auf der PS4 Pro geboten werden sehr ausgereift sein.

Ein weiteres interessantes Detail, das Andrew House im Guardian-Interview preisgibt, ist, dass Sony hofft, mit der PS4 Pro Spieler davon abhalten zu können, während der laufenden Konsolengeneration auf einen Gaming-PC zu wechseln, um von dessen höherer Leistungsfähigkeit und den daraus resultierenden besseren Grafik-Features profitieren zu können. Der Manager gibt an, dies sei in vergangenen Generation – womit er vermutlich insbesondere die PS3 und Xbox 360 Ära meint – beobachtet worden. Mit der neuen PS4 Pro sollen genau diese Spieler aber nun im PlayStation-Ökosystem gehalten werden.

Die PlayStation 4 Slim wird Sony bereits ab der kommenden Woche auf diversen Märkten, darunter auch Deutschland, für 299 Euro verkaufen. Die PlayStation 4 Pro kann ab sofort vorbestellt werden und wird ab 10. November auch hierzulande für zweifellos sehr verlockende 399 Euro erhältlich sein.

Quelle: The Guardian

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