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Microsoft Surface Pro: Neues Tablet mit Windows 10 ist offiziell (Bild 1 von 8)Bildquelle: Microsoft
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Surface Pro 2017: Microsoft stattet die neueste Generation seiner Premium-Tablet-Reihe mit Intels Kaby Lake CPUs aus und betreibt bis hin zum Surface Pen akribischen Feinschliff.

Microsoft hat heute im Rahmen eines Events in Shanghai, China das neue Surface Pro vorgestellt. Wie zuvor bereits durchgesickert war, verzichtet das US-Unternehmen also darauf, den Nachfolger des Surface Pro 4 mit der Ziffer „5“ im Namen zu versehen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass es sich bei dem neuen WIndows 10 Tablet nicht um eine vollständige Neuentwicklung, sondern vielmehr um eine Evolution des bekannten Industriedesigns handelt. Wichtigste Änderungen im Vergleich zum Vorgänger sind dezente Anpassungen sowohl im Inneren als auch an der äußeren Fassade des Geräts, die alle zusammen einen positiven Effekt auf das Nutzererlebnis haben sollen, sowie der Einsatz von Intels aktueller 7. Core-Prozessor-Generation (Kaby Lake). Außerdem hervorzuheben sind die optionale LTE-Unterstützung und der verbesserter Surface-Stift.

Neues Surface Pro mit Kaby Lake, aber ohne USB-C
Das Surface Pro misst 292 x 201 x 8,5 Millimeter und ist 770 Gramm leicht (784 Gramm mit Core i7). Das Chassis bietet im Vergleich zum Vorgänger stärker abgerundete Kanten und wartet nun vor allem mit einem verbesserten Kickstand auf, der einen Bewegungswinkel von 165 Grad zulässt. Somit lässt sich das Tablet beispielsweise beim Zeichnen mit einem äußerst geringen Neigungswinkel auf den Tisch legen. Diesen „Trick“ hat sich Microsoft vom eigenen All-in-One-PC Surface Studio abgeschaut.


Im Gehäuseinneren des 2017er Pro-Modells der Surface-Reihe verbaut Microsoft nun standesgemäß Intels Core-Prozessoren der 7. Generation. Dabei kommt bei der günstigsten Modellvariante wieder ein Core m3 Chip, bei den mittleren Konfigurationen ein Core i5 und bei den leistungsstärksten Ausführungen ein Core i7 zum Einsatz. Da für die allermeisten Endverbraucher das Core i5 Modell mit 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte SSD aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses die interessanteste Konfiguration darstellen dürfte, darf speziell für diesen Fall angemerkt werden, dass Microsoft den Core i5 Chip anders als beim Vorgänger nun passiv kühlen kann. Eine vergleichbare lüfterlose Kühllösung hat ebenfalls heute Huawei für sein brandneues MateBook X angekündigt. Das Core m3 Modell des Surface Pro kommt somit natürlich ebenso ohne Lüfter aus. In den Core i7 Modellen hingegen muss Microsoft eine neu designte „Hybrid-Kühlung“ verbauen, um den Prozessor vor zu hoher Hitzeentwicklung zu schützen.

Neben den Kaby Lake Prozessoren stattet Microsoft das neue Pro wieder mit einem TPM-Chip sowie je nach Modellvariante mit 4, 8 oder 16 Gigabyte RAM und einer SSD mit 128, 256, 512 oder 1000 Gigabyte Speicherkapazität aus. Für die Grafikausgabe ist bei jeder der erhältlichen Konfigurationen die im jeweiligen Intel-Chip integrierte Grafikeinheit zuständig. Beim Core m3 ist das die HD Graphics 615, beim Core i5 die HD Graphics 620 und beim Core i7 die Iris Plus 640.

In Sachen Display tut sich beim neuen Surface Pro im Vergleich zum Vorgänger nichts Weltbewegendes. Das Touchscreen im 3:2 Format misst weiterhin 12,3 Zoll in der Diagonalen und löst mit 2736 x 1824 Pixel auf, womit sich eine Pixeldichte von 267 ergibt. Microsoft verspricht jedoch, dass der Bildschirm durch die verbesserte PixelSense-Technologie noch heller sein und Farben noch kräftiger darstellen soll.

Auf der Rückseite des Tablets findet sich die 8 Megapixel Hauptkamera mit Autofokus, auf der Vorderseite eine 5 Megapixel Kamera für Videochats sowie eine IR-Kamera für Windows Hello. Das Gerät besitzt des Weiteren Dualmikrofone, im Vergleich zum Vorgänger verbesserte Stereolautsprecher mit 1,6 Watt sowie Unterstützung für Wi-Fi nach 802.11 a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.1. Hinsichtlich externer Schnittstellen setzt Microsoft wie gehabt auf einen USB 3.0 Typ-A Port, einen Mini DisplayPort, einen microSDXC-Kartenleser und 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss, den Cover-Port, an dem das Type-Cover magnetisch andockt sowie den Surface-Connector zur Stromversorgung oder zur Verbindung mit dem Surface Dock. Die Akkulaufzeit des Surface Pro gibt der Hersteller mit bis zu 13,5 Stunden bei Videowiedergabe an. Wie akkurat das ist, müssen unabhängige Tests in den kommenden Wochen zeigen.

Surface Pro Zubehör
Passend zum überarbeiteten Surface Pro bringt Microsoft auch zwei brandneue Accessoires auf den Markt, die allerdings diesmal beide separat erworben werden müssen. Zum einen ist das ein überarbeitetes Signature Type Cover mit einem Überzug bestehend aus der High-Tech Mikrofaser Alcantara für rund 180 Euro, zum anderen ein verbesserter Surface Pen.

Dem neue Surface Pro Signature Type Cover hat Microsoft eine LED-Tastaturbeleuchtung und ein größeres Precision-Trackpad aus Glas mit Multi-Touch-Funktion spendiert. Der Alcantara-Bezug wird nun zudem in den drei Farben Platin, Kobaltblau und Burgunderrot angeboten. Der neue Surface Pen bietet mit 4096 Druckpunkten laut Hersteller gleich doppelt so viel Drucksensibilität wie die Vorgängerversion, soll zudem nun praktisch ohne spürbare Verzögerung arbeiten und kann darüber hinaus mit der Erkennung des Stift-Neigungswinkels auftrumpfen, wodurch beispielsweise das Schattieren von digitalen Zeichnungen möglich wird. Der Apple Pencil beherrscht dieses Features im Zusammenspiel mit dem iPad Pro seit Ende 2015, die Redmonder wollen Apples Implementierung allerdings jetzt in Detailfragen überholt haben.


Preise und Verfügbarkeit
Microsoft startet bereits heute die Vorbestellungsphase des neue Surface Pro im eigenen Online Store, was auch für den deutschen Markt gilt. An Vorbesteller ausgeliefert beziehungsweise offiziell im internationalen Handel erhältlich sein wird das Tablet mit Windows 10 Pro dann ab dem 15. Juni 2017, also am selben Tag, an dem auch der Marktstart des Surface Laptops erfolgen soll. Microsoft bietet das 2017er Surface Pro in insgesamt sechs Konfigurationen an, deren Preisspanne von 949 Euro für ein Modell mit Core m3, 4 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte SSD bis hin zu 3099 Euro für die Variante mit Core i7, 16 Gigabyte RAM und 1 Terabyte SSD reicht. Für die oben im Text schon einmal erwähnte Version mit Core i5, 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte SSD müssen Interessenten 1449 Euro einkalkulieren. Ausführungen des Tablets mit integriertem LTE-Modem kann Microsoft derzeit noch nicht anbieten. Das soll sich aber im weiteren Verlauf des Jahres ändern.

Surface Studio kommt nach Deutschland
Am Rande der heutigen Surface Pro Ankündigung gab Microsoft bekannt, dass der im Oktober 2016 vorgestellte und seit Dezember 2016 in den USA erhältliche All-in-One (AiO) PC Surface Studio und das dazu passende Eingabe-Gerät Surface Dial ebenfalls ab dem 15. Juni auf den deutschen Markt kommen werden.

Das Surface Studio verfügt über ein 28 Zoll großes Touchscreen, das mit 4500 x 3000 Pixeln auflöst, den Surface Pen sowie das rund 110 Euro teure Surface Dial unterstützt und sich dank speziellem Scharnier bei Bedarf wie ein digitales Zeichenbrett verwenden lässt. Damit ist klar, dass der AiO ein teures Nischenprodukt darstellt, mit dem Microsoft hauptsächlich kreative Profis ansprechen möchte.

Abgesehen vom schicken Design und dem hochwertigen, super-scharfen Display ist allerdings die Ausstattung des Surface Studio schon vor dem Verkaufsstart hierzulande nicht mehr ganz brandaktuell. In der günstigsten Modellvariante, für die der Hersteller einen Preis von 3549 Euro ausgibt, stecken ein Intel Core i5 Quad-Core-Prozessor der 6. Generation (Skylake), 8 Gigabyte RAM, eine Nvidia GeForce GTX 965M mit 2 Gigabyte VRAM und eine 1 Terabyte Hybrid-Festplatte. Wer mehr Leistung braucht, der kann für das Surface Studio bis zu 4999 Euro ausgeben und erhält dann eine Konfiguration mit Intel Core i7 Quad-Core-CPU der 6. Generation, 32 Gigabyte RAM, eine Nvidia GeForce GTX 980M mit 4 Gigabyte Speicher und eine 2 Terabyte Hybrid-Festplatte.

Quelle: Microsoft

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