1. Startseite
  2. Tests & Kaufberatungen
  3. Alienware 15 Gaming-Notebooks - Beste Wahl für Spieler dank Preissenkung

Alienware 15 Gaming-Notebooks - Beste Wahl für Spieler dank Preissenkung

Alienware 15 Gaming-Notebooks sind leistungsstark, aber überteuert? Schon lange nicht mehr! Wir gehen der Preisfrage auf den Grund und vergleichen mit den Konkurrenten mySN Schenker XMG P505, ASUS ROG GL551 und MSI GS60 / GS62. Außerdem: Was ist wohl besser - Der Griff zur Standard-Ausstattung oder selbst konfigurieren? Die kompakte Übersicht für alle Spieler und Alienware-Fans.

Alienware 15 Gaming-Notebooks - Beste Wahl für Spieler dank PreissenkungNotebookinfo.de

Einleitung

Alienware 15 Gaming-Notebooks - Beste Wahl für Spieler dank Preissenkung (Bild 2 von 7)Bildquelle: Dell / Alienware
Fotogalerie (7)
Gut und jetzt auch günstig: Die Preise für Alienware Notebooks sind vom Utopischen zurück im erschwinglichen Bereich.

Vor wenigen Jahren noch musste man beim Kauf eines Alienware Notebooks tief in die Tasche greifen. Damals galten Dell und Alienware als einer der wenigen Unternehmen, die das Konfigurieren von Notebooks im großen Stil anboten. Nun ist vor allem Schenker Notebooks mit der Marke XMG dafür bekannt, während Alienware den Rückzug antritt und deutlich weniger Freiraum bei der Hardware-Gestaltung lässt. Dennoch gibt es bei dem ins Dell Portfolio eingegliederte Unternehmen immer noch genug Möglichkeiten Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte und SSD selbst zu bestimmen. Interessant ist die Preisentwicklung, vor allem in den letzten 1-2 Jahren.

Bei Alienware und auch bei den Herstellern Schenker, ASUS und MSI wurde viel in neue Gehäuse, Designs und Eingabegeräte investiert. Somit sind die Preise, aber auch die Leistung allgemein gestiegen und die einstigen Schnäppchen unter den Gaming-Notebooks sind nur noch schwer zu finden. Gute Ausgangslage für Alienware, denn im Vergleich zu anderen Gamern ist man nicht mehr das Unternehmen was sich den Namen übermäßig gut bezahlen lässt. In vielen Situationen sind sogar die beliebten XMG Notebooks ein paar Euro teurer.

Wir beleuchten in diesem Artikel das aktuelle Alienware-Angebot in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu Schenker, ASUS und MSI. Die Hersteller Acer, Lenovo und Gigabyte haben wir absichtlich außen vor gelassen, da sich diese eher im Mittelklasse-Gaming-Bereich niedergelassen haben bzw. die Verbreitung in Deutschland noch nicht die nötige Relevanz erreicht hat. Letzteres ist hauptsächlich bei Gigabyte der Fall. Auch die günstigen Gamer von Medion Erazer sind nicht vertreten, da sich das deutsche Unternehmen nur noch auf den 17,3 Zoll Bereich konzentriert. Im kommenden Special zum Alienware 17 wird dann auch dieser Vergleich mit einbezogen. Und obwohl ASUS im 15,6-Zoll Segment nur Gaming-Grafikkarten der Einsteiger-Kategorie anbietet, ziehen wir den Vergleich aufgrund des starken Aufbaus der Republic of Gamers (ROG) Marke.

Prozessor & Arbeitsspeicher

Wir beginnen unsere Alienware-Serie mit der guten Mitte aus Mobilität und Desktop-Replacement, dem Alienware 15. Zum aktuellen Zeitpunkt starten die Preise hier bei 1.299 Euro. Dabei haben potenzielle Käufer die Wahl zwischen einem Intel Core i5-4210H Prozessor und dem Intel Core i7-4710HQ. Beides vollwertige Prozessoren mit einer TDP von 47 Watt und je nach Konfiguration mit zwei bzw. vier Kernen. Windows 8.1 ist standardmäßig bei allen Notebooks vorinstalliert. Optional kann zu Windows 7 Professional gegriffen werden, das allerdings mit einem Aufpreis von 48 Euro zu Buche schlägt. Ohne Betriebssystem lässt sich das Alienware 15 nicht konfigurieren. Beim Arbeitsspeicher gibt es die Wahl zwischen 8 GB und 16 GB. Im Vergleich dazu: Der direkte Konkurrent Schenker XMG P505 kann bis zu 32 GB tragen. Die Serien MSI GE62, MSI GS60 und ASUS ROG GL551 verhalten sich bei CPU und RAM gleich zum Alienware 15.

Grafikkarte

In Sachen Grafikeinheit gibt es bei Alienware drei Staffelungen. Das günstige Modell ab 1.299 Euro kommt mit der Nvidia Geforce GTX 965M. Ab 1.399 Euro erhält man bereits die Geforce GTX 970M und erst am 1.599 Euro startet die AMD Radeon HD R9 295X. MSI setzt ab 1.449 Euro hingegen nur auf die beiden Nvidia-Varianten, Schenker sogar auf eine Geforce GTX 980M in der Maximal-Ausstattung ab 1.800 Euro. In dem uns vorliegenden Datenblatt aus den USA plant auch Alienware Nvidias stärkste Grafiklösung in naher Zukunft einzusetzen. Bisher kann diese in Deutschland aber nicht konfiguriert werden. ASUS hält sich im 15,6 Zoll Bereich immer noch an der Geforce GTX 850M zum Startpreis von 1.049 Euro fest. Im direkten Vergleich ist Alienware knapp 50-200 Euro günstiger als die Konkurrenz.

Ein nennenswerter Vorteil ist für alle die zu erkennen, die sich für den externen Alienware Graphics Amplifier entscheiden. Knapp 249 Euro zahlt man für dieses Extra-Gehäuse mit PCI-Express-Slot und 460 Watt Netzteil. In diese Station können klassische Desktop-Grafikkarte eingesetzt werden, die maximal zwei Steckplätze in einem normalen Gehäuse belegen würden. Alienware bietet optional für 416 Euro eine Geforce GTX 970 an, die es aber in bekannten Online-Shops deutlich günstiger zu kaufen gibt. Über ein proprietäres PCIe-Kabel wird der Graphics Amplifier dann mit dem Alienware 15 verbunden. Gleiches funktioniert übrigens auch beim Alienware 13. Beim Anschluss deaktiviert sich die mobile Nvidia Grafiklösung und die Desktop-Grafikkarte springt an. Somit verwandelt sich das Alienware 15 so schnell in einen attraktiven Desktop.

MSI hat ein ähnliches Produkt mit dem Gaming Dock im Programm. Hier wird allerdings das im Vergleich zum Alienware 15 schwächere MSI GS30 Ultrabook in eine Docking-Station eingesetzt. Dafür passt in das MSI Pendant eine zusätzliche 3,5-Zoll Festplatte und es gibt neben USB Schnittstellen auch einen LAN-Port und Audio-Anschlüsse. Das MSI Gaming Dock wird in Kombination mit dem MSI GS 30 Notebook für 1.799 Euro verkauft. Es ist also alles eine Frage der Akkulaufzeit. Hier schafft das 13,3 Zoll Notebook von MSI natürlich mehr als das Alienware 15, allerdings auch mit deutlich weniger Leistung.

Display & Festplatte

Durchgängig wird das Alienware 15 mit einem Full-HD-Display (1.920 x 1.080 Pixel) samt IPS-Technik und matter Beschichtung ausgeliefert. Die gibt es auch bei ASUS, MSI und Schenker. Wer auf höhere Auflösungen und Touchscreen setzen möchte, muss satte 380 Euro drauflegen. Dann gibt es allerdings auch 3.860 x 2.146 Pixel (4K / Ultra HD). Dieses ist wohl eher für den Film-Alltag interessant, denn die Grafikkarten haben es bei dieser Pixelanzahl schwer hohe Qualitätseinstellungen in Spielen zu meistern. Ebenso gibt es Upgrades bei der Festplatte bzw. dem Solid State Drive (SSD) zu erstehen. Standard ist eine 1 TB HDD mit 5.400 Umdrehungen pro Minute. Für schlanke 89 Euro kann zusätzlich eine 128 GB M.2 SSD verbaut werden. Mit 159 Euro und 329 Euro liegen die Optionen für 256 GB und 512 GB SSD etwas schwerer im Magen. Der zusätzliche, zweite M.2 SSD Slot bleibt frei, womit ein dritter Speicher nachträglich selbst hinzugefügt werden kann.

Schenker bietet hier deutlich bessere Möglichkeiten der Konfiguration. Vier Massenspeicher-Slots können beim XMG P505 belegt werden. Der große Vorteil ist, dass der Nutzer beim Konfigurieren des XMG genau weiß, welche Festplatte bzw. SSD in seinem Notebook verbaut wird. Alienware schweigt sich zu diesem Thema aus. Zu welchem Hersteller die Dell-Techniker gegriffen haben, erfährt man also erst, wenn das Alienware 15 beim Kunden zuhause steht. Gleiches gilt für die ASUS GL551JK Notebooks, die reine SSD-Lösungen, eine SSD-HDD-Mischung und eine Hybrid-Festplatte mit 24 GB SSD Anteil anbieten. MSI fällt nur bei hochpreisigen Konfigurationen über 2.000 Euro mit seinem SSD-RAID und einer zusätzlichen 1 TB Festplatte auf.

Gehäuse

Neben den Vorteilen und der Ersparnis bei den einzelnen Komponenten im Vergleich zu anderen Gaming-Notebooks kommt zudem noch hinzu, dass Alienware einen starken Fokus auf ein gutes Gehäuse legt. Aluminium und Karbonfaser sowie Soft-Touch-Oberflächen kommen hier zu Einsatz. Direkt auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass in dem Alienware 15 viel Leistung steckt. Futuristisch und aggressiv durchgestylt, wie es sonst nur die ASUS ROG Notebooks können. Eine fantastische Gaming-Tastatur und Klipsch Lautsprecher sind ebenfalls mit von der Partie. Unterm Strich können wir sagen, wer zwischen 1.300 und 1.700 Euro in ein Gaming-Notebook investieren möchte, der sollte im 15,6 Zoll Bereich zum Alienware 15 greifen. Auch MSI und vor allem das Schenker XMG P505 bringen ein gut verarbeitetes, wertiges und in vielen Belangen auch schlankeres sowie leichteres Gehäuse mit sich. Aus Design-Sicht sehen wir aber keinen besonderen Grund die Mehrinvestition bei diesen beiden Herstellern auf uns zu nehmen.

Auf die Anschlüsse gehen wir nicht im Detail ein. Zu sagen ist, dass alle Gaming-Notebooks von Alienware, ASUS, MSI und Schenker XMG über aktuelle Schnittstellen verfügen. HDMI, USB 3.0, Bluetooth 4.0, Gigabit-LAN, Kartenleser, DisplayPort und Sound-Ausgänge sind nahezu überall in ausreichender Stückzahl vorhanden. Allerdings lässt das Alienware 15 ein optisches Laufwerk außen vor und bietet nur externe Lösungen als optionales Zubehör an. Schön anzusehen ist aber das verbaute Killer 1525 WLAN-ac Modul im Alienware 15, das zum Beispiel bei Schenker XMG mit einem Aufpreis verbunden wäre.

Fazit

So kann sich das Blatt wenden. Musste man vor einigen Jahren noch 300 bis 500 Euro mehr einplanen, wenn man zu einem Gaming-Notebook wie dem Alienware 15 greifen wollte, bekommt man heute sogar das beste Notebook zum günstigsten Preis. Der ernsthafteste Konkurrent Schenker XMG P505 ist in fast allen gleichwertigen Konfigurationen 50-150 Euro teurer als das Alienware 15, selbst wenn wir die Standard-Garantie von Alienware auf die von Schenker gebotenen 2 Jahre erweitern.

Der große Pluspunkt von XMG liegt bei den High-End-Komponenten. Denn beim Leipziger Hersteller kann auch im 15,6 Zoll Bereich zu einer Nvidia Geforce GTX 980M und 32 GB Arbeitsspeicher gegriffen werden. Und während das Alienware 15 nur Platz für zwei Speicherlösungen anbietet, können wir das Schenker XMG P505 mit zwei M.2 SSDs und zusätzlich zwei 2,5“ HDD / SSD Lösungen bestücken. Will man aber diesen Vorteil mitnehmen, muss man bei Schenker mindestens 2.330 Euro investieren. Und für diesen Preis könnten wir uns bei Alienware sogar den externen Graphics Amplifier inklusive einer PNY XLR8 Geforce GTX 970 Desktop-Grafikkarte konfigurieren oder gleich für 2.380 eine GTX 980 von MSI einsetzen. Für unseren Geschmack bietet Alienware hier das bessere Komplettpaket in allen Preisbereichen.

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.