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Bilder zum Test: Lenovo IdeaPad U310 MAG62GE - Knalliges Volks-Ultrabook

Das Design des IdeaPad U310 Ultrabooks nimmt den Wortteil „Book“ durchaus beim Namen, ähnelt es im zugeklappten Zustand durch einen konkaven Gehäuserand doch sehr einem gebundenen Buch. Das Aluminiumgehäuse in den Farbvarianten Aqua Blue, Cherry Blossom, Graphite Grey oder knalligem Ruby Red ist auf der Suche nach preisbewusster und trendiger Kundschaft. Besonders in der blauen oder roten Farbgebung ist das Ultrabook ein Blickfang. Der glänzende weiße Displayrahmen aus Kunststoff zeigt sich im Vergleich zum sonst matten Innenraum etwas anfällig für Fingerabdrücke. Das Chassis widersteht unseren Verwindungsversuchen weitestgehend, auch der Displaydeckel ist dank dem Aluminiumelement nur schwer zu biegen. Die Spaltmaße sind gering und das Gehäuse ist gut verarbeitet. Der Bereich um das Tastaturbett lässt sich leicht eindrücken, wir müssen allerdings erwähnen, dass es sich um ein Vorserienmodell handelt. Das Displayscharnier ist gut ausbalanciert, lässt aber ein wenig Nachwippen beim Öffnen zu.

Die übersichtliche Arbeitsumgebung wird geprägt von der leicht eingelassenen Chiclet-Tastatur und dem ausladenden Multitouchpad mit schicker Glasoberfläche. Die flachen, angerauten Keyboard-Tasten geben dank kurzem Hub und deutlichem Druckpunkt ein knackiges Feedback, das Tastaturbett federt wie bei vielen Vorseriengeräten allerdings noch zu sehr nach. Die gesamte glatte Oberfläche des Multitouchpads lässt Klicks zu und bietet gute Gleiteigenschaft. Der Mauszeiger kann präzise und zielsicher navigiert werden, auch Mehrfingergesten sind kein Problem. Lenovos Smart Sensor Software schaltet das Touchpad beim Tippen aus um unabsichtliche Klicks und Zeigerbewegungen durch die Handballen zu verhindern.

Die Ausstattung bezüglich der Schnittstellen ist übersichtlich und bietet das Nötigste und hat sogar ein paar nennenswerte Extras. Am rechten Gehäuserand befindet sich neben der Audiobuchse für Kopfhörer oder Headsets ein USB 2.0 Port um beispielsweise eine externe Maus anzuschließen. Die zwei USB-Anschlüsse auf der linken Seite des Chassis unterstützen den schnelleren USB 3.0 Standard. Für externe Bildschirme steht ein vollwertiger HDMI-Port zur Verfügung, drahtlos kann das Bild auch mittels Intel Wireless Display Technologie ausgegeben werden. Der Realtek Netzwerkadapter bietet nur eine 100Mbit Datenrate, per Funk kommuniziert das U310 über WLAN-N und Bluetooth 4.0. Ein SD-Kartenslot an der Front, eine 1 Megapixel Webkamera für Videochats mit der 720p HD-Auflösung und Lenovos OneKey Rescue System komplettieren die Ausstattung. Ein optisches Laufwerk wurde nicht verbaut. Teil des Lieferumfangs ist ein dünnes Sleeve als brauchbare Zugabe.

Ausgeliefert wird das Lenovo IdeaPad U310 mit vorinstalliertem Windows 7 Home Premium Betriebssystem. Zusätzlich legt der Hersteller diverse Tools für einen unkomplizierten Betrieb bei. Lenovo Smart Update erlaubt beispielsweise das Setzen von Intervallen in denen Dienste wie Outlook, Live Messenger, Facebook oder Twitter nach neunen Nachrichten gescannt werden. Mit VeriFace kann der Login via Gesichtserkennung konfiguriert werden und das Energy Management im Tacho-Design bietet eine handliche Oberfläche für die Stromsparsettings. Äußerst hilfreich ist auch das per Extra-Knopf rechts neben dem Netzschalter aufrufbare Lenovo OneKey Rescue System. Dieses Programm kann für Backups, Wiederherstellungspunkte oder den Auslieferungszustand genutzt werden. Softwareseitig ergibt sich beim IdeaPad U310 ein sehr stimmiges Gesamtbild.

Technische Daten

Display:13.3"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1,7 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 4000
Festplatte500 GB Hybrid -+ 32 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.7 kg
B x H x T:33.29 cm x 1.8 cm x 22.5 cmFarbe:grau

Auf dem Prüfstand

Mit dem stromsparenden (ULV) Intel Core i5-3317U Dualcore-Prozessor ist das Lenovo IdeaPad U310 für alle alltäglichen Aufgaben gewappnet. Die Taktfrequenz von 1,7 GHz (bis zu 2,6 GHz im TurboBoost) sorgt für einen flotten Betrieb von Büroanwendungen, Medienwiedergabe, Bildbearbeitungen oder Emailprogrammen. Mit 4 GB ist die Maximalausstattung an Arbeitsspeicher erreicht. Da bei der Grafikdarstellung ausschließlich auf die Intel HD Graphics 4000 Prozessorgrafik zurückgegriffen wird, sind bei modernen Spielen nur niedrige bis mittlere Detailstufen empfehlenswert. Da der recht langsamen herkömmlichen Festplatte mit 500 GB Kapazität und 5.400 Umdrehungen pro Minute ein mSATA SSD Cache mit 32 GB zur Seite gestellt wurde, bootet das U310 auch mit mehreren installierten Anwendungen in unter 30 Sekunden. Softwareseitig sorgen Enhanced Experience 3.0, RapidBoot und Intel Smart Response Technology für das Erscheinen des Desktops nach 20 Sekunden. Die SSD reserviert allein 8 GB auf einer Hibernation Partition damit das U310 nach rund 3-4 Sekunden Aufwachzeit anspricht. Insgesamt ergibt sich ein sehr flüssiges Arbeitstempo, vor allem häufig genutzte Anwendungen profitieren vom „intelligenten“ Cache. Effektiv nutzbar sind 445 GB - die Systempartition beherbergt 420 GB und Lenovo hat eine zweite 25 GB Partition mit Treibern und Anwendungen eingerichtet. Die „fehlenden“ 45 GB sind für die versteckte Wiederherstellungspartition reserviert.

Das spiegelnde Display mit der Standard HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ist eine Schwachstelle des IdeaPad U310. Die von uns gemessene, durchschnittliche Leuchtdichte von 170 Candela ist im Zusammenspiel mit der glänzenden Beschichtung zu gering für einen problemlosen Betrieb im Freien. Mit starken Lichtquellen im Rücken erschweren der glänzende Displayrahmen und das spiegelnde Display die Lesbarkeit und lassen die Augen schneller ermüden. Auch das maximale Kontrastverhältnis von 141:1 und die Blickwinkelstabilität fallen sehr mager aus. Auf einen optimalen Winkel des Displaydeckels und eine korrekte Position vor dem Notebook sollte also stets geachtet werden, der maximale Aufklappwinkel ermöglicht auch den Betrieb auf dem Schoss. Trotz Dolby Home Theatre Klangverbesserungen fehlen den Lautsprechern des U310 Mitten und Bässe. Die Software erlaubt zwar umfangreiche Einstellungen am Klangbild, die Stereolautsprecher klingen aber zu höhenlastig und die maximale Lautstärke ist nicht sehr hoch.

Erfreulicherweise zeigt sich die Kühllösung ähnlich zurückhalten. Im Leerlauf ist der Lüfter mit 32 Dezibel (A) kaum wahrzunehmen, auch höhere Belastungsstufen ringen der Kühlung kaum mehr als 36 Dezibel (A) ab. Selbst unter Volllast arbeitet der Lüfter nur mit 42 Dezibel (A). Die sparsame Wärmeabgabe der Komponenten äußert sich auch in der niedrigen durchschnittlichen Oberflächentemperatur von 31 Grad Celsius. Im Leerlauf, bei ausgeschaltetem WLAN und niedrigster Helligkeitsstufe des Displays verbraucht das U310 Ultrabook gerade einmal 9 Watt. Surft man über WLAN im Internet liegt der Verbrauch bei 16 Watt, 3D-Anwendungen fordern 32 Watt. Unter maximaler Belastung ist das U310 mit 40 Watt immer noch sehr sparsam. Da sich die Bereiche um den Lüfter dann bis auf 43 Grad Celsius erwärmen, sollte das IdeaPad U310 für intensive Aufgaben auf dem Schreibtisch stehen. Angesichts der allgemeinen Genügsamkeit hätte die Akkulaufzeit ein wenig opulenter ausfallen können. Mit bis zu 7 Stunden Betrieb verspricht der Hersteller Lenovo ein wenig zu viel, wir messen im Leerlauf maximal 6 Stunden und 38 Minuten Laufzeit. In der Praxis ist bei ausgewogener Nutzung wohl eher mit etwas mehr als 4 Stunden Betriebszeit zu rechnen.

Zusammenfassung

Das Lenovo IdeaPad U310 leistet recht viel für den attraktiven Preis von 700 Euro. Bei der Helligkeit des spiegelnden HD-Displays müssen Abstriche gemacht werden, die Akkulaufzeit liegt auch eher unter dem Ultrabook-Durchschnitt. Dafür steckt ein performanter Intel Core i5-3317U Mittelklasse-Zweikerner im schicken und gut verarbeiteten Aluminiumchassis. Großzügige Eingabegeräte und die Kombination aus 500 GB Festplatte und 32 GB SSD Cache tragen bei zum flotten Arbeitstempo. Für Heimnutzer und Studenten ist das handliche und leicht übergewichtige Ultrabook definitiv einen Blick wert.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display4,0 (Ausreichend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063844 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11552 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage2080 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73472 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage6647 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01144.5 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)76.5 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)83.6 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read12113 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write13149 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz51.2 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read74 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen9650 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4272 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8674 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4707 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3463 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7134 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3943 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung98 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 22 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 38 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 9 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

24 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,024 kWh x 24,00 Cent = 12,61 EUR

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