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  3. Test ASUS U36JC-RX081V - silbernes Subnotebook auf dem Siegertreppchen?

Erster Eindruck vom ASUS U36JC-RX081V

Perfektes Design: Silber ist beim Metallgehäuse des Subnotebooks U36JC-RX081V von Asus vorherrschend. Bis auf die schwarze Bodenplatte aus Kunststoff besteht das gesamte Gehäuse aus einer gebürsteten Magnesium-Aluminium-Verbindung. Dadurch liegt es gut in der Hand. Eine spezielle Soft-Touch-Nanometer-Beschichtung schützt es laut Hersteller vor Kratzern und Gebrauchsspuren.
Mattschwarze Tasten bilden einen schönen Kontrast zur silbernen Oberfläche. Der schwarze Rahmen um das 13,3-Zoll-Hochglanzdisplay lenkt nicht von der Anzeige ab. Das Design erinnert an das Apple MacBook Air oder das klobigere Samsung QX310 S02.
Das Asus U36JC ist 1,9 Zentimeter hoch, 32,2 Zentimeter breit, 23,2 Zentimeter tief und wiegt 1,6 Kilogramm. Damit gehört es mit zu den flachsten Vertretern seiner Klasse. Nur das MacBook Air übertrifft es in diesem Punkt.
Direkt unter dem Touchpad leuchten fünf Status-LEDs, die bei zugeklapptem Deckel nicht zu sehen sind. Der Deckel lässt sich bis fast 180 Grad öffnen. Markant ist die erhöhte Akkuabdeckung zwischen den Metallscharnieren, die den Deckel stabil und ohne Nachwippen in Position halten.
Alle Elemente des Gehäuses sind fest miteinander verbunden und verschraubt. Das gesamte Subnotebook ist gut verarbeitet.

Technische Daten und Ausstattung

Ein gutes Subnotebook muss nicht nur kompakt und leicht, sondern auch ausdauernd sein. Für eine lange Akkulaufzeit kommt es auf eine gute Kombination aus Prozessor und Grafikkarte an.
Im U36JC ist ein schneller Zweikernprozessor Intel Core i5-480M mit 2,66 Gigahertz Taktung am Werk. Durch Turbo-Boost-Technik kann er seine Taktrate bis auf 2,93 Gigahertz erhöhen. Die zwei Prozessorkerne können dank Hyper-Threading vier Aufgaben gleichzeitig abarbeiten. Die Grafiksektion kann sich bei diesem Subnotebook auch sehen lassen. Zu der im Prozessor integrierten Intel-HD-Grafik kommt die Grafikkarte Nvidia Geforce G310M. Diese arbeitet mit der Optimustechnologie, die automatisch nach Anwendungsbedarf entweder den Intel Grafikchip oder die Nvidia Grafikkarte aktiviert. Das senkt den Stromverbrauch.
Der maximale Arbeitsspeicherplatz ist mit vier Gigabyte voll ausgenutzt. Die Festplatte hat eine Kapazität von 500 Gigabyte. Sie rotiert mit 5.400 Umdrehungen pro Minute.
Ein DVD-Brenner steht nicht zur Verfügung, was bei einem Subnotebook keine Besonderheit ist. Es dient meist im Businessbereich als mobiler Zweitrechner. Aufgrund der guten Hardwareausstattung und dem mit 13,3 Zoll nicht zu kleinen Display kann das Asus U36JC bei Anschluss eines externen Brenners durchaus als Erstrechner fungieren.

Anschlüsse

Bei vielen Notebooks sind sie noch Mangelware, Asus hat einen an der rechten Seite eingebaut: einen USB-3.0-Anschluss. Die Datenübertragung läuft darüber mit bis zu 96 Megabyte pro Sekunde sehr viel schneller als über die zwei USB-2.0-Anschlüsse, die bis zu 27 Megabyte pro Sekunde übertragen kann. Eine eSATA-USB-Schnittstelle fehlt. Aber da die meisten externen Festplatten und Peripheriegeräte sich leicht per USB-Kabel mit dem Notebook verbinden lassen, ist das akzeptabel.
Zum Anschluss externer Bildschirme, TV-Geräte oder Projektoren gibt es einen analogen VGA und einen digitalen HDMI-Ausgang. Der Kartenleser an der rechten Seite unterstützt die meisten gängigen Formate. Ansonsten findet man an der linken Seite den Kopfhörer- und Mikrofonanschluss.
Mit Gigabit-LAN-Anschluss und WLAN verfügt das Asus U36JC über schnelle Netzwerkverbindungen. Auch das aktuelle Bluetooth 3.0 + HS ist an Bord, mit dem die Verbindung zu Smartphones schnell aufgebaut ist.
Alle Anschlüsse liegen relativ weit hinten, so dass Kabel von angeschlossenen Geräten bei der täglichen Arbeit nicht stören.

Software und Zubehör

Asus liefert neben zahlreichen praktischen Programmen auch jeweils eines zum Einstellen des Bildschirms und zum Stromsparen mit. Einen guten Überblick über Videos, Fotos, Spiele und Musikdateien verschafft das Asus Vibe Funcenter. Gegen Angabe von Gerätenummer, Namen und E-Mail-Adresse stellt Asus 60 Tage kostenlos Onlinespeicherplatz zur Verfügung. Danach verbleibt nur noch ein Gigabyte Onlinespeicher. Für vollen Zugriff ist der Abschluss eines Abonnements notwendig, das rund 45 Euro im Jahr kostet. Dieses erlaubt, bis zu fünf Gigabyte pro Tag zu kopieren.
Für eine Denkpause zwischen der Arbeit kann man den Asus Game Park besuchen. In Kooperation mit Oberon Media stehen verschiedene 3-Gewinnt-, Wimmelbild- und Klick-Management-Spiele zur Verfügung. Die kostenlosen Demos laufen eine Stunde. Die Vollversionen kosten 20 Euro.
Obwohl ein optisches Laufwerk fehlt, liegt eine Vollversion der Cyberlink Blu-ray Disc Suite bei. Ebenso überraschend zählt neben kurzer und langer Gebrauchsanweisung eine Tools- und Treiber-DVD zum Lieferumfang. Zum Lesen von PDF-Dokumenten dient der Nuance PDF-Reader.
Für 60 Tage kostenlosen Schutz gegen Viren, Trojaner und Co. sorgt nach Registrierung die Trend Micro Titanium Internet Security. Dank Microsoft Office 2010 Starter lässt sich mit abgespeckten Versionen von Word und Excel arbeiten.

Display

Leider hat Asus seinem Subnotebook ein Hochglanzdisplay verpasst. Je nach Lichtsituation treten so starke Spiegelungen auf, die die Bildschirmanzeige völlig überlagern. Damit ist die mobile Nutzung wegen wechselnden Lichteinfalls stark eingeschränkt. Das Display hat eine Bilddiagonale von 13,3 Zoll und eine WXGA-Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Die Anzeige ist im 16:9-Format.
Die LED-Hintergrundbeleuchtung ist etwas schwach. Im hellsten Bereich sind es im unteren Mittelfeld nur 189 Candela pro Quadratmeter (cd/m2). Dabei entspricht ein Candela der Leuchtkraft einer Kerze. Genau unter der Webcam leuchtet das Display nur mit 173 cd/m2.
Diese niedrigen Werte begünstigen die störenden Spiegelungen. Verdunklungen treten schon bei kleinsten vertikalen Abweichungen aus der idealen Sitzposition auf. Horizontal hält die Anzeige bis etwa 40 Grad.

Eingabegeräte

Die Chiclet-Tastatur ist ausgezeichnet. Die leicht angerauten Tasten haben einen klaren Druckpunkt und einen mittleren Hub. Der Anschlag fällt angenehm aus. Die Tastatur spricht direkt an. Sie sitzt stabil und fest im Gehäuse. Vertippen ist wegen der idealen Tastenabstände nahezu ausgeschlossen. Die Funktionstaste links über der Tastatur aktiviert gewünschte Energieprofile.
Das große Touchpad überzeugt genauso. Es bietet viel Raum für mehrere Finger und hat eine sehr angenehme Gleitfähigkeit. Für eine ebenso schnelle und zuverlässige Steuerung sorgt auch die Maustastenwippe.
Die Webcam hat nur eine Auflösung von 0,3 Megapixeln. Im zugehörigen Programm YouCam 3 stellt sie ein klares Bild ohne größere Bewegungsunschärfe, mit etwas blassen Farben dar.

Temperatur

Gute Kühlung sieht anders aus. Die Höchsttemperatur von 46 Grad schränkt die Nutzung unterwegs ein. Für den Schoß ist es zu warm. Am niedrigsten ist die Wärme mit 28,9 Grad. Das sind keine überzeugenden Messwerte.

Betriebsgeräusche

Obwohl es zahlreiche Lüftungsschlitze gibt, scheint der Lüfter überfordert zu sein. Insgesamt ist die Geräuschkulisse des Asus U36JC erfreulich niedrig. Bei Volllast erreicht es einen Schallpegel von 33,7 Dezibel (dB(A)). Das ist mit einem Weckerticken vergleichbar. Überraschend liegen die Werte im Minimal- und Standardbetrieb mit 30,5 dB(A) exakt auf gleichem Niveau. Immerhin arbeiten in der Praxis neben dem Betriebssystem auch Standardanwendungen wie Internetbrowser und Büroprogramme.

Leistung

Ein schneller Prozessor und eine gute Grafikkarte zeichnen das Asus U36JC als gutes Subnotebook aus. Der moderne Zweikernprozessor Intel Core i5-480M ist leistungsstark, wie der Everest-CPU-Queen-Test mit 18.713 Punkten eindrucksvoll beweist. Eine sehr gute Grafikleistung liefert auch die Nvidia-Karte ab. Das belegen die 3.528 Punkte beim 3D-Mark-06-Test. Sicherlich reicht die Nvidia Geforce G310M nicht für moderne Spiele mit anspruchsvoller 3D-Grafik aus, genügt aber für anspruchslosere Spiele. Subnotebooks sind grundsätzlich nicht für Games ausgelegt. Der Spielspaß hält sich durch den kleinen 13-Zoll-Bildschirm in Grenzen. Vor diesem Hintergrund überrascht das Ergebnis der Videokonvertierung von unter fünf Minuten positiv.
Fast alle Hardwarekomponenten arbeiten effizient zusammen. Das PC-Mark-Vantage-Ergebnis von 5.965 Punkten zeigt, dass hier die etwas langsame Festplatte die Gesamtleistung ausbremst.

Akku und Energieverbrauch

Bei Volllast hält der 8-Zellen-Akku zwei Stunden und 55 Minuten durch. Fünf Stunden und 40 Minuten lässt sich mit Asus U36JC ohne Strom aus der Steckdose arbeiten, wenn Standardanwendungen wie Büroprogramme und Internetbrowser laufen. Die vom Hersteller beworbene Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden hat das Subnotebook auch bei geringster Beanspruchung mit neun Stunden und 35 Minuten knapp verpasst. Es verbraucht mit 23 Watt relativ wenig Strom.

Praxis

Das Subnotebook Asus U36JC ist ein würdiger Vertreter seiner Klasse. Eine der besten Tastaturen macht die Textverarbeitung zum Vergnügen. Die Tasten haben einen klaren Druckpunkt, einen mittleren Hub und vermitteln ein sehr angenehmes Schreibgefühl. Schnell und direkt reagieren Touchpad und Steuerungswippe.
Der Lüfter rotiert leise und stört nicht bei konzentriertem Arbeiten. Leider ist das Display relativ dunkel, was sich nur mit einer erhöhten Bildschirmhelligkeit ausgleichen lässt. Das geht auf Kosten der sonst relativ guten Akkulaufzeit.
Die einfachen Spiele im Game Park machen Spaß und sind eine gute Abwechslung für zwischendurch. Trotz geringer Auflösung sind die Bilder der Webcam klar und zeigen kaum Bewegungsunschärfen. Das hebt die Qualität beim Videochat. Dass die Farben etwa blass wirken, ist dabei akzeptabel.
Mit den Tools von Asus lassen sich Bildschirmhelligkeit, Energieverbrauchsprofil sowie Lautstärke und weitere Parameter leicht einstellen. Die Bedienung ist aufgrund der grafischen Symbole und Oberflächen wesentlicher einfacher als über das Betriebssystem Windows 7 Home Premium 64-Bit.
Der kostenfreie Testzeitraum der Sicherheitssoftware ist mit zwei Monaten knapp bemessen. Hier sollte man zu einer Alternative greifen.

Zusammenfassung

Auf den ersten Blick ist an dem Subnotebook Asus U36JC-RX081V nichts auszusetzen. Bis auf die Bodenplatte aus Kunststoff besteht das Gehäuse aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung. Es ist mit einer besonderen Beschichtung zusätzlich vor Kratzern geschützt. Kompakte Maße und ein geringes Gewicht von 1,6 Kilogramm sind weitere Vorteile. Besonders der starke Zweikernprozessor Intel Core i5-480M und die gute Grafikkarte Nvidia Geforce G310M tragen zu einer guten Leistung bei. Der 8-Zellen-Akku verfügt in der Praxis über eine Laufzeit von knapp unter sechs Stunden.
Leider kann die Grafikkarte nicht die Nachteile des dunklen und spiegelnden Bildschirms kompensieren. Auch die hohe Wärmeentwicklung an der Unterseite des Asus U36JC stört bei mobilem Einsatz.
Nimmt man diese Nachteile in Kauf, hat man ein gutes und leistungsstarkes Subnotebook, das sich durchaus in Verbindung mit einem externen Monitor als Hauptrechner verwenden lässt.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Ausstattung1,8 (Gut)
  3. Display4,2 (Ausreichend)
  4. Eingabegeräte1,1 (Sehr gut)
  5. Temperatur3,4 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,1 (Gut)
  7. Anschlüsse1,7 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,4 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,8 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
  11. Praxis2,6 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063528 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage5965 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7474 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7348 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz101.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read67.8 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen18713 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)3918 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8843 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)1949 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3190 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7447 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2099 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung295 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 55 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 35 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 40 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

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