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  3. Test ASUS K73BY-TY003V - Ein kühler Riese

Erster Eindruck vom ASUS K73BY-TY003V

„Bronze“ nennt Asus die dunkelbraune Gehäusefarbe des Einsteiger-Notebooks K73BY-T003V. Tastaturrahmen und Handballenauflage bestehen aus gebürstetem Aluminium, der glänzende Displaydeckel sowie die komplette Unterseite aus hochwertigem Kunststoff. Unter der Hochglanzschicht des schwarzen Deckels gibt es eine wellenförmige Struktur. Auffallend sind die silbernen Buchstaben des Herstellerlogos.
Das gesamte Gehäuse macht einen soliden und robusten Eindruck. Die mit einem Schrägstrichmuster geprägte Handballenauflage liegt gegenüber dem Tastaturrahmen etwas höher und bleibt dank Ice-Cool-Technologie auch nach mehreren Stunden noch angenehm kühl. Mit Ice-Cool-Technik bezeichnet Asus die dezentrale Anordnung besonders Wärme erzeugender Komponenten, um einen Hitzestau zu verhindern.
Die Lautsprecherleiste über der Tastatur nimmt fast die ganze Breite ein.
Das 17,3-Zoll-Display glänzt neben dem Deckel als einziges Bauteil. Ansonsten ist aufgrund der Materialbeschaffenheit alles matt. Für ein Einsteiger-Notebook ist das Display ungewöhnlich groß. Normalerweise haben Displays diese Geräteklasse eher zwischen 15 und 16 Zoll Diagonale.
Bei einem Gewicht von 3,2 Kilogramm steht das Asus K73BY meist auf dem Schreibtisch. Für längere Transporte ist es zu schwer und seine Abmessungen zu groß: Es ist 42 Zentimeter breit, 28 Zentimeter tief und 3,68 Zentimeter hoch.

Technische Daten und Ausstattung

Obwohl das Notebook mit dem 17-Zoll-Display wie ein Vertreter der Multimedia-Notebook-Klasse wirkt, zeigt sich bei einem Blick auf die Hardwareausstattung doch nur Einstiegsqualität. Den Antrieb übernimmt ein Zweikernprozessor AMD E-Series E-350 mit einer Taktfrequenz von 1,6 Gigahertz je Kern und einem integrierten Grafikchip. Diese Kombination von Prozessor und Grafikchip nennt der Hersteller Accelerated Processing Unit (APU). Obwohl diese APU sich für sparsame und preiswerte Subnotebooks eignet, findet sie auch im K73BY Anwendung.
Der im Prozessor integrierte Grafikchip AMD HD 6310 arbeitet mit 500 MHz. Durch einen integrierten HD-Decoder bereiten ihm FullHD-Videos keine Schwierigkeiten. Somit eignet sich der AMD E-Series E-350 für die Wiedergabe von Medien und für die Bearbeitung von Dokumenten gleichermaßen. Bestandteil des Prozessors ist ebenfalls ein Speichercontroller, der DDR3-Speicher bis zu einer Frequenz von 1.066 Megahertz unterstützt. Für moderne Spiele arbeiten allerdings Grafikchip als auch Prozessor deutlich zu langsam.
Multitasking, also das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Programmfenstern, ist dank der ebenfalls vorhandenen Grafikkarte AMD Radeon HD 6470M kein Problem. Sie beherrscht, wie alle aktuellen AMD-Grafikkarten, die Dekodierung von Videos, auch solchen im HD-Format. Die AMD Radeon HD 6470M passt den 750-Megahertz-Standardtakt dynamisch an die jeweiligen Anforderungen an. Im 2D-Betrieb senkt sie die Taktfrequenz und schont so den Akku. Die Grafikkarte eignet sich trotz Unterstützung für die moderne Grafikschnittstelle DirectX 11 nur sehr eingeschränkt zum Spielen. Aktuelle Spiele laufen nur bei erheblich reduzierten Details flüssig oder gar nicht.
Vier Gigabyte Arbeitsspeicher, eine Festplatte mit 500 Gigabyte Speicherkapazität sowie ein DVD-Multibrenner runden die Hardwareausstattung ab.

Anschlüsse

Auch die Anschlüsse machen deutlich, dass sich das Asus-Notebook auf Einsteigerniveau bewegt. Rechts und links gibt es jeweils zwei USB-2.0-Schnittstellen. Eine USB-3.0-Schnittstelle, die energieeffizienter und mit höherer Datendurchsatzrate arbeitet, fehlt. Mindestens eine zählt mittlerweile zum Standard.
Für den Anschluss analoger oder digitaler Monitore, Beamer oder Fernseher stehen VGA- und HDMI-Anschluss an der linken Seite zur Verfügung. Ein 4-in-1-Kartenleser befindet sich an der Vorderseite. Zur Einbindung des K73BY in ein kabelgebundenes Netzwerk gibt es eine Gigabit-LAN-Buchse. Die kabellosen Standards WLAN-n und Bluetooth 3.0 + HS unterstützt der Asus-Koloss ebenfalls.
Zwei Audio-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon schließen das Anschluss-Portfolio ab. Sie liegen, wie auch die USB-2.0-Schnittstellen, so weit vorne, dass dort angeschlossene Kabel die Bedienung stören.

Software und Zubehör

Für ein Gerät der Einstiegsklasse hat Asus das Notebook gut mit Software ausgestattet. Direkt nach dem ersten Start des Betriebssystems Windows 7 Home Premium 64-Bit beginnt die Sicherheitssoftware Trend Micro Titanium Internet Security den Registrierungs- und Updatevorgang.
Asus Live Update lädt aktuelle Treiber- und Anwendungsprogramme. Asus Care ist die Steuerungszentrale des Notebooks. Von dieser Oberfläche aus aktiviert man die Erstellung der Wiederherstellungs-DVD, die Bildschirmeinstellung und vieles mehr.
Mit dem Programm A1 Recovery lässt sich komfortabel eine Wiederherstellungs-DVD, die nicht beiliegt, brennen. Es fordert so lange bei jedem Systemstart dazu auf, bis dies geschehen ist.
Zum Ansehen eines gespeicherten Videos oder Hören eines Musikstücks genügt ein Klick auf das jeweilige Icon in Asus Vibe Fun.
Kleine Flash-Spiele wie Wimmelbilder oder 3-Gewinnt-Variationen listet Asus Game Park auf. Allerdings handelt es sich nur um Demos, die rund eine Stunde laufen. Die jeweilige Vollversion kostet durchschnittlich 20 Euro. Den Kauf und die Installation wickelt der Asus-Kooperationspartner Oberon Media ab.
Abgespeckte Word- und Excel-Versionen bietet das kostenlose Programmpaket Microsoft Office 2010 Starter. Cyberlink Power to Go V.6 ist ein komfortables DVD-Brennprogramm.

Display

Das 17,3-Zoll-Display spiegelt stark. Mit der WSGA-Auflösung von 1.600 x 900 Pixeln, 16:9-Format und LED-Hintergrundbeleuchtung stellt es Farben brillant dar. Obwohl sein Kontrast mit 164:1 relativ bescheiden ist, verstärkt das Hochglanzdisplay diesen aus Sicht des Betrachters. Vertikal und horizontal sind aus einem Blickwinkel von etwa 50 Grad die Farben klar zu erkennen.
Die Messung der Helligkeit zeigt befriedigende Ergebnisse. Mit 205 Candela pro Quadratmeter (cd/m2) leuchtet das Display in der unteren linken Ecke am geringsten. Ein Candela gibt die Leuchtkraft einer Kerze im Raum an. Die Leuchtkraft ist mit 225 cd/m2 in der Bildschirmecke oben links am kräftigsten. Zwischen diesen Extremwerten liegen die Messergebnisse relativ dicht beieinander. Ein Unterschied zwischen zehn und 15 cd/m2 nimmt das menschliche Auge in der Regel nicht wahr.
Für Büroprogramme, Internetbrowser und einige grafisch nicht aufwendige Spielen reicht die Helligkeit noch aus.

Eingabegeräte

Die klassische Tastatur und der Nummernblock bilden eine Einheit. Es gibt keine Trennlinie. Die am unteren Ende abgeschrägten Tasten haben einen klaren Druckpunkt und einen mittleren Hub. Jeder Tastendruck ist direkt und hat keine Reaktionsverzögerung in der Bildschirmanzeige.
Das großzügige Touchpad verzögert nur minimal. Bei Spielen, in denen schnelle Cursorbewegungen gefragt sind, stört das allerdings merklich. Der Anschluss einer Maus schafft hier Abhilfe. Die Verzögerung könnte dadurch entstehen, dass Asus die Palm-Proof-Technologie einsetzt. Diese soll erkennen, ob ein Benutzer das Touchpad mit Finger oder Handfläche berührt. So darf sich der Cursor nur dann bewegen, wenn lediglich ein Finger das Touchpad berührt. Versehentliches Wischen soll das Touchpad ignorieren. Lästige Konsequenz: Eine Berührung erfordert stets Nachdruck. Dafür reagieren die beiden silbernen Maustasten direkt.
Zusätzliche Funktionstasten gibt es nicht. So ist für Helligkeits- und Lautstärkeeinstellungen eine FN-Tastenkombination erforderlich.

Temperatur

Für ein Notebook dieser Preisklasse fallen die Oberflächentemperaturen relativ niedrig aus. Dies ermöglicht nicht nur der Lüfter, sondern auch die Ice-Cool-Technologie, die das gesamte Gehäuse kühlt. Dadurch erreichen Ober- und Unterseite niedrige Maximaltemperaturen von 29, 2 Grad beziehungsweise 30,7 Grad.

Betriebsgeräusche

Die Betriebsgeräusche des Asus K73BY liegen nicht zu hoch. Der Pegel von 34,3 Dezibel (dB(A)) ist akzeptabel. Der Lüfter erzeugt ein tiefes, angenehmes Geräusch und dreht nicht schrill auf. Die Festplatte rattert deutlich lauter. Bei starker Beanspruchung durch Multimediaprogramme klettert der Schallpegel auf 37,3 dB(A). Am lautesten rotiert das optische Laufwerk beim Einlesen einer CD oder DVD mit 49,6 dB(A). Das ist unüberhörbar. Bei guten 33,9 dB(A) ist das Ansehen einer Film-DVD dagegen ein Genuss.

Leistung

Das Asus K73BY-T003V ist trotz 17-Zoll-Display ein Notebook der Einstiegsklasse. Die relativ niedrige Taktfrequenz von 1,6 Gigahertz des Zweikernprozessors AMD E-Series E350 verdeutlicht das genauso wie die Low-Cost-Grafikkarte AMD Radeon HD 6470M. Sie erreicht beim 3D-Mark-06-Test ein gutes Mittelmaß von 3.725 Punkten. Das reicht nicht für moderne 3D-Games. Einige aktuelle 2D-Spiele sind demgegenüber mit niedriger Detailauflösung spielbar.
Das Ergebnis von 2.186 Punkten beim PC-Mark-Vantage-Test zeigt an, dass sich die komplette Hardwareausstattung hauptsächlich für Büroanwendungen, Internetsurfen und einfache Bildbearbeitung eignet.
Für komplexe Anwendungen wie Videokonvertierung braucht die Hardware lange 25 Minuten und ist daher für die anspruchsvolle Filmbearbeitung ungeeignet.

Akku und Energieverbrauch

Für ein Einsteiger-Notebook verbraucht das Asus K73BY mit 20 Watt nur wenig Strom. Das ist ein gutes Ergebnis. Der 6-Zellen-Akku hält bei Volllast eine Stunde und 35 Minuten durch. In der üblichen Praxis, mit Büroprogrammen und Webbrowser, kann das Notebook verhältnismäßig lange vier Stunden der Steckdose fernbleiben. Im Minimalbetrieb kommen noch einmal 50 Minuten dazu.

Praxis

Das Schreiben von Texten macht mit der fest im Gehäuse sitzenden Tastatur Spaß. Die breiten Tasten haben einen klaren Druckpunkt. Nur das verzögert reagierende Touchpad, dessen Bedienung bei häufigen Wechseln der Cursorposition Nachdruck braucht, stört. Das Hochglanzdisplay hat eine klare Farbanzeige. Einfache Spiele laufen flüssig. Der Klang der Lautsprecherleiste reicht fürs Filmansehen aus. Die 0,3-Megapixel-Webcam liefert deutliche Bilder mit etwas blassen Farben und einer leichten Bewegungsverzögerung. Dies fällt beim Videochat aber nicht ins Gewicht. Das laute Geräusch des Laufwerks beim Einlesen von DVD-Daten ärgert bei längerem Einsatz.

Zusammenfassung

Das Asus K73BY-T003V hat für ein Einsteiger-Notebook ein überraschend großes 17-Zoll-Display. Die spezielle Ice-Cool-Technologie von Asus liefert eine angenehme Kühlung der Handballenauflage und hält auch das restliche Notebookgehäuse auf niedrigen Temperaturen.
Der kühle Riese liefert im privaten Alltag eine ausreichende Leistung für Standardanwendungen wie Textverarbeitung, Mail- und Browserprogramm. Ein Multimedia-Ass ist das Notebook nicht. Für hochkomplexe Anwendungen wie Videokonvertierung ist das Asus K73BY ungeeignet. Dazu braucht es zu lange. Aktuelle 2D-Spiele schafft die Grafikkarte AMD Radeon HD 6470M nur mit niedrigen Details. Für einfache Flash- oder Online-Spiele reicht sie aber aus.
Insgesamt liefert das Asus K73BY-T003V eine gute Leistung auf Einstiegsniveau ab. Beim verzögert reagierenden Touchpad sollte Asus allerdings nachbessern.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,1 (Gut)
  2. Ausstattung2,1 (Gut)
  3. Display3,0 (Befriedigend)
  4. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  5. Temperatur2,1 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,4 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,1 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,2 (Gut)
  10. Leistung2,8 (Befriedigend)
  11. Praxis2,6 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063725 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage2186 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read3325 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write3684 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz85.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen4885 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1147 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)2203 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)2101 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1051 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)2018 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)2133 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung1467 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 35 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 50 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

20 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,020 kWh x 24,00 Cent = 10,51 EUR

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