© Copyright by Asus. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (8)
Bilder zum Test: ASUS S56CM-XX079H - Viel Multimedia, wenig Ultrabook

Beschreibung

ASUS hat auf Asiens größter IT-Messe Computex 2012 sein Produktportfolio bei den günstigen Notebook-Serien aktualisiert und die neue ASUS S-Serie vorgestellt. Diese platziert der Hersteller unterhalb der U-Serie und über der K-Serie in einem Preissegment zwischen 700 und 800 Euro. Bereits die Vorserienmodelle wussten zu gefallen. Eine gehobene Verarbeitung aus Aluminium, eine dedizierte Nvidia Grafikkarte und ein DVD-Laufwerk sprachen bei einem angepeilten Verkaufspreis von unter 800 Euro für sich. Nun, knapp ein halbes Jahr später, schicken wir das ASUS S56CM-XX079H für 699 Euro durch unseren Testparkour.

Das Gehäuse der ASUS Serie S Ultrabooks erinnert optisch stark an die bereits auf dem Markt erhältlichen Zenbook-Modelle, doch in diesem Preissegment kann man nicht mit einem Aluminium-Unibody Design rechnen. ASUS geht einen anderen Weg undversieht den Deckel sowie die Basiseinheit mit gebürstetem Aluminium, während die Gehäuseunterseite und der Displayrahmen mit mattem Plastik ausgekleidet sind. Dies geht zum Glück weder auf Kosten der Optik, noch der Verarbeitung. Die Basiseinheit und der Displaydeckel sind verwindungssteif und die Spaltmaße gleichmäßig. Das Lösen von zwei Schrauben auf der Unterseite gibt den Weg auf den Arbeitsspeicher und die Festplatte frei. Ein Slot ist mit einem 4 GB Riegel belegt, der andere ist frei um den Speicher auf bis zu 8 GB zu erhöhen. Das Aufklappen des Ultrabooks gestaltet sich leichtgängig mit nur einer Hand. Die Plastikscharniere sind etwas zu lose angezogen und lassen das Display lange Nachwippen - durchaus ein Nachteil auf Autofahrten oder im Zug. Alles in allem bietet das ASUS S56CM-XX079H eine hohe Gehäusequalität.

Bei den Eingabegeräten setzt der Hersteller auf eine Tastatur im Chiclet-Design mit separatem Ziffernblock. Die Tasten bieten in dieser Preisklasse zwar keine integrierte Hintergrundbeleuchtung, können aber durch einen kurzen Tastenhub und knackigen Druckpunkt überzeugen. Siebieten einen guten Abstand zueinander um auch längere Schreibeinsätze zu meistern. Durch die Verwendung einer stabilen Backplate weist das Tasturfeld eine hohe Verwindungssteifheit auf und lässt sich auch unter viel Kraftaufwand kaum durchdrücken. Die Oberfläche der Tasten ist leicht angeraut und gibt den Fingern einen guten Halt. Leicht nach links verschoben, positioniert sich das großzügig dimensionierte Touchpad unter der Leertaste. Dieses kam bereits bei in der Zenbook-Reihe zum Einsatz und erinnert stark an die Apple Macbook Pro Modelle. Die glatte Oberfläche sorgt für eine angenehme Haptik und gute Gleiteigenschaften. Die verschiedenen Multitouch-Gesten werden vom Windows 8 Betriebssystem ohne Probleme erkannt und umgesetzt.

Bei dem Schnittstellenangebot muss sich ASUS nicht vor der Konkurrenz verstecken. Als positives Alleinstellungsmerkmal fällt hier sofort das optische DVD-Laufwerk ins Auge, welches nur bei den wenigsten Ultrabooks zum Einsatz kommt und in den meisten Fällen wegrationalisiert wurde. Bei den anderen Schnittstellen setzt der Hersteller auf aktuelle Technologien wie Gigabit-LAN, HDMI und einen USB 3.0 Anschluss. Ein Kombi-Port nimmt Kopfhörer und Mikrofone auf und Peripherie lässt sich an den zwei USB 2.0 Schnittstellen anbinden. Alternativ zum aktuellen HDMI-Ausgang kann ein zweiter Monitor oder Beamer auch über die analoge VGA-Schnittstelle mit dem Ultrabook verbunden werden. Ein SD-Kartenleser unterhalb der Handballenauflage nimmt Speicherkarten von Kameras auf. Die oberhalb der Tastatur integrierten Lautsprecher können nicht überzeugen. Ein Bass war nicht auszumachen und Musik und Filme hören sich etwas blechern an. Zwar ist die Gesamtlautstärke recht hoch, aber an die ausgezeichnete Qualität der ASUS N56 Reihe mit separatem Subwoofer kommen sie nicht heran.

Unser Testmodell ist mit einem Windows 8 64-Bit System inklusive ausgewählter Apps bestückt. Mit an Bord sind Skype, der ASUS Calculator (Taschenrechner) und der ASUS Converter der Fahrenheit in Celsius umwandelt oder Gramm zu Pfund. Auch der Lieferumfang gibt sich minimalistisch, neben einigen Informationsblättern des Herstellers liegt nur eine Kurzbedienanleitung bei. Ein Recovery-Datenträger fehlt, dafür befindet sich aber auf der Festplatte eine versteckte Recovery-Partition über die sich das Ultrabook schnell auf den Auslieferungszustand (Werkzustand) zurücksetzten lässt. Die Herstellergarantie beträgt 24 Monate und ist mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden. In dieser Preisklasse bieten einige Hersteller nur Garantiezeiten von einem Jahr an.

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 3317U / 1,7 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 635M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
500 GB
24 GB SSD
RAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:4 Std.Gewicht:2.3 kg
B x H x T:38 cm x 2.1 cm x 26.6 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Nicht nur die Verarbeitung, auch das Innenleben weiß zu überzeugen. Die verbauten Komponenten lassen schon auf dem Datenblatt auf eine gute Systemleistung hoffen. Als Prozessor kommt ein leistungsfähiger und stromsparender Intel Core i5-3317U zum Einsatz. Die zwei Rechenkerne arbeiten mit 1,7 GHz Takt bei einem maximalen Energieverbrauch von 17 Watt. Sollte ein Programm kurzzeitig mehr Leistung verlangen, kann der Takt eines der beiden Kerne dank der Intel Turbo Boost 2.0 Technologie auf bis zu 2,6 GHz angehoben werden. Dies geschieht automatisch und verlangt kein Zutun des Benutzers. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB großzügig bemessen und für einen Großteil der gängigen Anwendungen absolut auseichend. Sollten Sie planen mit dem Gerät auch im Bereich der Video- und Bilderkonvertierung aktiv zu werden, würde sich ein einmaliges Aufrüsten auf 8 GB anbieten. Die Kosten halten sich mit rund 20 Euro für einen 4 GB Riegel in Grenzen. Alltäglich anfallende Arbeiten und das Betrachten von HD-Material stellen das Ultrabook vor keine Probleme, da es viele Leistungsreserven bietet.

Beim Massenspeicher setzt der Hersteller auf eine Hybrid-Platte die oft in diesem Preissegment zum Einsatz kommt. Sie kombiniert den hohen Festplattenspeicher einer herkömmlichen HDD mit der Geschwindigkeit einer SSD. In dem hier vorliegenden Fall handelt es sich um eine 500 GB Platte mit einem 24 GB fassenden SSD-Cache. Der Betriebssystemstart geht in knapp 20 Sekunden über die Bühne und oft genutzte Programme starten dank SSD-Cache verzögerungsfrei. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal neben dem optischen DVD-Laufwerk zeigt sich bei der Wahl der verbauten Grafikkarte. Der Hersteller setzt hier auf eine dedizierte Nvidia Geforce GT 635M in Verbindung mit der im Prozessor integrierten Intel HD Graphics 4000 Grafikeinheit. Die meisten Ultrabook-Konkurrenten bieten hier lediglich die interne Grafikkarte. Dank Nvidias Optimus Technologie wird je nach Auslastung fließend zwischen der Grafikkarte und der Grafikeinheit gewechselt. Das spart Strom und wirkt sich positiv auf die Akkulaufzeit aus. Aktuelle Computerspiele sind durchaus möglich, sofern man in der Standauflösung von 1.366 x 768 Pixel spielt und mittlere Grafikdetails anwählt.

Um auf den Preis von knapp 700 Euro zu kommen, müssen einige Einsparungen in Kauf genommen werden. Neben der Verarbeitung werden diese beim Display am deutlichsten. Auf die ausgezeichneten matten IPS-Displays mit FullHD Auflösung aus der Zenbook-Reihe muss verzichtet werden, beim ASUS S56CM-XX079H kommt ein 15,6 Zoll TN-Panel mit glänzender Displayoberfläche zum Einsatz. Die Auflösung entspricht mit 1.366 x 768 Pixel dem Standard in diesem Bereich, dies bedeutet aber auch, dass das virtuelle Platzangebot auf dem Desktop recht begrenzt ist. Die Ausleuchtung gestaltet sich sehr gleichmäßig, aber mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 200 Candela pro Quadratmeter fällt sie gering aus. In Verbindung mit der glänzenden Displayhelligkeit ergeben sich vor allem unterwegs unter freien Himmel starke Reflexionen, die ein Erkennen des Bildschirminhaltes deutlich erschweren. Aufgrund der genutzten TN-Paneltechnik kommt es vor allem in der Vertikalen zu teils starken Farbverfälschungen. Immerhin ist das maximale Kontrastverhältnis von 203:1 auf einem akzeptablen Wert.

Besser sieht es hingegen bei der Akkulaufzeit aus. Der 2.950 mAh starke 4-Zellen Akku ist nicht fest verbaut und kann jederzeit ausgebaut werden. Bei abgeschalteter Nvidia Grafikkarte, ohne Internetverbindung und bei abgedunkeltem Display ermitteln wir eine maximale Akkulaufzeit von 6 Stunden und 18 Minuten. Dabei zieht sich das Ultrabook knapp 15,9 Watt aus der Steckdose. Die verbaute Kühllösung hält sich im Windows-Betrieb zurück, aber die Lüfter bleiben niemals still und sorgen somit für einen konstanten Geräuschpegel von 30,4 Dezibel (A). In einem normalen Arbeitsumfeld ist es somit nicht aus dem Grundpegel herauszuhören, außer man positioniert die Ohren direkt über die Tastatur. Bei einer praxisnahen Nutzung mit einem Mix aus Büroanwendungen und Multimedia ergibt sich eine Laufzeit von 3 Stunden und 37 Minuten. Sobald Prozessor- und Grafiklast in Form von Filmen oder Spielen anfällt, ist der Lüfter mit 48, 8 Dezibel (A) zwar deutlich hörbar, aber nicht störend oder hochfrequent. Die Temperaturen im Betrieb liegen auf der Oberseite bei 26,5 und auf der Unterseite bei 29,6 Grad Celsius. Vor allem der Bereich der Handballenauflage bleibt jederzeit angenehm kühl. Warme Stellen ergeben sich nur auf der Unterseite im Bereich wo die Abwärme aus dem Gehäuse transportiert wird.

Zusammenfassung

ASUS ist es gelungen, mit dem S56CM-XX079H ein durchaus gutes Multimedia-System auf die Beine zu stellen. Auf der Haben Seite stehen das optische Laufwerk sowie die dedizierte Nvidia Grafikkarte. Die Verarbeitung aus Aluminium und Kunststoff ist für die Preisklasse angemessen und die Eingabegeräte sind tadellos. Allerdings ist das Gerät weniger ein Ultrabook als vielmehr ein Multimedia-Notebook. Durch das schwach ausgeleuchtete und spiegelnde Display geht eine Menge an Mobilität verloren und auch die Akkulaufzeit ist mit knapp dreieinhalb Stunden eher mickrig. Damit patzt das Modell in den Kernpunkten die ein gutes Ultrabook ausmachen. Somit wird letztendlich wohl der Preis, der für diese Kombination durchaus in Ordnung geht,
das ausschlaggebende Kaufargument sein.


Andere Notebooks von Asus - Jetzt anzeigen
Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte 1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur 1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher 3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche 2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse 3,0 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch 3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 3,5 (Befriedigend)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 9001 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 1246 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 5461 Pkt. Max. 47497 Pkt.
PCMark7 2513 Pkt. Max. 6666 Pkt.
PassMark Performance Test 7.0 1484.6 Pkt. Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read) 173.2 MB/s Max. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write) 98.2 MB/s Max. 781 MB/s
Everest RAM Read 12153 MB/s Max. 20490 MB/s
Everest RAM Write 12994 MB/s Max. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz 45.1 ns Min. 27.6 ns
Everest HDD Random Read 846 MB/s Max. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen 9670 Pkt. Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 4385 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 9250 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 5301 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 3510 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 7327 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 2901 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung 98 Sek. Min. 32 Sek.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 0 Std. 57 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 6 Std. 18 Min. Max. 23 Std. 32 Min.
Praxis 3 Std. 37 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

25 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,025 kWh x 24,00 Cent = 13,14 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.