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Bilder zum Test: ASUS G750JX-T4070H - Unauffälliger Schönling unter den Gamern

Beschreibung

Wie ein schwarzes Loch zieht das ASUS ROG G750JX-T4070H Blicke und Aufgaben an. Die matte Softtouchoberfläche des Displaydeckels will berührt werden, gern streifen wir über das anmutige, gebürstete Aluminium im tiefschwarzen Innenraum. Ein Intel Core i7-4700HQ Prozessor, die Nvidia Geforce GTX 770M Grafikkarte, ein mattes FullHD Display und ein Blu-ray Player hinterlassen schon allein vom Datenblatt her einen ehrfürchtigen Eindruck und scheuen mit WLAN ac, USB 3.0 und Thunderbolt keine Kommunikation mit anderer Elektronik auf dem heimischen Schreibtisch. Kurz gesagt: ASUS bietet hier ein Rundum-Sorglos-Paket, verlangt mit 1.600 Euro aber einen nicht zu unterschätzenden Preis. Medion bietet im Erazer X7827 (MD 98417) zum gleichen Preisschnellen SSD Speicher und zwischen 30 bis 50 Prozent mehr Grafikleistung mit einer Geforce GTX 780M. Warum also ASUS kaufen, fragen wir uns und Sie sich als Leser sicher auch.

Die Optik und Haptik haben wir ja schon gelobt. Ein stylischeres 17,3 Zoll Gaming Notebook mit dieser Ausstattung ist für den Preis auch bei Medion nicht zu bekommen. Das Stealth Design von ASUS erinnert an die amerikanischen Tarnkappenflugzeuge und vermittelt damit Luxus-Technologie und bescheidenes Auftreten. Das schwarze Aluminium, welches als kleine Veränderung gegenüber der Vorgängerserie den Innenraum beherrscht, verleiht dem Gerät noch mehr Hochwertigkeit. Ebenso gelungen und passend wie die bunte und konfigurierbare Beleuchtung der Alienware 17 Notebooks empfinden wir die schlichten weißen LEDs für Powerbutton, Chiclet-Tastatur und Statusanzeige. Die Basiseinheit ist dank ordentlicher Verarbeitung äußerst stabil, der Displaydeckel erweist sich jedoch als sehr biegsam und kratzt damit am robusten Image. Das Scharnier wurde im Widerstand angemessen dimensioniert, bei unseren Verwindungsversuchen vernehmen wir jedoch Klackgeräusche und das Display zeigt Druckstellen.

Die Eingabegeräte des ASUS ROG G750JX-T4070H bewegen sich auf hohem Niveau. Das präzise Multitouchpad wurde vergrößert und die Pfeiltasten gegenüber der G75VX Vorgängerserie ein wenig entrückt, um auch dort mehr Platz bieten zu können. Der ausladende Tastenweg und klare Druckpunkt laden ein zu Schreibarbeiten, die Mausersatztasten sind mit einem leichten Klappern nicht jedermanns Sache. Ein must-have bei Notebooks dieser Größe ist der separate Ziffernblock, ähnlich verhält es sich mit der mehrstufigen, weißen Hintergrundbeleuchtung, welche einen schicken Kontrast zum schwarzen Aluminium bildet.

Bis auf einen HDMI-Eingang, wie wir ihn vom Alienware 17 kennen, lässt die Ausstattung des ASUS ROG G750JX-T4070H nichts vermissen. Alle vier USB Ports empfangen auch USB 3.0 Peripherie, Displays können an VGA, HDMI und Thunderbolt angebunden werden. Mit Gigabit-LAN, WLAN ac und Bluetooth 4.0 sind auch die Netzwerkadapter auf aktuellem Stand. Der SD-Kartenleser erlaubt den Blick auf das grüne PCB der Hauptplatine – eine Verschlusskappe hätte hier gutgetan. Das Blu-ray Laufwerk und die Audiobuchsen wurden wie alle Schnittstellen seitlich platziert, fast alle Hersteller von derart leistungsfähigen Desktop-Ersatzsystemen reservieren die Rückseite des Chassis mittlerweile für das Kühlsystem. Planen Sie also links und rechts vom Notebook noch etwas Platz auf dem Schreibtisch ein.

Das ASUS ROG G750JX-T4070H kommt natürlich mit dem aktuellen Microsoft Windows 8 Betriebssystem und liefert McAfee Sicherheitsanwendungen, einen DVD- und Blu-ray Player und herstellereigene Systemwerkzeuge. Wir begrüßen die ASUS-Tutor App, in einfachen Videos werden dort alle wichtigen Tastenkombinationen, Gesten und Funktionen von Windows 8 erklärt.

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 4700HQ / 2.4 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 770M
Festplatte1000 GBRAM:8 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), BD-ROM (Blu-ray-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 8 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:3 Std.Gewicht:4.5 kg
B x H x T:41 cm x 5 cm x 31.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Mit 2,4 GHz Basis-, bis zu 3,4 GHz Turbotakt und 8 GB Arbeitsspeicher frisst sich der aktuelle Intel Core i7-4700HQ Vierkernprozessor im ASUS ROG G750JX-T4070H auch durch fordernde Aufgaben wie HD-Videorendering. Gegenüber dem Intel Core i7-4700MQ, welcher auch sehr häufig in Gaming Notebooks angetroffen wird, unterscheidet das „H“ in der Produktbezeichnung lediglich den Sockel. Im sogenannten Ball Grid Array (BGA) wurde der Intel Core i7-4700HQ auf die Hauptplatine aufgelötet. Die stärkere integrierte Intel Iris Pro 5200 Grafikeinheit ist nur bei Mobilprozessoren der H-Serie mit einer 50 als letzter Kennziffer anzutreffen. Das macht im ASUS ROG G750JX-T4070H gar keinen Unterschied, da das Gerät mangels Nvidia Optimus Technologie zur Umschaltung der Grafikeinheiten die Intel HD Graphics 4600 im Prozessor nie nutzt. Darum lieft der Stromverbrauch im Leerlauf mit 30 Watt auch etwas höher als bei Gaming Notebooks mit Nvidia Optimus Grafikumschaltung, die maximale Laufzeit des wechselbaren 5.900 mAh Akkus von 6 Stunden und 5 Minuten kann sich aber sehen lassen.

Wir kommen nicht umhin, die eigentlich sehr starke Nvidia Geforce GTX 770M als kleine Schwachstelle zu markieren. Nur wenige moderne Spieletitel erlauben keine flüssigen Bildwiederholraten in der maximierten Detailstufe und der FullHD-Auflösung. Mit der Preisgestaltung rückt ASUS jedoch gefährlich nah an den eingangs erwähnten Medion Erazer, welcher das Ultra-Preset in Games noch weitaus öfter erlaubt. Die Cry Engine Spiele Crysis 3 und Far Cry 3 zum Beispiel werden gerade so in die Spielbarkeit (Ultra Details) gehievt durch 30 bis 50 Prozent Mehrleistung. Keine Frage, die Nvidia Geforce GTX 770M ist trotzdem schnell und leistungsstark und bewegt sich auf dem Niveau einer Nvidia Geforce GTX 570 für den Desktop-PC.

In unserer Testkonfiguration findet sich 1 TB Festplattenspeicher, der mit Lese- und Schreibraten von rund 100 MB/s nicht besonders lahm aber auch nicht besonders schnell ist. Derzeit werden nur ASUS G750 Modelle mit 256 GB SSD Speicher angeboten, dafür sind dann 200 Euro Aufpreis fällig.

Das matte FullHD-Display kann uns voll und ganz überzeugen. Die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel gehört zum Pflichtprogramm, mit einer hohen durchschnittlichen Leuchtdichte von 297 Candela pro Quadratmeter und einem sehr guten maximalen Kontrastverhältnis von 1018:1 verfeinert ASUS die Kür. Die Blickwinkelstabilität ist in Ordnung und die Farben wirken sehr frisch und intensiv. Leider kann das Soundsystem diesen Charakter trotz Subwoofer nicht ganz teilen. Egal wie man an den Detaileinstellungen des Wave MaxxAudio Wizards schraubt, so wirklich rund ist das Klangbild nicht. Musik- und Filmenthusiasten müssen auf eine externe Lösung zurückgreifen. Der Sound liegt in etwa auf dem Niveau des wesentlich günstigeren MSI GE70-i765M287. Den separaten Subwoofer kann das ASUS ROG G750JX-T4070H einfach nicht ganz ausspielen, die maximale Lautstärke geht jedoch in Ordnung.

Dafür bleibt auch der ASUS ROG G750JX-T4070H gemäß Serientradition sehr leise im Betrieb. Im Leerlauf ermitteln wir 32 dB (A), auch im Spielebetrieb steigt die Geräuschkulisse nicht über 36 dB (A). Das Maximum erreicht der Lüfter bei 41 dB (A), da ist es mit 46 dB (A) lauter, die Daten einer DVD einzulesen. Bei der Filmwiedergabe bleibt das Blu ray mit 38 dB (A) dann aber doch laufruhiger. Die maximale Akkulaufzeit von etwas mehr als 6 Stunden hat uns überrascht, nutzt das ASUS ROG G750JX-T4070H ja ausschließlich die leistungsstärkere Nvidia Grafikkarte. Der 88 Wh Akku erlaubt um die 4 Stunden Surfen über WLAN und gibt unter Volllast nach 2 Stunden und 23 Minuten den Geist auf. Die Kühlung arbeitet in jedem Szenario zuverlässig und hält die Oberflächentemperaturen bei einem Durchschnitt von 32,4 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Am Design des ASUS ROG G750JX-T4070H können wir nicht mäkeln, die Optik und Haptik sind sehr gut gelungen. Der dezente Gamerbringt mit dem Intel Core i7-4700HQ und Nvidia Geforce GTX 770M Gespann eine gute Spieleleistung auf ein sehr helles, mattes FullHD Display mit starkem Kontrast. Der Betrieb ist leise, ausdauernd und kühl. Wir begrüßen den Thunderbolt Port und schnelles WLAN ac. Mit dem Blu ray Laufwerk wird das Multimedia-Paket für den Schreibtisch und Lan-Parties komplettiert, nur der Sound ist nicht ganz im Premiumsegment angesiedelt.

Wer mit seinem Notebook (mit Verlaub) keine Schönheits- und Designpreise gewinnen will, auf Geräuschemission nicht empfindlich reagiert und nur auf maximale, mobile Performance aus ist, sollte sich den Medion Erazer X7827 (MD 98417) vorbestellen.


Bester Preis:210,00 EUR (14%) günstiger
ab 1289.00 EUR*inkl. Versandkosten

von Notebook.de | Händlerangabe: 23.10.14 09:39

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,0 (Sehr gut)
  2. Display 2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche 1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 2,0 (Gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 1,5 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 22350 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 5031 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 21956 Pkt. Max. 47497 Pkt.
3DMark Ice Storm 106283 Pkt. Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme 87804 Pkt. Max. 106211 Pkt.
3DMark Cloud Gate 14573 Pkt. Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike 3126 Pkt. Max. 4135 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme 1545 Pkt. Max. 1981 Pkt.
AS SSD (HDD Read) 103.2 MB/s Max. 730 MB/s
AS SSD (HDD Write) 9815 MB/s Max. 9815 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit 62.74 fps Max. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit 6.94 Pkt. Max. 7.49 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit 1.51 Pkt. Max. 138 Pkt.
Cinebench R11.5 OpenGL 32 Bit 63.22 fps Max. 74.4 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 32 Bit 6.33 Pkt. Max. 6.95 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 32 Bit 1.37 Pkt. Max. 1.56 Pkt.
Unigine Valley Basic 63 fps Max. 96.2 fps
Unigine Valley Basic Score 2636 Pkt. Max. 4027 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD 20.8 fps Max. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD 870 Pkt. Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 2 Std. 23 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 6 Std. 5 Min. Max. 23 Std. 40 Min.
Praxis 3 Std. 44 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

118 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,118 kWh x 24,00 Cent = 62,02 EUR

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