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  3. Test Dell Vostro 3555 - AMD Llano: 35-Watt Flaggschiff A8-3500M im Testlabor

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Bilder zum Test: Dell Vostro 3555 - AMD Llano: 35-Watt Flaggschiff A8-3500M im Testlabor

Dass die AMD Llano-Plattform im Allround-Bereich Fuß fassen könnte bestätigt unser Testbericht des aktuellen Toshiba Satellite L755D. Doch parallel mit dem Launch des Dell Vostro 3555 feiert das A-Prozessoren Gespann die Premiere im Business-Bereich. Keine 600 Euro müssen Interessenten für unsere Testkonfiguration ausgeben und wer bei diesem Preis an billige Plastikbomber denkt, der liegt falsch.

Deckel, Seitenränder und ungefähr die Hälfte der Unterseite ist mit gebürstetem Aluminium ausgestattet. Die Haptik des 15,6-Zollers wird dadurch enorm aufgewertet. Neben der optischen Aufwertung kann sich die Stabilität ebenfalls sehen lassen. Die Verwindungen des Deckels sind deutlich geringer als bei anderen Notebooks dieser Preisklasse. Gleiches gilt für die Handballenauflage und die Metall-Scharniere. Bis auf ein minimales Nachfedern der Tastatur im Bereich des DVD-Laufwerks ist die Verarbeitung tadellos.

Die Chicklet-Tastatur ist mit einer zweistufigen Hintergrundbeleuchtung und einem mittellangen Hub versehen. Vielschreiber würden einen kürzeren Hub und ein klareres Feedback vorziehen. Der schwammige Druckpunkt wird wohl nicht in jedem Büro auf Zustimmung stoßen. Wer längere Schreibarbeiten vermeidet, der wird sich jedoch schnell mit der Tastatur anfreunden. Gefallen finden wir an dem durchaus großen Multi-Touchpad. Unsere Aktionen wurden stets erkannt und Mehrfinger-Gesten problemlos ausgeführt. Die leisen Maustasten runden das hochwertige Bild der Eingaben ab.

Wer sich für die Vostro Serie – und im speziellen für unsere 15,6-Zoll Variante – entscheidet, rechnet mit einem großen Anschluss-Portfolio. Großzügig verteilen sich zeitgemäße Technologien wie USB 3.0, eSATA und HDMI an der linken und rechten Seite. Für den stationären Betrieb legt Dell Schnittstellen wie VGA, Gigabit-LAN und den Netzanschluss an die Rückseite des Vostro 3555. Die Front unseres Testgeräts wird lediglich von vier LEDs belegt, die den Status des Betriebszustands, Akkus, der WLAN-Aktivität und der Festplattenzugriffe anzeigen. Ein Bluetooth- und ein WLAN-Modul (802.11n) befinden sich im Inneren des Gehäuses.

Neben schützender Sicherheitssoftware wird auf der Handballenauflage ein Fingerabdruck-Sensor verbaut. Mit diesem kann zum Beispiel der Login in das vorinstallierte Windows 7 Professional gesichert werden. Außerdem können weitere Anschlüsse und Module über den 34 Millimeter breiten Express Card Anschluss hinzugefügt werden. Im Consumer-Bereich ist dieser Anschluss nur noch selten zu finden.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768 ( WXGA )
Prozessor:AMD A-Series A8-3500M / 1.5 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6620G
Festplatte750 GBRAM:6 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL)Plattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.475 kg
B x H x T:37.54 cm x 3.04 - 3.48 cm x 26.02 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Die Fahrt mit einem Audi A8 kann bei passender Motorisierung sicher Spaß machen. Doch steckt auch genügend Leistung unter der Motorhaube des Dell Vostro 3555? Vergleichen wir den AMD A8-3500M mit dem Intel Portfolio, reiht sich der 35 Watt Prozessor am besten in die Core i3 Riege ein. Zumindest wenn es nach unseren synthetischen Benchmarks geht. Doch selbst im Praxis-Beispiel der Videokonvertierung arbeitet der schwächste Intel Core i5 bereits bis zu 30 Prozent schneller.

Lassen wir doch die Intel HD Graphics 3000 aus den Core i3 CPUs gegen die uns vorliegende AMD Radeon HD 6620G Lösung antreten, muss Intel klein beigeben. Im 3DMark06 liegt eine 50-prozentige Steigerung vor im Vergleich mit dem Dell Vostro V131, welches über den Intel Core i5-2410M Prozessor verfügt. Bleibt nur noch die Frage offen, wozu ein Geschäftskunde diese Leistung gebrauchen kann. Arbeitet er mit aufwändigen CAD-Lösungen oder im Bereich des Filmschnitts, greift er zu einem starken Prozessor in Kombination mit einer dedizierten Grafiklösung. Will er seine Geschäfte per Email und Textverarbeitung erledigen und in der Pause ein HD-Video schauen, würde ihm auch eine schwächere Lösung ausreichen. An aktuelle Spieletitel in geringer Auflösung denken im Business-Bereich wohl die wenigsten. Denn nur in diesem Bereich könnte man von der integrierten AMD-Grafik profitieren.

Immerhin ziehen Business-Kunden aus dem matten Bildschirm einen Nutzen. Die durchschnittliche Displayhelligkeit liegt bei 198 Candela pro Quadratmeter. Selbst bei entspiegelter Oberfläche kann es zu Helligkeitsverlusten bei Sonneneinstrahlung kommen. Für das Büro, die schattige Terrasse oder den Uni-Hörsaal ist das Display des Dell Vostro 3555 bestens geeignet. Und bei einer Akkulaufzeit von 3,5 Stunden (Praxis) muss der 15,6-Zoller auch nicht dauerhaft nach einer Steckdose suchen.

Zeitgleich halten sich die Emissionen in Grenzen. In der Praxis liegt die Lautstärkenentwicklung bei 36 Dezibel (A). Vergleichsweise nervig tritt die Festplatte auf. Hier ist jeder Zugriff auf die mit 7.200 Umdrehungen pro Minuten drehenden Magnetscheiben hochfrequent zu hören. An den Temperaturen auf der Ober- und Unterseite gibt es nichts zu meckern. Bis auf ein paar punktuelle Ausreißer auf der Unterseite liegt die Temperatur durchschnittlich bei 33,5 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Die AMD Llano Technik weiß zu gefallen. Für kleine und mittelständische Unternehmen, als auch für Privatkunden, kann das Dell Vostro 3555 interessant sein. Neben einer großen Festplatte und zukunftssicheren Anschlüssen ist die Leistung des AMD A8-Prozessors ausreichend für gängige Office-Software. Zudem hebt sich der 15,6-Zoller mit einem Fingerprint-Sensor und dem Express Card Schacht von günstigen Consumer-Geräten ab.

Das matte Display macht in Innenräumen eine gute Figur. Für Arbeiten in der Sonne reicht die Ausleuchtung jedoch noch nicht aus. Dafür aber die Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden bzw. 3,5 Stunden in der Praxis. Aber während sich Privatkunden über eine stärkere onboard-Grafiklösung freuen, profitiert der Geschäftskundenbereich nur wenig von dieser Mittelklasse-Lösung. Schließlich will Dell seine Vostro-Serie nicht an Casual-Gamer verkaufen.

Doch während Unternehmer nur zwischen Schwarz und Weiß unterscheiden, darf es für die private Nutzung schon einmal Grau sein.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065707 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage2915 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage4601 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7374 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7290 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz66.5 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read86 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen12040 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)1619 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)6682 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3687 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1521 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5194 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3641 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung136 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 59 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 3 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 31 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

33 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,033 kWh x 24,00 Cent = 17,34 EUR

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