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  3. ASUS Zenbook UX303LN im Test - Das Ultrabook mit Grafikpower

Klein und handlich für mehr als Alltagsaufgaben und Büro geeignet

ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 1 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (13)
ASUS Zenbook UX303LN: Der Grafikprotz unter den Ultrabooks macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck.

Wie alle Zenbooks ist das ASUS UX303LN-R4359H in einen Metallunibody gekleidet und präsentiert sich auf den ersten Blick als schickes Notebook mit der konzentrischen Bürstung auf dem Displaydeckel. Zugegeben, die Schwarz-Champagner Farbvariante unseres Testmusters ist gewöhnungsbedürftig aber bei unserem ultraflachen Mobilrechner zählen die inneren Werte. Es gibt nicht viele schlanke 13-Zoll Notebooks, die eine dedizierte Grafikkarte verbauen. ASUS ist mit einem Teil der Zenbooks seit Jahren der einzige Anbieter in diesem Segment. Die Zielgruppe? Mobile Anwender, die ihr System immer dabei haben wollen und beim Casual Gaming Wert auf etwas gehobenere Optik legen. Viele moderne Spiele enden auf einer integrierten Grafikeinheit wie der Intel HD Graphics 5500 in einer pixeligen Ruckelshow. GTA V beispielsweise ist auch mit niedrigsten Einstellungen unspielbar. Anders sieht das aus, wenn die Nvidia Geforce 840M als Mittelklasse-Grafikkarte ins Spiel kommt – hier kann man mit mindestens doppelter, eher dreifacher Bildwiederholrate rechnen und damit kann man die meisten Games zumindest in HD-Auflösung und mittlerer Detailstufe anwerfen. Wenn das Notebook der einzige Rechner in karger studentischer Umgebung ist, dann ist so eine Grafikkarte viel wert.

ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 2 von 13)ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 5 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Champagner: Ungewöhnliche Farbvariante, Spitzenverarbeitung und gute Eingabegeräte

Ultrabook-Design aber ohne Touchdisplay

Seit jeher verknüpft man die ASUS Zenbooks mit Intels Ultrabook Brand. Nimmt man es genau, dann ist unser ASUS Zenbook UX303LN-R4359H wohl kein Ultrabook, weil der Bildschirm entgegen dem Marketing bei allen Geräten der Serie matt beschichtet und ohne Touchfunktion daherkommt. Flach, flott, ausdauernd – alle anderen Eigenschaften, die man als Anwender mit dem Intel Branding in Verbindung bringt, findet man auch beim Zenbook UX303LN wieder, deswegen sind wir etwas freizügiger im Umgang mit dem Titel Ultrabook. Von den Abmessungen und vom Look her wäre die Bezeichnung auf jeden Fall verdient. Das Vollmetallchassis hat eine Bauhöhe von 2 Zentimetern und wiegt mit 1,4 Kilogramm nicht zu viel für den täglichen Transport. Die Verarbeitung ist spitze. Das Topcase erweist sich als überaus solide und die Bodenplatte wurde mit sehr geringen Spaltmaßen eingelassen. Dank angemessenem Widerstand des Scharniers kann das Zenbook einhändig geöffnet werden, der Displaydeckel selber ist ausreichend steif und der Plastikrahmen im Innern lässt sich nicht lösen.

ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 7 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Auch die Eingabegeräte bieten eine gute Qualität. Die in Weiß hintergrundbeleuchtete Chiclet-Tastatur erreicht ein komfortables Schreibgefühl dank mittellangem Hub und sehr deutlichem Druckpunkt. Beim großzügigen Touchpad können wir nur geringfügig meckern. Die Geschwindigkeit war uns in der Voreinstellung etwas zu langsam und es ist auffällig, dass die ansonsten sehr ausführliche ASUS Smart Gesture Software ausgerechnet dazu keine Einstellung erlaubt und man den Umweg über die Systemsteuerung gehen muss. Und dann wäre da noch das äußerst deutliche Klickgeräusch der Touchfläche. Immer mal wieder tippen wir aus Gewöhnung auf den Bildschirm und vermissen einen Touchscreen. Dafür kann das Zenbook natürlich nichts.

ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 3 von 13)ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 4 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Reichlich Konnektivität, ausreichende Helligkeit

Hinsichtlich der Anschlüsse darf das ASUS Zenbook UX303LN als top-ausgestattet gelten. Links sitzen ein SD-Kartenleser sowie zwei USB 3.0 Ports sinnvoll am hinteren Ende positioniert, rechts trifft man auf einen Mini-DisplayPort, einen weiteren USB 3.0 Anschluss, einen vollwertigen HDMI Ausgang und die Headsetbuchse. Im Lieferumfang finden sich zudem ein VGA-Adapter für den DisplayPort und ein USB-Ethernet-Adapter. Mit WLAN-ac und Bluetooth 4.0 genießt man auch drahtlos aktuelle Standards. Die HD-Webkamera liefert ein ruckeliges Bild, entspricht ansonsten aber in ihrer Qualität dem Ultrabook-Standard. Das heißt Videochats kann man mal anwerfen, Profil-Fotos macht man doch lieber mit anderen Geräten.

Das Display zeigt knackige Farben und stellt Inhalte mit der FullHD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel scharf dar. Dank IPS-Technologie bleiben die Farben und der Kontrast auch bei Abweichungen vom geraden Blickwinkel lange stabil. Das maximale Kontrastverhältnis zeigt sich mit 693:1 leicht über dem Durchschnitt. Der Schwarzwert liegt bei 0,45 cd/m², Lichthöfe können wir keine ausmachen. In Verbindung mit der matten Beschichtung reichen die durchschnittlich 291 Candela pro Quadratmeter bei der Ausleuchtung, ein wenig mehr hätten wir allerdings schon erwartet. Der Sound der Bang & Olufsen Lautsprecher ist etwas höhenlastig und lässt Mitten und Bässe vermissen. Musik- und Film-Enthusiasten sollten über eine externe Lautsprecherlösung nachdenken.

Technische Daten

Display:13.3" IPSAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i5 5200U / 2.2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce 840M
Festplatte256 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Akkulaufzeit:6 Std.Gewicht:1.45 kg
B x H x T:32.3 cm x 1.9 cm x 22.3 cmFarbe:schwarz champagner

Gaming für unterwegs

Mit dem Intel Core i5-5200U Stromsparprozessor, 8 GB RAM und der Nvidia Geforce 840M kann man auch spielen. Für den Zombi-Horror in Dying Light packt die Mittelklasse-Grafik von Nvidia in 1.366 x 768 Pixel noch hohe Einstellungen. Das Kontrastprogramm zu Dying Light stellt das putzige und bunte Trine 3: The Artifacts of Power (Early Access) dar. Dessen schicke Optik wird von der Nvidia Geforce 840M sogar in 1.920 x 1.080 Pixel (FullHD) und mittleren Einstellungen bewältigt. Wer sich in Trine mit gelegentlichen Drops auf 22-23 Bilder pro Sekunde zufrieden gibt, kann sogar hohe Details anwählen und bekommt im Schnitt 25-28 Bilder. Die integrierte Intel HD Graphics 5500 schafft im Vergleich nur 13 Bilder pro Sekunde in den gleichen Einstellungen. Die Problemzone der Nvidia Grafikkarte ist das enge 64-Bit Speicherinterface in Verbindung mit dem langsamen DDR3 Speicher. Auf hohe Auflösungen oder gar vielleicht noch Kantenglättungen sollte man für eine flüssige Darstellungsrate daher verzichten. In niedrigeren Auflösungen vergrößert sich der Abstand zur Intel HD noch weiter. Die Gaming Performance erreicht man auch abseits der Steckdose im Akkubetrieb.

ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 12 von 13)ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 13 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Mit 477 MB/s Leserate und 460,6 MB/s sequentieller Schreibrate liefert die SanDisk SSD ihren Beitrag zur flotten Systemperformance. Das Zenbook bootet schnell, installiert unsere Benchmarks in Windeseile auf dem 256 GB Flashspeicher und startet sie dann auch noch ohne Verzögerungen. ASUS hat zwei Partitionen eingerichtet, 95 GB für das Betriebssystem und Programme, 127 GB für Daten. Die SSD sitzt übrigens im 2,5 Zoll Schacht, es ist also noch ein halber mSATA Platz frei für eine eventuelle Speichererweiterung mittels dieser Steckkarten.

ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 9 von 13)ASUS Zenbook UX303LN-R4359H (Bild 11 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Leise und kühl: Die zwei Lüfter im ASUS Zenbook UX303LN hört man kaum.

Im Leerlauf, ohne Funkverbindungen und bei niedrigster Helligkeitsstufe hält das ASUS Zenbook UX303LN satte 19 Stunden durch. Der Systemverbrauch schwankt dank der sparsamen Intel Grafik zwischen 3 und 4 Watt. Wird gesurft, steigert sich der Stromhunger auf immer noch sehr sparsame 15 Watt. Unter Volllast fordern die Komponenten bis zu 56 Watt, damit kommt man aber immer noch auf 1 Stunde und 15 Minuten Laufzeit. Im Schnitt liegt die Akkulaufzeit bei sehr guten 10 Stunden und 13 Minuten. Der Betrieb ist im Office flüsterleise, selbst unter Volllast kommt das ASUS Zenbook UX303LN auf gerade einmal 38 Dezibel (A). Wir messen Höchsttemperaturen von knapp 44 Grad Celsius an der Unterseite, im Schnitt sind für die geringe Bauhöhe akzeptable 34,4 Grad Celsius zu erwarten.

Fazit: Klare Kaufempfehlung

Als Multimedia-Ultrabook ist das ASUS Zenbook UX303LN allein auf weiter Flur. Bei den meisten anderen flachen Subnotebook oder Ultrabooks lohnt es sich nicht wirklich, an mehr als Browsergames zu denken. ASUS erfüllt das Bedürfnis von Casual Gamern auf sehr schicke und handliche Weise. Das Zenbook ist wie die meisten seiner Kollegen klasse verarbeitet, verbaut ein gutes FullHD-IPS Panel und beherbergt Komponenten, die mit dem klassischen Büroalltag etwas unterfordert wären. Die ausdauernde Akkulaufzeit ermöglicht Nutzern trotzdem Arbeitstage fernab einer Steckdose. Komplettiert wird das Gesamtpaket vom umfangreichen Zubehör in Form von Adaptern und einem praktischen Sleeve. Der einzige Kritikpunkt, den wir finden können, stellt die gewöhnungsbedürftige Farbvariante Champagner dar.

Ab 809,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark112421 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMark Ice Storm41501 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme39769 Pkt.Max. 196311 Pkt.
3DMark Cloud Gate6060 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike1407 Pkt.Max. 12744 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme685 Pkt.Max. 7126 Pkt.
PCMark 8 Home2982 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity3500 Pkt.Max. 6852 Pkt.
PCMark 8 Work3893 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)477.1 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)460.6 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit38.69 fpsMax. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit2.82 Pkt.Max. 7.93 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit1.24 Pkt.Max. 1.75 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)102 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)247 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)55.36 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 3 (Single)2787 Pkt.Max. 3852 Pkt.
Geekbench 3 (Multi)5487 Pkt.Max. 14159 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 15 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal19 Std. 9 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis10 Std. 13 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

15 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,015 kWh x 24,00 Cent = 7,88 EUR

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