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Bilder zum Test: Acer Aspire V3-771G-7361161.12TBDCaii - Vollausstattung mit wenig Schwächen

Acer verleiht seinem Aspire V3-771G mit einem Mix aus Silber und Graphitgrau eine gewisse Eleganz. Sowohl Displaydeckel aus glänzendem Kunststoff im Metallic Look, die Handballenauflage mit gleicher Oberfläche als auch der spiegelnde Displayrahmen aus Klavierlack reflektieren die Umgebung und sind dementsprechend anfällig für Verschmutzungen wie Staub und Fingerabdrücke. Das Plastikgehäuse ist dem Formfaktor entsprechend sehr bullig und mit 3,2 Kilogramm Gewicht eher ein Desktopersatz als für den mobilen Einsatz gedacht. Als Hingucker verbaut Acer ein mattsilbernes Tastaturbett mit eingefasster Lautsprecherleiste. Die klein wirkenden Scharniere bieten einen guten Widerstand, lassen den gewichtigen Deckel aber nachwippen. Insgesamt zeigt sich eine der Preisklasse angemessene gute Verarbeitung. Die Basis ist stabil und verwindungssteif, die Spaltmaße sind gleichmäßig und das Blu-ray Laufwerk sitzt ordentlich im dafür vorgesehenen Schacht. Der Displaydeckel ist sehr flexibel und lässt sich leicht biegen. Hochpreisige Premium-Elemente sind bei dem Aspire V3 nicht beim Chassis zu verorten, die Einstiegskonfigurationen mit dem gleichen Gehäuse sind bereits ab 500 Euro zu haben.

Die Eingabegeräte machen einen guten, wenn auch nicht hervorragenden Eindruck. Bei dem stattlichen Preis hätte Acer der Chiclet-Tastatur durchaus auch eine Hintergrundbeleuchtung spendieren können. Die Tasten sind mit 15 Millimeter Kantenlänge nicht größer als bei vielen 15-Zöllern, bieten aber mit einem deutlichen Druckpunkt und mittellangem Hub auch Vielschreibern einen gewissen Komfort. Das Tippgeräusch ist etwas klackerig bei härterem Anschlag, ein dumpferer Ton vermittelt meist höhere Wertigkeit. Dafür wurde ein separater Ziffernblock integriert um Büroanwendungen zu erleichtern. Die linke Shift-Taste fällt zugunsten der anliegenden „<>|“-Taste etwas kleiner aus, auch bei der Leertaste könnten eifrige Schreiber schnell auf die „#“-Taste danebengreifen. Wir verbuchen das allerdings unter Gewöhnungssache. Das leicht angeraute Multitouchpad ist sehr weit nach links unter die Leertaste versetzt und bietet gute Gleiteigenschaften. Wer auf der Fläche klicken will, sollte etwas härter darauf tippen – allzu sanfte Berührungen werden ignoriert. Sämtliche Mehrfingergesten werden präzise umgesetzt und lassen sich in der umfangreichen ALPS Software individuell anpassen. Die Tasten des Mausersatzes liegen auf einer Wippe und sollten möglichst am äußeren Rand geklickt werden.

Ungünstiger Weise hat Acer sämtliche Anschlüsse seitlich angebracht, damit nimmt das Gerät bei Anschluss einer Maus an einem der zwei USB 2.0 Ports am rechten Gehäuserand sehr viel Platz ein. Auf dieser Seite finden sich noch das Blu-ray Laufwerk und die Audiobuchsen für Kopfhörer und Mikrofon. Auch der linke Gehäuserand provoziert bei umfangreicher Peripherie ein Kabelwirrwarr. Der auslandende Lüfterausgang zwingt den Gigabit-LAN-, den VGA-, den HDMI- und die zwei USB 3.0 Ports in Richtung Benutzer auszuweichen. Dafür hält die Handballenauflage aber ein großzügiges Platzangebot bereit. Nur der 5-in-1 Kartenleser wurde an der Gehäusefront neben den StatusLEDs angebracht. Das WLAN Modul beherrscht a/b/g/n Standards und unterstützt Bluetooth in der aktuellen Version 4.0.

Acer hat das Windows 7 Home Premium Betriebssystem mit einer Reihe vorinstallierter Anwendungen aufgebläht. Während die Wartungs- und Konfigurationssoftware in unseren Augen durchaus ihre Berechtigung hat, sollten Käufer abwägen, ob das sparsame Platzangebot der SSD mit newsXpresso, der umfangreichen Multimediasoftware (NTI Media Maker, Cyberlink Media Espresso) und Evernote strapaziert werden sollte. Die 15 GB fassende Wiederherstellungspartition hat Acer vernünftigerweise auf der herkömmlichen Festplatte untergebracht.

Technische Daten

Display:17.3"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i7 3610QM / 2,3 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 650M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
120 GB SSD
1 TB
RAM:16 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:4.5 Std.Gewicht:3.2 kg
B x H x T:41.5 cm x 3.4 cm x 27.5 cmFarbe:Midnight Black

Auf dem Prüfstand

Unsere Topausstattung des Acer Aspire V3-771G bietet eine satte Multimedialeistung und scheut auch vor aktuellen Spieletiteln nicht zurück. Ganze 16 GB Arbeitsspeicher wurden dem Intel Core i7-3610QM Prozessor zur Seite gestellt. Die Leistung des Prozessors mit seinem 2,3 GHz Basis- und bis zu 3,3 GHz Turbotakt reicht auch für fordernde Aufgaben wie Rendering von Videosequenzen, Videokonvertierungen oder Bildbearbeitungen. Auch mehrere parallele anspruchsvolle Prozesse werden flott bewältigt. Für die Grafikberechnung muss der Aspire V3-771G nicht zwingend auf die sparsame integrierte Intel HD Graphics 4000 zurückgreifen, dank der Nvidia Optimus Technologie wechselt das System für bessere 3D-Performance in Spielen automatisch auf die Nvidia Geforce GT 650M. Diese gehört zur gehobenen Mittelklasse und bietet ausreichend Reserven um Spec Ops: The Line in höchster sowie Max Payne 3 in hoher Detailstufe flüssig wiederzugeben. Acer verbaut eine leicht langsamere Version der Nvidia Geforce GT 650M mit DDR3 Videospeicher. Die zwei Festplattenschachte besetzt Acer mit einer schnellen SSD als Systempartition (244,2 MB/s Lesen, 132,7 MB/s Schreiben) und einer großzügigen, herkömmlichen Festplatte mit 1 TB Kapazität. Diese Kombination erlaubt schnelle Bootzeiten (17 Sekunden) sowie ein flottes Arbeitstempo und bietet auch umfangreichen Film- oder Musiksammlungen Platz.

Nicht nur auf dem Papier sieht das matte 17,3 Zoll FullHD-Display des Acer Aspire V3-771G gut aus. Mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel lassen sich Blu-ray Filme in voller Qualität darstellen. Ein maximales Kontrastverhältnis von 848:1 steht für knackige Farben und gute Schwarzwerte. Mit der durchschnittlichen Helligkeit von 255 Candela pro Quadratmeter darf man sich auch mal auf die Terrasse trauen, direktes Sonnenlicht sollte allerdings gemieden werden. Für den Multimediagenuss muss man mitunter auf ein separates Soundsystem zurückgreifen. Die Dolby Home Theatre V4 zertifizierten Stereolautsprecher liefern eine angemessene Lautstärke und eine vergleichsweise runden Klang – Mitten und Bässen fehlt es aber etwas an Durchsetzungskraft.

Hinsichtlich der Emissionen hinterlässt das Aspire V3 auch mit potenter Hardware bepackt einen guten Eindruck. Im Leerlauf und Bürobetrieb bleibt der Lüfter mit 31 Dezibel (A) angenehm leise und hält die Oberflächentemperatur bei 32 Grad Celsius. Der Stromverbrauch liegt bei minimaler Displayhelligkeit bei sparsamen 11 Watt womit eine maximale Laufzeit von 4 Stunden und 37 Minuten erzielt wurde. Wird abwechselnd über WLAN gesurft (25 Watt), ein Video wiedergegeben oder auch mal ein Spiel angeworfen (76 Watt), liegt die Akkulaufzeit bei 2 Stunden und 48 Minuten und der Lüfter meldet sich mit 36 Dezibel (A) zu Wort. Unter voller Auslastung fordert das Notebook bis zu 120 Watt und erwärmt sich stellenweise bis auf 48 Grad Celsius, der Lüfter kämpft bei einer Lautstärke von 44 Dezibel (A). Im Durchschnitt bleiben die Temperaturen bei moderaten 35 Grad Celsius.

Zusammenfassung

Acer liefert mit dem Aspire V3-771G ein rundes Gesamtpaket mit Solid State Drive (SSD) und aktuellem Intel Core i7 Vierkern-Prozessor. Die potente Hardware wird mit einem matten FullHD-Display untermauert. Bis auf zu viel Glanz am Gehäuse, die vergleichsweise schlechte Anschlussverteilung und üppige Bloatware können wir kaum Schwächen ausmachen. Der Preis von 1.300 Euro ist angesichts der Komponenten ebenfalls in Ordnung. Spieler, die auf eine SSD verzichten können, sollten sich das One Gaming Notebook M73-2N SE für 1.100 Euro anschauen. Wer auch ein Blu-ray Laufwerk nicht zwingend benötigt, findet im Dell Inspiron 17R SE eine preiswerte Alternative mit ähnlicher Hardware für unschlagbare 850 Euro.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0613421 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112335 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage9388 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74209 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage16173 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02395.7 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)244.2 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)132.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read16466 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write22879 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz34 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read156 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen22321 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5627 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)21331 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)6616 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4439 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)17514 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6661 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung38 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 58 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 37 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 47 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

50 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,050 kWh x 24,00 Cent = 26,28 EUR

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