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  3. Test Acer Aspire One 752 rot - Flottes Netbook in buntem Gewand

Erster Eindruck vom Acer Aspire One 752 rot

Unser Testgerät kommt in einem metallisch-glänzenden Gehäuse, verpackt in einem bunten Karton. Die Handballenablage hingegen ist in edler gebürsteter Metall-Optik gehalten. Das Kunststoff-Gehäuse wirkt hochstabil, ist robust und gibt auch auf stärkeren Druck nur minimal nach. Fingerabdrücke sammeln sich wenn dann auf der glänzend-metallischen Gehäuseoberseite. Mit seinem 11''-Display ist das Acer Aspire One 752 etwas größer als gängige Netbooks, vom Gewicht her aber ebenso leicht. Bunt sind im übrigen nicht nur die Gehäuse: Die an der linken Gehäusefront sitzenden Status-LED blinken abwechselnd in blau und orange. Ablesbar sind sie sowohl bei geöffnetem als auch zugeklapptem Gehäusedeckel.

Technische Daten und Ausstattung

Als Rechenkern werkelt im Acer Aspire One 752 ein Intel Celeron 743 Prozessor mit einem CPU-Kern und 1,30 GHz. Der Arbeitsspeicher ist mit 2048 für ein Netbook recht üppig, und die Festplatte mit 250 GB Fassungsvermögen zumeist ausreichend. Die Grafik übernimmt ein Intel X4500 HD Grafikchip – wie der Name schon andeutet, mit eingebautem HD-Decoder. Das 11,6'' Display zeigt 1366x768 Bildpunkt und sorgt für eine erhöhte Übersichtlichkeit

Anschlüsse

Das Acer Aspire One 752 bietet drei Anschlüsse für USB-Peripherie wie Maus oder externe Festplatte. Das integrierte WLAN-Modul unterstützt Funknetze mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 MBit/s – ein entsprechender Router vorausgesetzt. Ein HDMI-Anschluss ermöglicht die Benutzung eines großen Flachbildschirms und ist bei Netbooks eher selten zu finden. Ein 5in1 CardReader transferiert Fotos von der Digital-Kamera auf den Computer. Unterstützt werden übrigens auch Karten vom Typ SDHC.

Software und Zubehör

Ernüchterung macht sich breit in Anbetracht der schwachen Software-Ausstattung des Acer Aspire One 752. Von Microsoft Office gibt es nur eine Testversion – früher oder später müssen Sie entweder eine Lizenz kaufen oder auf OpenOffice umsteigen. Die obligatorische Sicherheitssuite stammt von Mc Afee. Einzige nützliche Zusatzsoftware bleibt MyWinLocker. Damit können Sie effektiv Dateien vernichten. Oder sie in einer Art virtuellem Safe verstauen, um sie vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. "CrystalEye" verwaltet die integrierte Webcam, bietet hierbei aber nur wenige Extrafeatures. Die Funktionen beschränken sich mit dem Filmen oder Fotografieren praktisch aufs Wesentliche.

Display

Das Display des Acer Aspire One 752 besitzt bei maximaler Beleuchtung eine angenehme Helligkeit. Der Bildschirm ist beschichtet und sorgt somit für Reflexionen bei direkter Lichteinstrahlung – bei einem Netbook eher unpraktisch. Dafür bietet das Netbook einen extrem hohen seitlichen Betrachtungswinkel, während das Bild nach oben hin schnell an Kontrast verliert. Die Reaktionszeit ist akzeptabel, beim langsamen Verschieben von Ordnern bilden sich nur geringe Schatten heraus. Schön ist auch, dass die maximale Helligkeitsstufe auch im Akku-Betrieb wählbar bleibt.

Eingabegeräte

Eines muss man dem Acer Netbook lassen: Für seine Geräteklasse verfügt es über extrem große Tasten, die absolut fehlerfreies Schreiben ermöglichen. Zwischen den Tasten befinden sich kleine Spalte; zudem sind sie ein wenig wackelig und besitzen einen recht weichen, aber klar definierten Druckpunkt. Das Multitouch-fähige Touchpad verfügt über eine glatte, gut bedienbare Oberfläche und ermöglicht neben horizontalem wie vertikalem Scrollen auch das Zoomen. Die beiden Knöpfe werden nach innen hin jedoch etwas zu weich, so dass man sie gelegentlich versehentlich betätigt.

Temperatur

Gerade bei Netbooks mit kleinen Kühlkörpern ist ein effektives System zur Temperaturverringerung unumgänglich. Die Temperaturen der Hardware bewegen sich beim Acer Aspire One 752 im Normalbereich. Der Prozessor ist im Idle Modus mit 43°C noch recht kühl, erwärmt sich in der Praxis auf 47°C und im Maximum auf bis zu 53°C.

Betriebsgeräusche

Nach einem leisen Systemstart macht sich beim Acer Aspire One 752ein deutliches Rauschen bemerkbar. Unter Last kann sich dieses leichte Rauschen in ein recht nerviges Betriebsgeräusch verwandeln. In Zahlen ausgedrückt: Bleib die Lautstärke in der Praxis bei etwa 36,0 db(A), so steigt sie unter Last auf fast 40 db(A) an. Da kann das kleine Netbook mit den großen Notebooks mithalten – im negativen Sinne.

Leistung

Trotz fehlender HyperThreading Technologie verfügt das Acer Aspire One 752 über eine passable Arbeitsgeschwindigkeit. Die rohen Messwerte bestätigen: Das Celeron-Netbook sticht die Konkurrenz mit den langsamen Intel Atom-Prozessoren um Längen aus – nicht nur bei CPU-Tests.

So erreicht das Acer Aspire One 752 bei Everest beispielsweise eine Speicher-Leserate von 5252 MB/s. Ein toller Wert. Die Festplatte scheffelt im Lesetest mit zufälligen Zugriffen im Schnitt 50 MB/s. Hier befindet sich das Netbook im Mittelfeld. CineBench 10 meistert das Acer Aspire One 752 im Single CPU Modus und unter 64 Bit mit einer Punktzahl von 1360. Das ist ein für ein Netbook sehr guter Wert. Unterdurchschnittlich in der Gesamtperformance bleibt die Grafikkarte. Nur 544 Punkte bei 3D Mark 2006 befähigen das Netbook bestenfalls zur Wiedergabe 8 Jahre alter 2D-Spiele.

Akku und Energieverbrauch

Ein weiterer Pluspunkt des Acer Aspire One 752 ist seine vorbildliche Akku-Laufzeit. Auch wenn der Celeron Prozessor etwas mehr Energie benötigt, als der noch kleinere Intel Atom, so kommt das Netbook auf eine Laufzeit von bis zu 9 Stunden. In der Praxis, das heißt bei laufendem Internet und Büroprogrammen, sowie mittlerer Helligkeit, dürften 6 Stunden realistisch sein. Unter Volllast hält das Acer Aspire One 752 immer noch knapp 4 Stunden durch. Das reicht auch für zwei längere Hollywood-Streifen.

Der Stromverbrauch bleibt dabei moderat bei 16 Watt in der Praxis. Ohne Auslastung sind es mit 7 Watt etwa halb soviel, unter Volllast mit 28 Watt knapp doppelt soviel.

Praxis

Obwohl der Intel Celeron Prozessor rein technisch betrachtet schneller ist als Intel Atom Prozessoren, so macht sich die mangelnde HyperThreading Technik schnell in der Arbeitsgeschwindigkeit bemerkbar. Öffnen Sie mehrere Programme gleichzeitig oder führen Sie zu viele Anwendungen parallel aus, ist der Prozessor sehr schnell überfordert. Das führt dann zu kurzen Aussetzern und Rucklern, auch beim Mauszeiger. Immerhin: Durch die hohe native Auflösung werden Programme nicht abgeschnitten und Sie erhalten eine bessere Übersichtlichkeit.

Leider gibt es beim Acer Aspire One 752 keinen Hotkey für den WLAN Adapter. Den müssen Sie jedes Mal umständlich über die Netzwerkverbindungen aktivieren und deaktivieren. Die FN-Tasten steuern beim Acer Aspire One 752 wie auch bei anderen Notebooks Helligkeit und Lautstärke, sowie diverse andere Funktionen.

Die Webcam des Netbooks zeigt ein flüssiges Bild. Allerdings ist die Auflösung von 640 x 480 Pixeln nicht mehr aktuell. Die integrierten Lautsprecher konnten überhaupt nicht überzeugen. Bässe fehlten völlig und konnten nicht einmal erahnt werden. Höhen werden hingegen in einem Maße überbetont, dass nach kürzester Zeit auch die eigene Lieblingsmusik auf die Nerven geht. Punkten kann das Netbook dafür bei der HD-Wiedergabe: Durch den integrierten Decoder gibt Intels GMA X4500 FullHD Videos flüssig und ohne Aussetzer wieder. Praktisch, wenn Sie das Bild beispielsweise auf einem LCD-Fernseher anzeigen lassen wollen.

Zusammenfassung

Das Acer Aspire One 752 ist ein Netbook, welches in vielerlei Hinsicht besonders ist. Es ist extrem preiswert, bietet aber eine höhere Rechenleistung als vergleichbare 10''-Netbooks und dabei eine bessere Übersichtlichkeit. Auch das farbenfrohe Design findet man bei der Konkurrenz selten. Leider kann das Netbook in Punkto Multimedia-Features nur teilweise überzeugen; auch die teilweise nervigen Betriebsgeräusche sorgen für Punktabzug. Alles in allem handelt es sich beim Acer Aspire One 752 um ein empfehlenswertes Netbook mit Stärken und Schwächen - hier müssen Sie als Käufer individuell entscheiden, ob Sie damit leben können.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,4 (Sehr gut)
  2. Ausstattung3,1 (Befriedigend)
  3. Display2,0 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,2 (Gut)
  5. Temperatur1,6 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,4 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,2 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,9 (Befriedigend)
  10. Leistung3,2 (Befriedigend)
  11. Praxis3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark06544 Pkt.Max. 28871 Pkt.
Everest RAM Read5252 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write4078 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz95.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read49.6 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen2732 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)1360 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)573 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)1214 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)521 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung2340 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 55 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal9 Std. 26 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

16 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,016 kWh x 24,00 Cent = 8,41 EUR