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Kaufberatung Microsoft Surface: Die Windows 8.1 Tablets als Notebook-Ersatz

Ein Tablet als vollwertigen Notebook- respektive Ultrabook-Ersatz, ohne Kompromisse eingehen zu müssen? Das ist dank der aktuell dritten Surface-Generation einfacher als je zuvor. Das Microsoft Surface 3 Pro bietet nicht nur mehr Leistung als sein Vorgänger, sondern auch ein größeres Display bei einem geringeren Gewicht.

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Einleitung: Windows RT ist aus dem Rennen

Business-Nutzer von heute mögen es mobil und flexibel. So stellt sich das Microsoft mit dem Surface Pro 3 zumindest vor.Bildquelle: Microsoft
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So stellt es sich Microsoft vor: Der Business-Mann von heute mit dem 2-in-1 Surface Pro 3 Tablet samt Type Cover und Windows 8.1.

Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, dass Windows RT kein vollwertiges Windows darstellt. Auf Windows RT lassen sich architekturbedingt nur Apps aus dem Windows Store installieren. Zwar bietet Microsoft sein Büroprogramm Office auch als App für RT an, eine wirklich produktive Arbeitsumgebung muss aber doch etwas mehr zu bieten haben.

Bei den Nutzern kam die Fragmentierung der Windows-Welt überwiegend nicht gut an. Viele Tablet-Hersteller haben sich aus diesem Grund auch wieder von Windows RT abgewandt. Sogar bei Microsoft scheint langsam das Vertrauen in RT zu schwinden, auf ein Surface 3 mit RT wartet die Welt bis heute vergeblich. Gerüchten zufolge will der Hersteller in Zukunft aber ein Surface 3 RT und mit dem Surface 3 Mini zudem eine kompaktere Version des Tablets anbieten. Allerdings plant Microsoft nur den Verkauf kleinerer Stückzahlen.

Vorteile: Der Vergleich mit dem Vorgänger

Zur Zeit gibt es das aktuelle Surface 3 Pro in fünf verschiedenen Ausstattungsvarianten, welche die meisten Anforderungsprofile zufriedenstellend bedient. Die Leistung der Modelle hat Microsoft dabei ausreichend skaliert, je nach Anwendungsszenario findet sich ein passendes Gerät und das BetriebssystemWindows 8.1 Pro (64 Bit) garantiert die größtmögliche Software-Kompatibilität.

Wie bereits erwähnt, hat Microsoft die Surface-Pro-3-Geräte größer konstruiert, als Gehäusematerial kommt weiterhin Magnesium zum Einsatz. Statt vormals 10,6 Zoll, fällt der Bildschirm nun 12 Zoll groß aus. Um die Pixeldichte (nun 216 DPI) und somit die Schärfe weiter auf einem hohen Niveau zu halten, haben die Microsoft-Ingenieure die Auflösung auf 2.160 x 1.440 Pixel erhöht. Statt 16:9 hat Microsoft das Seitenverhältnis 3:2 gewählt, um bei vertikaler wie horizontaler Nutzung genügend Bildfläche zu bieten. Die Abmessungen des Surface Pro 3 betragen nun 29,21 x 20,14 x 0,91 Zentimeter, das Gewicht liegt mit circa 800 Gramm rund 100 Gramm unter dem Gewicht des Surface Pro 2.

Auch der Klappständer wurde verbessert und erlaubt nun mehrere Aufstellpositionen und somit ein bequemeres Arbeiten. Alle Versionen werden mit einem digitalen Eingabestift ausgeliefert, der zum Beispiel zum Einfügen von Markierungen, zum elektronischen Unterzeichnen oder zum Zeichnen in Grafik-Anwendungen dient. Alle Surface 3 Pro Modelle verfügen über WLAN 802.11ac, USB 3.0 und Bluetooth 4.0. Dazu gesellt sich die obligatorische Front- und Rückkamera mit je 5 Megapixel, ein Slot für MicroSD-Karten sowie ein Mini-Display-Port. Laut dem Hersteller aus Redmond hält der Akku mit einer Füllung bis zu 9 Stunden beim Surfen im Netz durch.

Guter Notebook-Ersatz?: Wandelbar dank Type Cover

Die abnehmbare Tastatur mit Touchpad - Surface Type Cover 3 getauft, stellt einen entscheidenden Faktor dar, wenn das Surface tatsächlich als Notebook-Ersatz taugen soll. Schließlich steht und fällt der Komfort bei der Arbeit bei längeren Tipparbeiten mit einer vernünftigen Tastatur. Diese wurde in der aktuellen Generation übrigens nochmals verbessert und bietet nun mehr Stabilität bei widrigen Arbeitsumgebung wie im Zug oder im Bus, wenn nur der eigene Schoss Platz für den Rechner bietet. Auch das Arbeiten bei schummrigen Licht fällt jetzt dank der neuen Hintergrundbeleuchtung leichter. Das Touchpad unterstützt auch einige Touchgesten. Für gesteigerte Individualität ist das 4,9 Millimeter hohe und 295 Gramm schwere Type Cover 3 in den Farben Schwarz, Blau, Cyan und Violett erhältlich.

Preislich gesehen fällt die Tastatur auf den ersten Blick mit 129 Euro recht teuer aus, eine Alternative gibt es jedoch nicht. Dafür dient die Tastatur auch gleichzeitig als Displayschutz. Auf die günstigere, aber bei der Eingabe deutlich ungenauere Tastatur Soft Cover haben die Redmonder bei der dritten Surface-Generation verzichtet.

Komponenten-Wahl: Surface 3 Pro mit Intel Core i3, i5 und i7

Für den kleineren Geldbeutel, oder wenn einfach nicht mehr Leistung benötigt wird, bietet sich das Surface 3 Pro Einsteigermodell an, das mit Intels Dual-Core-Prozessor Core i3 (1,5 Gigahertz / Hyperthreading), einer SSD mit 64 Gigabyte Speicherplatz und 4 GB Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Als Grafikeinheit kommt die Intel HD Graphics 4200 zum Einsatz. 799 Euro will der Hersteller für diese Einsteiger-Konfiguration.

Für 999 Euro bietet Microsoft das Surface 3 Pro mit einem Core i5 (1,9 GHz / HT), 4 GB RAM und 128 GB Speicher an. Bei Bedarf kann der Core i5 den Takt im Turbomodus auf bis 2,9 GHz steigern. Um die Grafikausgabe kümmert sich hier der etwas stärkere Chip HD 4400. Für 1.299 Euro gibt es bei ansonsten identischer Konfiguration doppelt soviel RAM (8 GB) und Flashspeicher (256 GB).

Die letzten beiden Modelle bilden das Highend-Segment der Surface-3-Pro-Geräte. Ausgestattet mit einem Core i7 mit zwei Kernen (1,7 GHz / HT) kann die CPU bei Bedarf auf bis zu 3,3 GHz hochtakten. Der Core i7 integriert als Grafikeinheit Intels HD 5000. Für 1.549 Euro gibt es das Modell mit 8 GB und 256 GB Speicher. Für 400 Euro mehr, also 1.949 Euro, stehen 16 GB RAM und 512 GB für Daten und Programme zur Verfügung, damit wäre das Ende der (Ausstattungs)-Fahnenstange beim aktuellen Surface-Tablet erreicht.

Fazit: Die goldene Mitte siegt

Das Surface 3 Pro mit dem Core i3 ist zwar die günstigste Variante – die CPU ist aber etwas schwach auf der Brust und wirkt im Alltag schnell überfordert. Die 64 Gigabyte Speicher klingen erst mal wenig, geneigte Käufer sollten aber vorher ihre Ansprüche prüfen. Wer nur ein paar Programme installiert, kommt auch mit 64 GB aus. Zumal speicherfressende Daten wie Filme, Musik und Co. auch auf eine MicroSD-Karte ausgelagert werden können. Das Surface 3 Pro mit dem Core i3 eignet sich vor allem für Käufer, die überwiegend im Netz aktiv sind und leistungshungrige Programme eher weniger nutzen.

Den besten Kompromiss zwischen Leistung und Preis stellen die Surface-3-Pro-Modelle aus dem mittlerem Segment dar, sprich die Versionen mit dem Intel Core i5. Die Rechenkraft und Laufzeit liegen in etwa gleich auf mit einem modernen Ultrabook – bei weniger Gewicht. Die Geräte mit Core i5 bewegen sich zudem auf einem ähnlichen Preisniveau. Beispielsweise seien hier das Toshiba Portégé Z30-A-14K für 1.399 Euro oder das Asus Zenbook UX301LA-C4003H für 1.249 Euro genannt. Wer generell viele Anwendungen gleichzeitig nutzt oder meist Programme mit viel Speicherhunger (Bildbearbeitung, 3D-Modellierugn etc.) sollte zum Surface 3 Pro mit Core i5 und 8 GB RAM greifen.

Die Core i7 Modelle eignen sich eigentlich nur für Leute, die nicht aufs Geld achten wollen (oder müssen) und jedes noch so kleines Quäntchen Leistung benötigten. Die rund 50 Prozent stärkere Grafikeinheit gegenüber dem Core i5 der i7-Modelle dürfte in der Praxis kaum eine Rolle spielen – für anspruchsvolle Spiele ist sie immer noch zu langsam. Die Leistungsunterschiede zwischen Core i5 und Core i7 fallen einfach zu gering aus um eine klare Empfehlung für den Core i7 auszusprechen.

Günstige Alternative: Das Surface Pro 2

Wer auf eine Hintergrundbeleuchtung bei der Tastatur verzichten kann und vielleicht sogar der etwas kompaktere Bauform von 10,6 Zoll mehr abgewinnt, sollte sich den Vorgänger genauer anschauen, solange dieser noch im Handel erhältlich ist. Das Surface Pro 2 bringt allerdings mehr 100 Gramm mehr auf die Waage.

So kostet das Microsoft Surface Pro 2 mit Core i5, 256 GB Speicher und 8 GB RAM derzeit 999 Euro - 300 Euro weniger als das von der Ausstattung vergleichbare Surface Pro 3 mit einem Preis von 1.299 Euro. Der Prozessor arbeitet mit einem Takt von 1,6 GHz aber etwas langsamer. Auch die Tastaturen für das Surface 2 (Pro) fallen etwas günstiger aus: Die Tastatur Touch Cover kostet 69 Euro, für Type Cover werden 99 Euro fällig.

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