Tablet Kaufberatung - Das richtige Tablet finden

Mit unserer Tablet Kaufberatung finden Sie garantiert das passende Modell! Wir erklären auf einfache Weise auf welche Aspekte beim Tablet-Kauf geachtet werden sollte. Bei Tablets gibt es inzwischen eine gewaltige Auswahl an Herstellern, Modellen, Größen und Betriebssystemen. Welche Unterschiede und Vorteile gibt es zwischen 7, 8, 10 und 12-Zoll Geräten? Auf welche Aspekte sollte man bei der Auflösung und dem Kontrastwert achten und welches ist der richtige Prozessor für mich? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir in unserer Kaufberatung für Tablets. Wir gehen ebenso auf die Vor- und Nachteile von Android, iOS und Windows ein und geben Hilfestellungen für die Auswahl der richtigen Speichergröße des Tablets.

Übersicht: So findet man das passende Tablet

Kaufberatung von Tablets.Bildquelle: notebookinfo.de
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Tablets: Gibt es inzwischen mit unterschiedlichen Betriebssystemen und in diversen Display-Größen auf dem Markt. Selbst vollständige Windows-Systeme finden sich inzwischen auf Tablets wieder.

Tablets haben sich inzwischen zu einer festen Größe in den meisten Haushalten gemausert und die Absatzzahlen steigen auch weiterhin beständig an, während die klassischen Modelle wie Notebooks, Netbooks und Desktop-Rechner eher Einbußen hinnehmen müssen. Ein Tablet wird oftmals als zusätzliches Gerät im Haushalt angesehen und auch oft als so genannter Second Screen genutzt. Sitzt man etwa auf der Couch im heimischen Wohnzimmer und schaut einen Film, informiert man sich nebenbei oder in den Pausen über Schauspieler, Hintergrundinfos und ähnliches. Sportfans checken hingegen Ergebnisse aus anderen Partien, diskutieren in Foren mit Gleichgesinnten während der Halbzeitpause oder geben Infos auf ihrer Facebook-Seite weiter. Auch als Gaming-Gerät werden Tablets immer häufiger eingesetzt und bieten somit eine weitere Alternative zu den klassischen Handhelds und Konsolen. Besonders für einfache Casual Games und Social Games sind Tablets inzwischen die ideale Plattform, aber auch Adventures, Rätsel und Strategietitel erleben eine Art zweiten Frühling auf den handlichen Computern. Aufgrund der einfachen Bedienung können sowohl ältere als auch sehr junge Zielgruppen erreicht werden, welche von einem klassischen PC doch meist eher abgeschreckt waren.

Im Prinzip bestehen sie fast nur aus einem Display, sind etwa so groß wie ein kleines Schreibheft, ungefähr so dick wie ein Smartphone und wiegen so viel wie ein gebundenes Buch. Ein oder mehrere Finger wischen zur Steuerung über das Display. Durch die speziellen Sensoren reagieren Tablets auch auf Drehen, Wenden und Kippen. Sie greifen kabellos auf das Internet zu. Einstiegsgeräte nur per WLAN, andere zusätzlich auch über das Mobilfunknetz. Letzteres ist an Zusätzen wie 3G, HSDPA, UMTS oder 4G / LTE in den technischen Daten zu erkennen.

Beim verwendeten Betriebssystem stehen sich drei große Gegenspieler gegenüber. Auf der einen Seite iOS von Apple, auf der anderen Seite Android von Google, sowie als letzten auch Microsoft mit Windows 8.1 und Windows RT. Google Android wird von zahlreichen Herstellern lizenziert und auf ihren Tablets installiert. Entsprechend sind Tablets mit Android als Betriebssystem inzwischen am häufigsten verbreitet.

Display: Kontrastwerte, Auflösung und Helligkeit spielen eine tragende Rolle

Der Bildschirm ist einer der wichtigsten Bauteile eines Tablets. Er zeigt die Inhalte an und nimmt die Eingaben entgegen. Für die Anzeige ist eine gewisse Mindestgröße Voraussetzung, damit auch Webseiten genügend Platz finden und der Text gut lesbar ist. Viele Tablets haben eine Diagonale von zirka zehn Zoll, ähnlich den früher noch verbreiteten Netbooks. Apples iPad Air liegt mit 9,7 Zoll knapp darunter und das Samsung Galaxy Note und das Galaxy Tab in der 10.1 Zoll-Variante sowie die Surface-Modelle von Microsoft liegen mit 10,1 Zoll knapp darüber. Bei dieser Diagonale sollte die Auflösung möglichst im HD-Bereich liegen, also Werte ähnlich von 1.280 x 720 Pixel oder besser 1.920 x 1.080 Pixel oder höher aufweisen. Allgemein bedeutet höhere Auflösung mehr Anzeigefläche. Bei gleichem Durchmesser führt sie zu einer kleineren Darstellung und einer höheren Pixeldichte.

Kleinere Displays mit sieben oder acht Zoll Diagonale machen die Geräte handlicher. Sie sind oft leichter und passen auch in kleinere Taschen, mitunter sogar in Jackentaschen. Die Auflösungen liegen auch bei den kleineren Displays inzwischen häufig in einem ähnlichen Bereich wie bei den 10-Zoll Modellen. Günstigere Modelle kommen aber auch noch mit niedrigeren Auflösungen wie etwa 1.024 x 768 Pixel relativ ordentlich herüber. Je nach Modell gibt es außerdem leicht unterschiedliche Auflösungsvarianten, da Displays im Formfaktor 4:3 und 16:10 inzwischen als recht typisch gelten. Die neuesten Tablet-Modelle von Samsung und Apple bieten sogar noch hochauflösendere Displays an und somit trifft man inzwischen auch auf Auflösungen im Bereich von 2.048 x 1.536 Pixel als sogenanntes Retina Display bei Apple oder auf die noch höher aufgelöste Variante von 2.560 x 1.600 Pixel etwa beim Galaxy Note 10.1 2014er Edition von Samsung. Moderne Tablets können also auch Filme in Full HD ohne Einschränkungen wiedergeben und bieten in der Regel eine deutlich höhere Pixeldichte als typische Monitore und Fernseher.

Die Hintergrundbeleuchtung übernehmen idealerweise LEDs. Die Leuchtdioden benötigen weniger Strom, lassen Farben kräftiger leuchten und erreichen höhere Kontrastwerte als eine klassische Displaybeleuchtung. Die spiegelnde Oberfläche von Displays ist bei Tablets als Standard anzutreffen, dies hat Vor- und Nachteile. Zum einen werden so leuchtende und kräftige Farben erreicht, aber es kommt auch zu teils starken Spiegelungen beim Einsatz in hellen Umgebungen und bei direkter Sonneneinstrahlung. Daher sollte man darauf achten, dass die Leuchtkraft und Candela-Werte des Displays in einem Bereich von möglichst 300 und höher liegen, auch der Kontrastwert kann wichtig werden und sollte in Bereichen von 700:1 oder besser noch deutlich darüber liegen. Zudem ist die Oberfläche schnell mit Fingerabdrücken übersät. In den meisten Fällen hat das auch etwas mit dem Preis zu tun und meist gilt, umso teurer und hochwertiges das Tablet, umso heller und hochauflösender auch das Display.

Die Bedienung erfolgt in der Regel mit einem, zwei oder auch mehreren Fingern. Manche Tablets haben auch einen Stylus (Stift) im Lieferumfang. Damit ist es möglich, handschriftliche Notizen zu machen.

Prozessor: Quad-Core, Dual-Core, Hexa-Core, Octa-Core - Schnell erklärt

Das Herzstück des Tablets ist der Prozessor. Aufgrund der geringen Ausmaße eines Tablets sind häufig mehrere Systemteile in einem einzelnen Chip untergebracht, was auch als SoC (System-on-a-Chip) bezeichnet wird. In der Anfangszeit traf man häufig auf Prozessoren mit einem oder zwei Kernen, inzwischen sind Prozessoren mit vier Kernen (Quad-Core) schon fast als Standard anzusehen. Lediglich Apple setzt weiterhin auf eine Architektur mit zwei Kernen, womit aber dennoch ein gleichwertiges Leistungsergebnis gegenüber der Konkurrenz mit vier Kernen erzielt wird. In günstigeren Android Tablets sind häufig relativ niedrig getaktete Dual-Core Chips anzutreffen. Aufgrund der Vielzahl an Modellen und Herstellern fällt es nicht leicht die Übersicht zu behalten, denn nicht jeder Prozessor mit vier Kernen muss unbedingt für eine sehr gute Performance (Leistung) stehen.

Am weitesten verbreitet sind im Android Bereich Prozessoren von Qualcomm, man wird also häufig auf Modelle wie Qualcomm Snapdragon 200, 400, 600, 800 und neuerdings auch 801 und 805 treffen. Hier lässt sich grob sagen, je höher die Zahlen hinter dem Namen Snapdragon, desto leistungsfähiger ist der Prozessor angesiedelt. Gleiches gilt für die GPU (Grafikchips) des gleichen Herstellers, diese hören auf die Bezeichnung Qualcomm Adreno, häufig anzutreffen sind hier der Adreno 320 und Adreno 330. Die Prozessoren bei Apple folgen ebenfalls einer Nummerierung und lauten aktuell etwa Apple A5, A6 und A7. Hier gilt ebenfalls, dass die Zahl am Ende auch bei einem höheren Wert für eine höhere Leistung spricht. Neben Qualcomm und Apple finden sich auch Chips von Intel, meist des Typs Atom und von MediaTek, sowie Nvidia im Gerät wieder. Während die Zuordnung bei Nvidia mit Tegra 2, Tegra 3 und Tegra 4 relativ einfach fällt, ist es bei Intel Chips schwieriger diese in Leistungsstufen für Anfänger einzuteilen. Ähnlich wie im klassischen PC-Grafikkarten-Bereich muss man aber auch im Tablet-Bereich aufpassen, besonders bei Nvidia, da es vom Tegra 3 und Tegra 4 auch diverse Modelle gibt, einige davon sind besonders schnell während andere eher als unterer Durchschnitt durchgehen. Hier ist es also wichtig sich auf Testberichte und Benchmarks zu verlassen und Vergleiche anzustellen, bevor man vorschnell zu einem vermeintlich leistungsstarken Tablet zum besonders auffällig günstigen Preis greift.

Grundsätzlich sollte man bedenken dass man im Android Bereich sehr gut mit einem Qualcomm Snapdragon 400 bis 800 fährt und Apple bietet in der Regel sowieso nur noch aktuelle Tablet-Generationen an, mit denen man bei einem Kauf in Sachen Leistungsfähigkeit keinerlei Bedenken haben muss. Ansonsten gilt es darauf zu achten, dass die Taktrate möglichst hoch angesiedelt ist und je nach Modell ein schneller Dual-Core oder Quad-Core Prozessor im Tablet verbaut wurde. Wer gerne leistungshungrige Spiele ausführen will, benötigt in der Regel auch die meiste Grafik- und Prozessorleistung. Für das Surfen im Netz und dem Besuch von Foren und Social Networks reichen auch etwas leistungsschwächere Prozessoren völlig aus.

Gewicht: Je nach Größe des Tablets spielt auch das Gewicht eine tragende Rolle

Spaß macht ein Tablet nur, wenn es nicht zu schwer ist und das Handgelenk auf Dauer nur wenig belastet. Das gilt umso mehr für den längeren Einsatz mit nur einer Hand, wie es beim Websurfen und auch Lesen oft der Fall ist. Dann fühlen sich 100 Gramm zu viel schnell sehr störend an. Die Obergrenze eines Tablets liegt bei etwa 500 Gramm. Schwerere Tablets fühlen sich unangenehm an. Hersteller wie Apple, Amazon und ASUS setzen immer mehr auf die 7 bis 8 Zoll Formate und ein Gewicht unter 350 Gramm. Mit ihnen ist die Bedienung mit einer Hand deutlich angenehmer.

Akkulaufzeit: Ein Tablet sollte lange Laufzeiten bieten

Gute Tablet-Akkus haben genügend Energie für acht bis zehn Stunden Dauereinsatz. Das reicht für einen kompletten Arbeitstag. Bei nur gelegentlicher Nutzung hält so ein Akku mehrere Tage durch. Allerdings: Oft gilt die Zeitangabe der Hersteller für eine gewöhnliche Nutzung, wie etwa das Surfen im Internet. Muss das Tablet jedoch ununterbrochen Videos abspielen, erfordert das höhere Leistung, so dass der Akku schneller erschöpft ist. Er ist dann mitunter schon nach der Hälfte der angegebenen Zeit leer. Wer gerne und häufig Spiele genießt, der wird bereits nach 2-5 Stunden den Akku leergedaddelt haben.

Die Standbyzeit, also der Zeitraum, in dem das Tablet mit ausgeschaltetem Display im Dämmerzustand ist, erreicht bei guten Geräten ein bis zwei Wochen oder sogar noch mehr - zumindest auf dem Papier. Bei der Messung gehen die Hersteller davon aus, dass beispielsweise Funkverbindungen deaktiviert sind. Das dürfte bei normalem Gebrauch nicht der Fall sein. Folge: Die Standbyzeit ist kürzer als angegeben. Einfluss auf die Akkulaufzeit hat neben der Größe der Anzeige auch die verwendete Display-Helligkeit. Es gilt: Je größer und heller die Anzeige ist, umso mehr Energie benötigt das Tablet.

Plattform: Apple iOS, Google Android oder Microsoft Windows - Wir erklären die Vor- und Nachteile

Mitentscheidend bei der Wahl eines Tablets ist die Frage nach den verfügbaren Programmen, den Apps. Hier hat Apple mit dem App Store für das iOS-Betriebssystem noch leicht die Nase vorn. Über eine halbe Million Programme stehen zur Auswahl. Viele davon sind gratis, andere kosten kaum mehr als ein Taschengeld. Auf der Soll-Seite steht bei Apple vor die mangelnde Unterstützung von Flash. So lassen sich etwa zahlreiche Videos, Animationen plus virtuelle 3D-Ansichten und teilweise sogar komplette Webseiten mit dem iPad nicht betrachten. Allerdings setzen inzwischen viele Webseiten und auch Videoplayer auf das vorteilhafte HTML 5-Format. Auch die meisten Android Tablets können inzwischen keine Flash-Inhalte mehr abspielen. Die Anzahl der qualitativ hochwertigen Apps im App Store ist aber auch weiterhin einer, wenn nicht der größte Pluspunkt für Apple Tablets. Viele Apps gibt es auch weiterhin exklusiv im App Store oder zumindest zeitlich exklusiv nur dort anzutreffen.

Ein vergleichbares App-Angebot hat der Play Store von Google. Dort stehen zwar etwas weniger, jedoch auch einige hunderttausend Apps zum Download bereit. Auf den Play Store haben Tablets mit Android-Betriebssystem von Google in der Regel Zugriff. Auch dort gibt es zahlreiche kostenlose und günstige Apps. Einige wenige Hersteller nutzen allerdings nicht den Google Play Store, sondern setzen auf angepasste eigene App Stores, dort ist allerdings die Auswahl deutlich geringer. Mit ein wenig Arbeit lässt sich aber der Zugang zum Google Play Store auch auf den meisten dieser Geräte einrichten, für Anfänger stellt dies aber dennoch eine große Hürde dar. Im Play Store gibt es leider immer noch einige Apps, die für kleine Smartphone-Displays konzipiert sind und welche die große Anzeigefläche eines Tablets nicht komplett nutzen können.

Auch Microsoft ist inzwischen mit Windows 8.1 sowie Windows RT als Betriebssystem auf Tablets vertreten. Das markante Kachel-Design unterscheidet sich optisch deutlich von Apple iOS und Google Android, bietet aber grundlegend eine ähnliche Bedienweise. Der Fokus liegt auf sich selbst aktualisierenden Kacheln und der damit verbundenen Aktualität auf dem Startbildschirm. Der klassische Desktop rückt als App in den Hintergrund. Das bekannte Installieren von Programmen wie Skype, Outlook, Firefox und Co. ist nur mit dem vollwertigen Windows 8 möglich. Das ebenso angebotene Windows RT muss auf Alternativen aus dem Windows Store setzen. Hier finden sich - meist kostenlos oder zu einem geringen Preis – einige der Top-Apps, die auch für iOS und Android zur Verfügung stehen. Die Auswahl ist allerdings geringer als im Google Play Store oder im Apple App Store.

Welche Apps in das jeweilige Angebot aufgenommen werden, entscheiden für den App Store Apple, Microsoft im Windows Store und für den Play Store Google. Während Apple als sehr rigide bei der Prüfung gilt und strenge Vorgaben macht, ist Google deutlich lockerer.

Bei der Bedienung von Apples iOS, Google Android und Microsoft Windows 8 / RT gibt es nur wenig Unterschiede. Die Cloud spielt bei allen drei Betriebssystemen eine wichtige Rolle, egal ob über Drittanbieter wie Dropbox oder die eigene Cloud von Apple (iCloud), Microsoft (OneDrive) oder Google (Cloud Drive). Backups und Daten lassen sich hier auslagern und verstopfen nicht den begrenzten Speicherplatz auf dem Tablet. Allerdings benötigt man für den Zugriff auf immer eine aktive Verbindung mit dem Internet, was natürlich auch ein Nachteil sein kann, wenn man etwa unterwegs ist und über keine Internet-Verbindung verfügt. Auf diese Art und Weise können auch geschossene Fotos oder aufgenommene Filmaufnahmen schnell mit anderen Geräten teilen und das ohne die Dateien erst über Kabel von einem auf das andere Gerät kopieren zu müssen. Sogar Filme, Serien und Musik lassen sich inzwischen Problemlos aus der Cloud heraus auf dem Smartphone oder Tablet abspielen.

Funkverbindung: LTE, NFC, 3G, Bluetooth - Was nötig ist und auf was verzichtet werden kann

Jedes Tablet benötigt eine Funkverbindung zum Internet. WLAN-Funktionalität besitzen nahezu alle Tablets. Nicht alle unterstützen jedoch den n- oder ac-Standard, der eine maximale Übertragungsrate von 1.300 Megabit pro Sekunde erlaubt. Dieser hat immer dann Vorteile, wenn es gilt, Daten mit Computern und anderen Tablets auszutauschen. Auch für Videostreams ist dieser Standard wichtig. Für das Websurfen genügt bereits der langsamere g-Standard mit bis zu 54 Megabit pro Sekunde theoretischer Datenübertragungsrate. Neu ist auch das MIMO-Verfahren, welches Verbindungen im Frequenzbereich von 2,4 und 5 GHz ermöglicht. Somit sind schnellere und stabilere Datenübertragungen im WLAN möglich. Inzwischen ist es bei einigen wenigen Samsung Modellen sogar möglich die Geschwindigkeiten aus dem Funknetz mit der WLAN-Verbindung zu koppeln, um so noch schnellere Datenaustauschraten erzielen zu können.

Ein integriertes Mobilfunkmodul gibt mehr Freiheit. Damit ist der Zugriff auf das Internet überall dort möglich, wo auch das Handy funktioniert. Nötig ist dafür eine Mobilfunkkarte. Sie setzt entweder den Abschluss eines entsprechenden Vertrages oder den Kauf eines passenden Prepaid-Angebots voraus und verursacht somit Zusatzkosten. Die erreichbare Geschwindigkeit hängt vom Mobilfunkanbieter und der Empfangsqualität am Aufenthaltsort, sowie vom verbauten Mobilfunkchip im Tablet ab. Häufig liegt die theoretisch erzielbare Datenrate in Ballungsgebieten bei bis zu 100 Megabit pro Sekunde. In ländlichen Gegenden sinkt diese auf 7,2 oder gar 3,6 Megabit pro Sekunde. Ist kein UMTS/3G/4G/LTE-Empfang möglich, fällt die Datenrate auf wenige hundert Kilobit pro Sekunde. In größeren Städten kommt inzwischen auch häufig der Begriff LTE und 4G zum Einsatz, viele Tablets unterstützen allerdings auch weiterhin nur maximal 3G-Verbindungen, die zum Teil deutlich langsamer, aber für die normale Arbeit im Internet dennoch ausreichend schnell sind.

Fehlt dem Tablet ein solches Modem, ist das Surfen über das Mobilfunknetz dennoch möglich. Nämlich dann, wenn ein Smartphone mit Funkmodem zur Verfügung steht, das seine Internetverbindung mit dem Tablet teilen kann. Die entsprechende Funktion heißt Tethering. Der Datenaustausch zwischen Handy und Tablet läuft kabellos via Bluetooth oder WLAN ab. Über Bluetooth können Tablets auch Verbindung zu einer externen Tastatur oder zu einem Headset aufnehmen. Am meisten verbreitet ist die Bluetooth-Version 4.0. Sie erreicht Datenübertragungsraten von bis zu 25 Megabit pro Sekunde. Der ältere 2.1-Standard überträgt bis zu drei Megabit pro Sekunde. Praktisch für Routenplanung unterwegs ist eine im Gehäuse verborgene GPS-Antenne. Unter freiem Himmel ermittelt das Tablet damit den Aufenthaltsort und blendet diesen in einer Karte ein.

Inzwischen gesellen sich auch weitere Technologien wie Near Field Communication (NFC), LTE und das kabellose Aufladen per Qi-Induktion in das Portfolio der Funkverbindungen hinzu. Via NFC können über eine geringe Distanz Daten zwischen zwei Endgeräten ausgetauscht werden. LTE bezeichnet auch unter dem Begriff 4G eine schnellere Internetverbindung als UMTS. Ein Download kann so mit bis zu 100 MBit/s abgerufen werden. Passende Datentarife sind jedoch auch teurer. Der Qi-Standard beschreibt das kabellose Aufladen des Akkus über eine optionale Ladefläche. Ein einfaches Auflegen des Geräts reicht aus, um den Ladevorgang zu starten. Bisher hat sich dieses Feature nur bei einigen wenigen Smartphones durchgesetzt.

Gibt es eine auf den Nutzer gerichtete Kamera, ermöglicht diese Videotelefonate im WLAN-Netzwerk und Mobilfunknetz. Gibt es auf der Rückseite eine zweite Kamera, erlaubt das Umschalten darauf, dem Gesprächsteilnehmer etwas anderes zu zeigen oder zu anderen Gelegenheiten einfach nur Schnappschüsse zu machen. Für diesen Zweck sollte dessen Auflösung jedoch mindestens fünf Megapixel betragen.

Sensoren: GPS und Lagesensoren erklärt

Sensoren sind wichtig für Tablets. Ein Lichtsensor passt beispielsweise die Helligkeit des Displays automatisch an die Umgebung an. Ein Lagesensor veranlasst beim Drehen des Tablets, dass sich auch die Anzeige mit dreht. Das gibt mehr Breite für Texte und Webseiten und eignet sich zudem besser für Fotos und Videos. Manche Spiele funktionieren nur oder sehr viel besser im Breitbildformat. Diese nutzen zudem oft Sensoren, um Spielfiguren zu steuern. Neigt man das Tablet nach rechts oder links, bewegt sich die Spielfigur entsprechend. Kippen nach vorne führt zu Beschleunigung, die entgegengesetzte Bewegung zu Verlangsamung. Gibt es einen so genannten Gyrosensor zum Messen der Beschleunigung, steuert dieser die Intensität der Aktion. Ein Gyrosensor kann auch die Geschwindigkeit messen, wenn sich das Tablet bewegt. Das ist für den Einsatz als Navigationsgerät interessant, wenn es keine GPS-Antenne gibt oder der Empfang nicht möglich ist. Dann errechnet das Tablet mit Hilfe dieses Sensors die aktuelle Position. Die meisten Tablets verfügen über die genannten Sensoren, bei den GPS-Modulen gibt es noch Verbesserungen wie etwa GLONASS-Unterstützung und Assisted GPS für eine genauere Berechnung der Position.

Anschlüsse/Speicher: Wie viel Kapazität sollte ein Tablet haben?

Einer der großen Unterschiede bei Tablets mit iOS und Android liegt bereits bei den Anschlüssen. Während viele Android Modelle einen MicroSD-Slot aufweisen, um den internen Flashspeicher via MicroSD-Karte erweitern zu können, ist diese Option bei Apple nicht vorhanden. Somit sollte man sich vor dem Kauf eines iPad-Modells gut überlegen, ob man etwa zur Variante mit 16, 32, 64 oder 128 GB greift. Die Vorteile eines iPads liegen wiederum darin, dass der fest verbaute Flash-Speicher deutlich schnellere Zugriffszeiten erlaubt, als dies etwa mit einer MicroSD-Karte der Fall ist. Somit sind etwa die Ladezeiten von Apps von einer MicroSD-Karte aus länger als von Apps die im internen Flashspeicher abgelegt sind. Weiterhin ist es nicht möglich alle Apps auf MicroSD-Karten auszulagern.

Die Tablets von Samsung, LG, Acer, Asus und Co. haben dem gegenüber oft mehr Anschlüsse integriert. Bei diesen Modellen findet man auch häufig weitere Besonderheiten, wie etwa einen MicroHDMI-Port oder eine Infrarot-Schnittstelle, womit das Tablet auch als Universal-Fernbedienung genutzt werden kann. Beim Aufladen von Tablets gibt es ebenfalls Unterschiede. Fast alle Android-Modelle setzen auf Varianten eines MicroUSB-Kabels zum Datenaustausch mit dem PC und zum Aufladen, Apple setzt hingegen auf einen eigenen Anschlusstyp, bei den neueren Modellen handelt es sich dabei um den Lightning-Anschluss.

Während man beim Kauf eines Android Tablets darauf achten sollte, dass entweder die Grundausstattung bei 16 oder besser 32 GB liegt oder alternativ ein MicroSD-Slot vorhanden ist, muss man bei einem Tablet von Apple je nach Anwendungsgebiet und Vorlieben am besten direkt zur 32 GB Variante oder mehr greifen, da eine zusätzliche Speichererweiterung nicht möglich ist. Zu Bedenken gilt auch, dass das installierte Betriebssystem und vorinstallierte Apps bereits einigen Speicherplatz für sich beanspruchen, somit steht letztlich immer weniger Speicherplatz als angegeben zur Verfügung. Cloud-Dienste helfen zwar beim Speicherplatzproblem, können aber auch nur genutzt werden, wenn eine aktive Verbindung zum Internet möglich ist.

Zubehör: Nützliche Extras

Einen Blick wert ist auch der Zubehörmarkt. Viele Extras benötigt ein Tablet zwar nicht, doch die wenig wichtigen sollten überzeugen. Neben der möglichen Tastatur und einem Headset, ist vor allem ein Transportschutz wichtig. Apple hat für das iPad etwa das Smart Cover im Programm. Dieses fixieren Magnete vor dem Bildschirm. Gleichzeitig setzt es das iPad bei Auflegen in den Ruhezustand. Es lässt sich zudem Falten und als Standfuß verwenden. Die Rückseite des Tablets schützt es jedoch nicht, dafür gibt es allerdings inzwischen das Smart Case, welches das komplette Tablet umhüllt.

Ein Nachteil der vollen Schutzhüllen ist natürlich die teils deutliche Gewichtszunahme, als auch eine Erhöhung der eigentlichen Ausmaße eines an und für sich schmalen Tablets. Neben offiziellen Zubehör aller Art gibt es auch diverse Dritthersteller die Zubehörprodukte für alle gängigen Tablets anbieten. So gibt es Displayschutzfolien, extra Akkus, kabellose Kopfhörer und sogar Fitness Tracker, intelligente SmartWatches und vieles mehr auf dem Markt.

Fazit

Man kann guten Gewissens ein iPad kaufen, muss es aber nicht. Die Alternativen sind inzwischen mehr als nur vielversprechend. Samsung, Sony, LG, HP, Asus und Acer bieten inzwischen Android Tablets für verschiedene Ansprüche in diversen Größenordnungen und Preisregionen an und somit kann man auch für unter 200 Euro bereits sehr ordentliche Tablets auf dem Markt erhalten, aber man kann auch ebenso weit über 500 Euro investieren. Am Ende für die aktuell zumindest modernste Technik bei Tablets mit einem 10 oder gar 12 Zoll großen Bildschirm. Selbst Tablets mit Windows 8 als Betriebssystem erhalten inzwischen immer mehr Zuspruch. Am Ende entscheidet natürlich auch das eigene Budget und die Ansprüche an das Tablet, daher sollte man vor dem Kauf die einzelne Punkte unserer Kaufberatung durchstöbern und auch unsere Bestenlisten, Tests und Kaufempfehlungen in verschiedenen Preisbereichen beachten, um das richtige Tablet für den gewählten Einsatz- und Finanzrahmen auswählen zu können.

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